(dpa/mv) Fünfeinhalb Monate nach dem Unfalltod von US-Schauspieler Paul Walker ("Fast and Furious") hat die Witwe des Unglücksfahrers Roger Rodas Medienberichten zufolge Klage gegen Porsche eingereicht. Demnach mache Kristine Rodas eine nicht ausreichende Sicherheitsausstattung des Porsche Carrera GT für den Unfall verantwortlich: So verfüge der Carrera GT zwar über Rennwagenqualitäten, gleichzeitig biete er aber keine entsprechend hohe Crashsicherheit, heißt es in der Anklageschrift, die das Internetmagazin "Hollywood Reporter" am 13. Mai 2014 veröffentlicht hat. Konkret heißt es dort: "Ein korrekt funktionierender Überrollkäfig [Crash Cage] hätte den Tod von Roger Rodas und Paul Walker verhindert." Außerdem wäre das Auto laut Anklageschrift nicht in Brand geraten, wenn ein renntauglicher Tank zum Einsatz gekommen wäre.
Auf welche Summe Rodas die nordamerikanische Porsche-Niederlassung verklagt, war zunächst unklar. Ein Porsche-Sprecher sagte: "Der Verlust der Familien Rodas und Walker tut uns sehr leid." Der Polizeibericht widerlege aber die Behauptungen der Klage: "Hier wird als Unfallursache unter anderem die hohe Geschwindigkeit hervorgehoben und dass am Fahrzeug selbst keine Ursache gefunden wurde", sagte er. Einen weiteren Kommentar könne der Sportwagenhersteller unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht geben.

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Fast & Furious, sechster Teil
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Dem Polizeibericht zufolge war der Unglückswagen Ende November 2013 bis zu 149 Stundenkilometer schnell gefahren. Damit war der Porsche doppelt so schnell unterwegs wie am Unfallort im kalifornischen Santa Clarita zugelassen. Die Ermittler konnten damals keine technischen Probleme finden.