Die Premium-Dashcam MiVue 866 von Mio ist noch ganz frisch auf dem Markt und verspricht eine hohe Videoqualität bei verschiedenen Lichtverhältnissen. Außerdem verfügt sie über integriertes GPS und einen Akku für den Parkmodus. Im Test kann sie überzeugen, meistert aber auch nicht jede Disziplin ohne Abzüge. Deswegen schrammt die Dashcam knapp an der Bestnote vorbei und erhält insgesamt 40 von 50 Punkten und die Note "gut". (Weitere Infos zum AUTO BILD-Test-Szenario lesen Sie in unserem Dashcam-Test mit Bestenliste.)
Dashcam Test
MiVue 866
Mio
MiVue 866

gut

  • hohe Bildrate
  • Full-HD Auflösung
  • Parkmodus mit Akku
  • Tagaufnahmen teilw. zu dunkel
Preis 199,99 €

Testergebnisse Mio MiVue 866

Bedienung: Endlich mal wieder eine Dashcam mit ausreichend Knöpfen – das erleichtert die Kamera-Bedienung und macht sie intuitiv. Der Knopf zur Sperrung einer Aufnahme im Notfall ist eindeutig markiert und gut erreichbar platziert. Die Menüführung wirkt etwas grobschlächtig – das passt nicht zum Premium-Anspruch der Dashcam und zum hochwertigen Display. Mit dabei ist zudem eine Smartphone-App, die per Wifi gekoppelt wird und über die sich Einstellungen vornehmen und Aufnahmen verwalten lassen. Im Test funktionierte sie flüssig und lieferte einen echten Mehrwert (Wifi-Updates). Auf wertvolle Kleinigkeiten, die das Produkt ein Level höher heben, verzichtet Mio aber: Es gibt weder Kabelclips noch ein USB-Kabel im Lieferumfang. Das ist aber Gemecker auf hohem Niveau.
Bewertung "Bedienung": 16 von 20 Punkten.
Bildqualität: Die Mio-Dashcam filmt bei Full-HD-Auflösung (1080p) mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde – das ist besonders bei schnellen Fahrten von Vorteil. Der Aufnahmewinkel von 150 Grad ist optimal, um die Straße in ihrer vollen Breite abzufilmen. Die Aufnahmen sind scharf und detailreich, bei Tageslicht lässt sich die Kamera aber von Gegenlicht irritieren. Die unteren Bereiche im Bild erscheinen dann insgesamt etwas dunkel. Allgemein dürften die Tag-Aufnahmen gerne etwas heller, farbiger und kontrastreicher sein. Aber auch wenn sie keinen Schönheitspreis gewinnen, als Dashcam-Aufnahmen sind sie absolut ausreichend. Die Videos der Nachtfahrten überzeugen da mehr: Hier hat die Kamera weniger Probleme mit Hell-Dunkel-Kontrasten, die Aufnahmen sind scharf und rauschen kaum.
Bewertung "Qualität": 16 von 20 Punkten.
Sicherheit: Die MiVue 866 ist pickepackevoll mit allerhand Assistenten: Blitzerwarner, Spurwarner, Lichterinnerung, Ermüdungswarner, Kollisonswarner, Stockender-Verkehr-Warner, Spritspar-Hilfe, Tempowarner, Parkwächter. In der Praxis funktionieren diese mehr oder weniger gut. Der Spurwarner reagiert gar nicht, der Tempowarner und auch der Blitzerwarner legen trotz GPS-Tracking teilweise falsche Daten zugrunde. Auf diese Funktionen kann man aber auch gut verzichten, sie gehören schließlich nicht zu den Kernaufgaben einer Dashcam. Besonders positiv ist der Parkmodus hervorzuheben: Sobald die Dashcam im abgestellten Auto eine Erschütterung wahrnimmt, beginnt sie zu filmen. Und das im Gegensatz zu den meisten anderen Dashcams ganz ohne permanente Stromversorgung, da die Mio-Dashcam über einen eingebauten Akku verfügt.
Bewertung "Sicherheit": 8 von 10 Punkten.

Fazit und technische Daten

Insgesamt liefert die MiVue 866 ein gutes Ergebnis. Es gibt wenig zu meckern, das Gesamtpaket überzeugt. Vor allem der akkubasierte Parkmodus und die hohe Bildrate beim Filmen in Full-HD sind klare Kaufargumente für diese Dashcam. Der Preis von rund 200 Euro bremst die Euphorie ein wenig. Es gibt Dashcams, die das Gleiche und mehr auf dem Kasten haben, die aber etwas weniger kosten (z. B. Nextbase 422 GW).
Preis: 199,99 Euro
Max. Auflösung: Full-HD (1080p) bei 60 fps
Aufnahme-Winkel: 150°
SD: bis 256 GB, ab Class 10
Display: 2,7-Zoll-LCD-Display
GPS: ja
Länge Aufzeichnung: 1/3/5 Min Loops