Mio MiVue 792 Wifi Pro: Test

Teuer, aber viele Extras – lohnt sich das?

AUTO BILD hat die MiVue 792 Wifi Pro getestet. Die Dashcam ist vor allem eines: pickepackevoll mit Zusatzfunktionen. Aber darauf kommt es bei einer Dashcam nicht in erster Linie an. Der Test verrät, ob sich der Kauf lohnt!
Die Marke Mio stammt aus Taiwan und hat sich vorgenommen den deutschen Dashcam-Markt aufzuwirbeln. Mit der MiVue 792 Wifi Pro schickt das Unternehmen ein knapp 190 Euro teures Premium-Modell ins Rennen. Aber lohnt sich der vergleichsweise hohe Preis? Im AUTO BILD-Test sichert sich die Dashcam die Note "gut", allerdings nur knapp mit 32 von insgesamt 50 Punkten. (Weitere Infos zum Test-Szenario lesen Sie in unserem Dashcam-Test.)

Mio

MiVue 792 Wifi Pro

AUTO BILD-Testnote 2
  • Full-HD (1080p) bei 30/60 fps
  • Aufnahme-Winkel 140°
  • sD bis 128 GB
  • 2,7-Zoll-Display
  • GPS

189

Testergebnisse MiVue 792 Wifi Pro

Bedienung: Die Bedienung der Dashcam selbst erfolgt über vier Knöpfe an der Seite. Insgesamt funktioniert das Ganze intuitiv – allerdings muss man sich an die Belegung der Knöpfe erst gewöhnen, denn die beiden Pfeiltasten zum Navigieren sind unten platziert. Die Menüführung ist einfach gehalten, wirkt für eine 190-Euro-Dashcam allerdings etwas grobschlächtig. Obendrauf bekommt man aber eine tolle App, die zwar keine Kamera-Einstellungen zulässt, aber für die Verwaltung der Dateien und das einfache Installieren von Firmware-Updates sehr nützlich ist. Die Verbindung mit dem Smartphone erfolgt über die Wi-Fi-Schnittstelle der Kamera. Für die manuelle Speicherung von Aufnahmen gibt es einen klar markierten, gut erreichbaren Knopf an der Rückseite der Dashcam – toll, das sollte es häufiger geben. Außerdem erfreulich: Endlich mal eine Dashcam mit einer richtig guten Saugnapf-Halterung. Dadurch sind auch Fahrzeugwechsel und eine Reinigung der Scheibe möglich, ohne dass zuvor ein Klebepad abgekratzt werden muss. Bei Nacht ist das Display etwas zu hell, es dimmt nicht automatisch herunter. Allerdings schaltet es je nach Einstellung nach einer gewissen Zeit automatisch ab. Wertung "Bedienung": 14/20 Punkte
Bildqualität: In der Disziplin "Bildqualität" verliert die Mio MiVue 792 die meisten Punkte. Die technischen Daten sprechen eigentlich für die Dashcam: Full-HD-Auflösung bei einer Bildrate von 30 oder sogar 60 Frames pro Sekunde. Auch der Bildwinkel von 140 Grad reicht aus, um eine dreispurige Autobahn komplett abzufilmen. Bei Sichtung der Aufnahmen zeigt sich allerdings: Das Bild ist insgesamt in Ordnung, aber eben auch nicht mehr. Bei Tageslicht sind die Aufnahmen zwar hell und farblich ansprechend, aber auch leicht unscharf. Details sind nicht klar zu erkennen. Auch bei Nacht gibt es leichte Unschärfen und Bildrauschen. Die Aufnahmen sollten zwar ausreichen, um im Ernstfall als Beweismittel zu dienen. Für eine Dashcam, die 190 Euro kostet, liegen die Erwartungen jedoch höher. Und Dashcams wie die Nextbase 422 GW zeigen, dass man für das gleiche Geld auch eine deutlich höhere Bildqualität bekommen kann. Wertung "Qualität": 11/20 Punkte
Besonderheiten: Die Mio Dashcam kommt mit einer ganzen Wagenladung Zusatzfeatures, die den Preis letztlich absolut rechtfertigen. Darunter sind: Kollisionswarner, Geschwindigkeitswarner, Erinnerungsfunktion für das Licht, ein Spurhalteassistent, Ermüdungswarner und ein Spritspar-Assistent ("Eco Drive"). Außerdem warnt die Dashcam vor Blitzern. Diese Funktion sollte aber besser ausgeschaltet bleiben, da Blitzerwarner in Deutschland illegal sind. Wertung "Sicherheit": 7/10 Punkten
Preis zum Test-Zeitpunkt: 189 Euro
Max. Auflösung: Full-HD (1080p) bei 30/60 fps
Aufnahme-Winkel: 140°
SD: bis 128 GB, ab Class 10
Display: 2,7-Zoll-Display
GPS: ja
Länge Aufzeichnung: Loops mit 1/3/5 Min.

Stichworte:

Dashcam

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