Neuer Ferrari-Marketingchef
Wegen Luce-Premiere? Ferrari holt neuen Marketingchef von BMW

Ferrari bekommt einen neuen Marketingchef von BMW. Der Wechsel folgt kurz nach der Vorstellung des Elektro-Ferrari Luce.
Bild: Ferrari N.V.
Ferrari stellt sich im Marketing neu auf. Der italienische Sportwagenhersteller trennt sich von seinem langjährigen Marketingchef Enrico Galliera. Sein Nachfolger kommt ausgerechnet von einem deutschen Rivalen: Massimiliano Di Silvestre wechselt von BMW nach Maranello. Der Manager soll sein neues Amt bereits zum 1. Juli antreten.
Personalwechsel nach Luce-Premiere
Der Personalwechsel erfolgt in einer heiklen Phase für Ferrari. Erst Ende Mai präsentierten die Italiener mit dem Luce ihr erstes vollelektrisches Serienmodell. Das Elektro-SUV mit fünf Sitzplätzen markiert einen historischen Wendepunkt für die Marke, sorgte allerdings auch für kontroverse Reaktionen. Vor allem das ungewöhnliche Design und der Bruch mit klassischen Ferrari-Tugenden wurden von vielen Fans kritisch diskutiert.

Als neuer Marketingchef muss Massimiliano Di Silvestre die traditionsbewusste Ferrari-Kundschaft ebenso überzeugen wie potenzielle Neukunden aus dem Technologie- und Luxussegment.
Bild: BMW Group
Offiziell betont Ferrari, dass Galliera den Wechsel selbst angestoßen habe. Nach Angaben des Unternehmens habe der Manager nach 16 Jahren bei Ferrari beschlossen, "ein neues Kapitel" seiner Karriere aufzuschlagen. Reuters berichtet unter Berufung auf einen Insider, dass Galliera seinen Abschied bereits vor längerer Zeit angekündigt habe und bis zur Präsentation des neuen Elektro-Ferrari im Amt geblieben sei.
Ferrari steht vor Elektroauto-Herausforderung
Mit Massimiliano Di Silvestre übernimmt nun ein Manager, der zuletzt das Italien-Geschäft von BMW verantwortete. Unter seiner Führung entwickelte sich BMW zum Marktführer unter den Premiumherstellern in Italien. Ferrari setzt damit auf einen erfahrenen Branchenkenner, der den Wandel der Marke kommunikativ begleiten soll.

Der bisherige Marketing-Leiter Enrico Galliera verlässt Ferrari nach 16 Jahren.
Bild: Ferrari N.V.
Für Ferrari geht es dabei um weit mehr als eine gewöhnliche Personalie. Die Italiener stehen vor der Herausforderung, ihre traditionsreiche Sportwagenmarke in das Elektrozeitalter zu führen, ohne ihre Stammkundschaft zu verlieren. Der Erfolg des ersten Elektro-Ferrari dürfte deshalb auch davon abhängen, wie überzeugend die Marke ihren neuen Kurs erklärt.
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