Ein Unfall ist der Aufreger beim Japan-GP: Im Duell mit Franco Colapinto verliert Oliver Bearman die Kontrolle über seinen Haas und schlägt mit hohem Tempo seitlich in die Bande ein.
Auslöser ist eine brenzlige Szene auf dem Weg zu Kurve 13: Colapinto ist in seinem Alpine vor Bearman plötzlich deutlich langsamer unterwegs und lenkt kurz sogar in Richtung Fahrbahnmitte. Der Brite wird vom großen Geschwindigkeitsunterschied überrascht, muss ausweichen, kommt aufs Gras und kann das Auto nicht mehr abfangen.

Superclipping wird zur Gefahr

Der Hintergrund: das sogenannte Superclipping. Beim Laden der Batterie verlieren die Autos auf den Geraden massiv an Tempo, teilweise bis zu 100 km/h.

An dieser Stelle finden Sie eingebettete Inhalte von TWITTER.

Um diese Inhalte darstellen zu können, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über „Widerruf Tracking und Cookies“ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Aktivieren des Inhalts stimmen Sie zu. Weitere Infos finden Sie hier.

Colapinto gehörte schon im Training zu den Fahrern mit besonders starkem Speed-Verlust. Im Rennen wird genau das zum Problem: Bearman rechnet nicht mit dem Tempoeinbruch und reagiert zu spät.
Sky-Experte Ralf Schumacher erklärt: „Er hatte einen großen Geschwindigkeitsüberschuss zum Auto vor ihm, deshalb musste er plötzlich ausweichen.“

50 g beim Einschlag, Entwarnung im Medical Center

Der Einschlag ist heftig: Rund 50 g wirken auf den Haas. Bearman kann zwar selbst aussteigen, humpelt danach aber deutlich.
Im Medical Center gibt es Entwarnung: Der junge Engländer hat keine Brüche, lediglich eine Prellung im Knie.
Trotzdem ist der Unfall ein Warnsignal. Bearman wird zum ersten „Batterieopfer“ der Saison. Gleichzeitig zeigt der Crash, wie riskant die neuen Energie-Strategien unter Rennbedingungen sein können. „Das ist tatsächlich tricky“, räumt auch Rennsieger Kimi Antonelli (Mercedes) ein. „Aber die FIA arbeitet daran."