StVO-Novelle 2020: Folgen für Motorradfahrer

Neue StVO: Die Bußgelder für Motorradfahrer

StVO: Auch für Biker kann es teuer werden

Die StVO-Novelle sorgt unter Autofahrern für Wirbel. Teurer wird auch der Missbrauch einer Rettungsgasse. Aber was ist mit Bikern, die sich durch den Stau schlängeln?
Die seit dem 28. April gültige StVO-Novelle 2020 hat vor allem wegen einer Regelverschärfung für Aufsehen gesorgt: dem drohenden Führerscheinverlust schon bei 21 km/h innerorts zu viel. Dass der Missbrauch einer Rettungsgasse auf Autobahnen und Schnellstraßen deutlich teurer wurde, geriet dabei fast zur Nebensache. Und damit auch ein Dilemma von Motorradfahrern im Stau: Versuche ich mich durch die wartenden Autos durchzuschlängeln, oder lasse ich es lieber sein?
Motorradzubehör bei Amazon

Rahmen und Anbauteile

Bremsen

Koffer und Gepäck

Motoren und Motorteile

Fahrwerk

Auspuff- und Abgasanlagen

Mindestens 240 Euro kostet nun die missbräuchliche Nutzung einer möglicherweise lebensrettenden Hilfsgasse, die Polizei und Rettungskräften vorbehalten ist (alle Infos zum richtigen Verhalten im Stau). "Das gilt selbstverständlich auch für Motorradfahrer", erklärt Verkehrsrechtsanwalt Uwe Lenhart aus Frankfurt. Genau wie beim Nichtbilden einer Rettungsgasse kann sich das Bußgeld bei Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung auf 280, 300 oder 320 Euro erhöhen. Dazu winken zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Dass sich Biker im Stau in einem stillen Agreement mit den Autofahrern mittig "durchmogeln", verstößt allerdings genau genommen gegen das Rechtsüberholverbot. Strafe: bis zu 100 Euro und ein Monat Führerscheinentzug. "Allerdings", so Lenhart, "gibt es sehr selten erfolgreiche Anzeigen gegen Motorradfahrer, da eine Identifizierung schwierig ist".

Bikern droht im Stau ein Hitzekollaps

Was viele Autofahrer nicht wissen: Die meisten Motorradfahrer tricksen im Stau nicht aus Ungeduld, sondern weil mit Helm und schwerer Montur auf einer heißen, stehenden Maschine ein Hitzekollaps drohen kann. Theoretisch ist das Vorbeifahren ganz links erlaubt, praktisch wird jedem Biker davon abgeraten. Denn: Zwischen Leitplanke und Blechlawine fehlt der Platz, zudem rechnet kein Autofahrer mit einem solchen Manöver – es droht Gefahr. Die immer wieder erhobene Forderung nach einer Freigabe der Rettungsgasse für Zweiräder wurde indes ebenso oft abgelehnt. Denn an der Unfallstelle könnten sich auch Motorräder stauen und Helfer behindern, zudem wäre die Gefahr von Pkw-Nachahmern zu groß. "Das würde auch die Akzeptanz von Rettungsgassen komplett untergraben", urteilt Rechtsanwalt Lenhart. So bleibt hitzegeplagten Motorradfahrern im Notfall nur der Standstreifen. Der allerdings auch nicht zum Befahren – sondern zum Abstellen ihrer Maschine.

Stichworte:

STVO

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.