Autowaschen. Für viele sonntägliches Ritual, für andere notwendiges Übel. Wie auch immer: Damit ist es möglicherweise bald vorbei. Dr. Catarina Esteves und ihr Team von der Technischen Universität Eindhoven haben einen Belag entwickelt, der gleich zwei Vorteile haben soll: 1. Lacke werden schmutz- und wasserresistent und damit praktisch selbstreinigend. 2. Kratzer werden selbst repariert zumindest wenn sie oberflächlich sind.
Möglich macht es laut einem Beitrag des renommierten Wissenschaftsjournals "Advanced Materials" ("Moderne Werkstoffe") eine Art "Stengel-Prinzip". Demnach werden die notwendigen chemischen Elemente ständig an die Oberfläche befördert, der Lack bessert Schadstellen von alleine aus. Das Prinzip funktioniere nicht nur bei Autolacken, sondern auch bei anderen Oberflächen. So könnten zum Beispiel Fingerabdrücke auf Handy-Displays der Vergangenheit angehören. Flugzeuge könnten durch eine glatte Außenhaut Treibstoff und Zeit sparen.
Bis zur Marktreife dauert es aber wohl noch ein bisschen: Dem Bericht zufolge rechnet Forscherin Esteves mit einem Produktionsstart innerhalb der nächsten sechs Jahre. Der Preis für den Wunder-Lack soll nicht höher sein als bei herkömmlichen Beschichtungen.