Michael Schumacher: Seine Familie

Nachwuchs: Kartstrecken sterben

Wird deutscher Nachwuchs ausgebremst?

Immer mehr Kartbahnen in Deutschland müssen schließen. Ralf Schumacher fürchtet, dass das dem deutschen Nachwuchs sehr schadet.
Es ist, als gäbe es plötzlich keine Bolzplätze mehr. In Deutschland greift ein dramatisches Kartstreckensterben um sich. Der Nürburgring schloss die Kartstrecke 2003, in Garching ist seit 2015 Schluss, in Hahn-Hunsrück seit 2017 – und jetzt der Supergau: Die Traditions-Piste in Kerpen-Manheim macht 2020 dicht. Hier haben Michael Schumacher und Sebastian Vettel ihre ersten Schritte im Rennsport gemacht, hier war Schumachers Vater Rolf Bahnwart, hier kochte Mutter Elisabeth. Jetzt muss die Bahn dem Braunkohletagebau von RWE weichen. Bisher ist noch kein Ersatzgelände gefunden, auch wenn Besitzer Ralf Schumacher akribisch daran gearbeitet hat. 
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Schumi II ist sauer: „Für die Nachwuchsszene ist das eine Katastrophe. Und wenn von unten keine Fahrer mehr nachkommen, kann oben auch nichts ankommen.“

Ralf Schumacher sorgt sich um deutschen Nachwuchs

Schumacher: „Hier sind auch die Hersteller gefordert. Sie greifen sich die Nachwuchsfahrer erst viel weiter oben ab, wenn sie schon Halbstars sind. Wir haben nur noch drei gute Kartbahnen: Wackersdorf, Ampfing, Kerpen. Zwei Rennen der deutschen Kartmeisterschaft müssen schon in Italien und Belgien gefahren werden. Es kann doch nicht so schwer sein, einen Pool zu gründen und Sportstätten zu errichten. Es gibt ja auch Schwimmbäder und Fußballstadien.“
Immerhin: Porsche engagiert sich künftig auch im Kartsport, unterstützt die neue Meisterschaft mit Elektro-Karts. Weniger Abgase, kein Gedröhne mehr – das soll den Weg ebnen für neue Kartstrecken.

Michael Schumacher: Seine Familie

 
 

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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