Heute wird hier ein Rennen auf dem Sachsenring um die Mini-Krone ausgetragen. Für die Zeitenjagd sind der AC Schnitzer Raptor und der schnellste Serien-Mini, der GP, angereist. Schnitzer-Testfahrer Manfred Wollgarten ist schon ganz gespannt: "Der Raptor müsste etwas schneller sein als der Eagle." Eagle? Vor zwei Jahren stellten wir mit dem Mini Cooper JCW Eagle" des Aachener Tuners am Sachsenring einen Rundenrekord für Kleinwagen und Mini auf – mit saftigem Abstand zur Serie. Damals kam die 260 PS starke Granate auf sagenhafte 1:36,92 Minuten.
Mini JCW GP
Der GP ist der schnellste Serien-Mini auf dem Sachsenring.
Mini JCW GP Die rote Kriegsbemalung, GP- Schriftzug und spezielle 17-Zöller weisen den JCW GP als derzeit stärksten Mini aus, den man beim Händler kaufen kann. 218 PS, Kumho-Semislicks und ein auf der Nordschleife abgerichtetes Bilstein-Fahrwerk müssen genügen, um sich dem Kampf mit dem 270 PS starken Raptor zu stellen. Somit fehlen ihm 52 PS, dazu wiegt er über 80 Kilo mehr – auch weil das Weglassen der Rückbank enttäuschenderweise keinen Gewichts- vorteil gegenüber einem normalen JCW erzielt. Vielleicht sind trotzdem Überraschungen drin, warten wir es ab.
AC Schnitzer Raptor
Mit dem Rennfahrwerk liegt der Raptor wie ein Brett.
AC Schnitzer Raptor Der Raptor mimt bereits im Stand die Pistensau. Haubenverschlüsse, Einarmwischer, tiefe Frontschürze, dazu am Heck ein ordentliches Leitwerk. Die blecherne Motorhaube, Heckklappe, Türen und vordere Kotflügel wichen Teilen aus Carbon. Beim Öffnen der Türen geht der motorsportliche Rausch weiter. Goldener Überrollkäfig, tiefergesetzte Recaro-Vollschalen und Sparco-Lenkrad. Hat man sich einmal in die Sitzschalen eingefädelt, wünscht man sich ein erhöhendes Kissen. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Fakten erhalten Sie als pdf-Download im Heftarchiv.

Fazit

GP und Raptor knacken jeweils Rekorde. Schnitzer zeigt, was mit einem Mini machbar ist – ein extremes Rennstreckentier ohnegleichen. Der spaßige GP ist zwei Sekunden schneller als ein Basis-JCW, allerdings vor allem dank der Semislicks. Die nur zarte Mehrleistung und feh- lende Gewichtsreduktion offenbaren noch Optimierungspotenzial.