Weltweit wählt jeder fünfte Mini-Käufer die Oben-ohne-Variante, in Deutschland sogar jeder vierte. Damit belegt der Kapuzen-Mini (auch ohne echtes historisches Vorbild, die Cabrios vom Ur-Mini waren allesamt nachträgliche Umbauten) Platz zwei in der Familien-Rangliste. Fürs Cruisen unter der Sonne reichen Open-Air-Fans die 98 PS des Mini One. Reichlich Frischluft dank der steilen, weit vorn stehenden Windschutzscheibe. Innen sitzt man wie auf dem Präsentierteller, weil die anderen Verkehrsteilnehmer von oben ins Auto hineinschauen. Ein Schuss englischer Humor ist also gefragt, wie auch beim Stundenzähler, einem Extra, das die Zeit des Offenfahrens zählt.
Mini Cabrio
Typisch Mini auch das Dach: ein ausgeklügeltes Vergnügen mit seinem integrierten Schiebedach, aber im Alltagsgebrauch ein Ärgernis. Bei geschlossener Stoffhaube sieht man wenig durchs schmale Heckfenster, geöffnet versperrt das Verdeck die Sicht. Was soll dieser winzige Kofferraum, mit 125 Litern (maximal 660 Liter) bestenfalls ein größeres Handschuhfach? Oder die ausladende Verdeckmechanik, die hinten zusätzlich Innenbreite kostet? Nein, der offene Mini ist ein reiner Zweisitzer. Wie sein geschlossener Bruder, nur eben luftiger. Der 1,6-Liter verkraftet die 90 Kilo Mehrgewicht des Cabrios locker, wirkt insbesondere untenrum recht munter und schafft 181 km/h Spitze. Komfortliebhabern gefallen zudem die sanfter abrollenden 15-Zoll-Räder, weniger jedoch das spürbare Zittern der Karosserie auf welligem Asphalt.