Jetzt setzt Porsche noch einen drauf! Nach den ohnehin extrem teuren Sonderlackierungen im Sonderwunsch-Programm arbeitet der Sportwagenhersteller offenbar an einem radikal neuen Konzept: Laut dem amerikanischen Magazin "Carscoops" plant Porsche eine Technologie, mit der sich der Außenfarbton eines Fahrzeugs dynamisch verändern lässt – ganz ohne aufwendige Lackierarbeiten. Die klassische Lackfarbe könnte damit bald überflüssig werden.

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Aktuell spielt Porsche bereits in der obersten Liga der individuellen Fahrzeuggestaltung mit. Über das Sonderwunsch-Programm haben Kunden die Möglichkeit, aus einem Katalog von mehr als 220 vorab genehmigten Farbtönen zu wählen ("Paint to Sample") und so 911er, Macan und Co. neu zu definieren. Wer noch weiter gehen will, kann das sogenannte "Paint to Sample Plus"-Verfahren nutzen. Dabei dient eine eigene Referenz – etwa die Farbe von Kleidung oder Accessoires – als Vorlage, nach der der Außenlack individuell abgestimmt wird.

Farben adé: elektrisch steuerbare Lackschicht

Statt aus Hunderten fester Farbtöne zu wählen oder über kostspielige Sonderwünsche einen individuellen Lack anfertigen zu lassen, beschreibt ein aktuelles Patent eine aktiv steuerbare, optisch veränderbare Beschichtung. Diese soll aus mehreren pigmentierten Schichten bestehen, die per elektrischer Stimulation aktiviert werden. Über Kameras oder externe Bildquellen könnte das System Farben und Kontraste "lesen" und in Echtzeit auf der Karosserie wiedergeben. Laut Carscoops ließen sich mit einem solchen Verfahren theoretisch nahezu alle Farben und Abstufungen darstellen – egal, ob passend zur Kleidung des Fahrers oder zur jeweiligen Umgebung.
Porsche meldet neues Patent für Fahrzeuglackierung an
Von wegen auf einen Farbton festlegen: Durch eine spezielle Beschichtung könnte man die Lackierung jederzeit anpassen.
Bild: Porsche
In der Praxis würde das bedeuten, dass eine feste Lackfarbe der Vergangenheit angehört. Stattdessen käme ein adaptives Farbsystem zum Einsatz. Die Elektronik der Beschichtung steuert dabei Farbpigmente ähnlich einem RGB-Display, sodass sich das Erscheinungsbild des Autos verändern lässt, ohne dass ein Lackierer Hand anlegen muss.

Noch Zukunftsmusik

Ob und wann Porsche diese Technologie tatsächlich in Serie bringen wird, ist offen. Wie bei vielen Patentideen gibt es bislang keine konkreten Pläne für eine Markteinführung. Zudem bleiben zahlreiche technische und praktische Fragen ungeklärt: Wie robust ist eine solche Beschichtung im Alltag? Wie aufwendig und teuer wären Reparaturen? Und wie reagiert das System auf Witterungseinflüsse oder Steinschläge?
Spannend ist das Projekt dennoch. Porsche ist zudem nicht der einzige Hersteller, der mit Farbeffekten jenseits klassischer Lackierungen experimentiert. Auch Marken wie BMW erforschen Technologien, bei denen elektrische Signale genutzt werden, um das äußere Erscheinungsbild eines Fahrzeugs zu verändern oder sogar Grafiken darzustellen. Sollte sich Porsches Ansatz durchsetzen, wäre das tatsächlich das "Next Level" der Individualisierung: Das Auto ließe sich nach Lust und Laune umgestalten – und die oft kräftezehrende Entscheidung für eine bestimmte Farbe wäre endgültig Geschichte.