Leistung haben die schnellen Tesla-Modelle schon heute reichlich. Doch was bringen Hunderte PS, wenn die Reifen die Kraft nicht auf die Straße bekommen? Genau hier könnte eine neue Erfindung des US-Elektroautobauers ansetzen. Tesla hat sich ein System patentieren lassen, das mithilfe elektrisch angetriebener Ventilatoren zusätzlichen Abtrieb erzeugt – und das sogar im Stand!
AUTO BILD Gebrauchtwagenmarkt
Tesla Model S PLAID SIGNATURE 1 of 250 -EUROPE VERSION
499.000 €
Tesla Model S PLAID SIGNATURE 1 of 250 -EUROPE VERSION
50 km
750 KW (1020 PS)
04/2026
Zum Angebot
Tesla Model S Plaid | Lunar Silver | 14.000km | 1.Hand
101.900 €
Tesla Model S Plaid | Lunar Silver | 14.000km | 1.Hand
13.900 km
750 KW (1020 PS)
09/2024
Zum Angebot
Tesla Model S Dual Motor Performance
79.880 €
Tesla Model S Dual Motor Performance
40.923 km
504 KW (685 PS)
06/2024
Zum Angebot
Tesla Model S-Allrad/620PS/1.Hd/Auto-Pilot/
44.990 €
Tesla Model S-Allrad/620PS/1.Hd/Auto-Pilot/
173.000 km
244 KW (332 PS)
03/2024
Zum Angebot
Tesla Model S Plaid Yoke Garantie Winterräder
81.400 €
Tesla Model S Plaid Yoke Garantie Winterräder
60.000 km
750 KW (1020 PS)
11/2023
Zum Angebot
Tesla MODEL S PALLADIUM | FULL SELF DRIVE4 KI | MATRIX
71.500 €
Tesla MODEL S PALLADIUM | FULL SELF DRIVE4 KI | MATRIX
97.200 km
493 KW (670 PS)
10/2023
Zum Angebot
Tesla Model S Allradantrieb mit Dualmotor -
77.000 €
Tesla Model S Allradantrieb mit Dualmotor -
32.000 km
493 KW (670 PS)
10/2023
Zum Angebot
Tesla Model S Plaid Track-Pack Carbon Vmax 322 km/h
74.980 €
Tesla Model S Plaid Track-Pack Carbon Vmax 322 km/h
55.432 km
750 KW (1020 PS)
10/2023
Zum Angebot
Tesla MODEL S PLAID / ENHANCED AP  4AI / MATRIX
89.750 €
Tesla MODEL S PLAID / ENHANCED AP 4AI / MATRIX
21.000 km
750 KW (1020 PS)
10/2023
Zum Angebot
Tesla MODEL S PLAID | MATRIX LED | AI COMPUTER 4 | 21'
86.500 €
Tesla MODEL S PLAID | MATRIX LED | AI COMPUTER 4 | 21'
55.577 km
750 KW (1020 PS)
09/2023
Zum Angebot
Alle Tesla Model S gebraucht

In Kooperation mit

In Kooperation mit mobile.de
Autobewertung
ANZEIGE

Was ist mein Auto heute noch wert?

Ein Service von

Ein Service von Carwow
Das am 29. September 2026 erteilte US-Patent mit der Nummer US 12,746,987 B1 trägt den Titel "Electric Fan Car". Dahinter steckt eine Technik, die vor allem bei sportlichen Elektroautos für deutlich mehr Grip sorgen könnte.

Teslas Ventilator-Trick saugt Luft unter dem Auto ab

Die Idee klingt zunächst ungewöhnlich, ist technisch aber durchaus nachvollziehbar: Anstatt ausschließlich auf große Spoiler oder aufwendige Flügel zu setzen, will Tesla die Luft unter dem Fahrzeug aktiv absaugen. Dafür sieht das Patent einen speziellen Diffusor im Heckbereich vor. Über eine Öffnung im Unterboden gelangt Luft in einen Kanal, der zu einem größeren Auslass am Fahrzeugheck führt. Dort sitzen elektrisch angetriebene Ventilatoren, die die Luft ansaugen und nach hinten ausstoßen.
In einer der gezeigten Ausführungen kommen vier nebeneinander angeordnete Ventilatoren zum Einsatz. Vertikale Leitbleche trennen die einzelnen Luftströme voneinander. Durch diese Technik entsteht unter dem Fahrzeug ein Unterdruck, der das Auto stärker auf die Fahrbahn presst. Das erhöht die mögliche Haftung der Reifen und könnte vor allem beim Beschleunigen, Bremsen und in Kurven Vorteile bringen.
Tesla Electric Fan Car Patent
Anders als mit einem klassischen Heckspoiler kann mit dem Ventilator-Patent zusätzlicher Anpressdruck unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit des Autos generiert werden.
Bild: AUTO BILD / KI-generierte Illustration
Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Aerodynamiklösungen liegt in der Geschwindigkeit. Ein klassischer Heckflügel erzeugt erst dann nennenswerten Abtrieb, wenn ausreichend Fahrtwind anliegt. Je schneller das Auto unterwegs ist, desto stärker fällt der Effekt aus. Teslas Ventilatorsystem funktioniert dagegen grundsätzlich unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit – die Ventilatoren können genau dann für zusätzlichen Anpressdruck sorgen, wenn er benötigt wird.
Besonders auf kurvigen Strecken könnte das ein Vorteil sein. Während ein herkömmlicher Spoiler in langsamen Kurven vergleichsweise wenig Abtrieb liefert, könnte das Tesla-System auch dort für zusätzliche Bodenhaftung sorgen. Ein weiterer möglicher Pluspunkt: Der zusätzliche Abtrieb muss nicht zwangsläufig mit dem hohen Luftwiderstand eines großen Heckflügels erkauft werden. Allerdings benötigen die Ventilatoren selbst elektrische Energie.

Die Idee ist nicht neu

So futuristisch Teslas Patent klingt, die Grundidee hat eine lange Geschichte. Bereits 1970 setzte der US-amerikanische Rennwagen Chaparral 2J auf zwei große Ventilatoren am Heck. Diese saugten Luft unter dem Fahrzeug ab und erzeugten dadurch zusätzlichen Abtrieb. Auch der Brabham BT46B sorgte 1978 in der Formel 1 mit einem riesigen Ventilator für Aufsehen.
Tesla Electric Fan Car Patent
Vier voneinander getrennte Kanäle bekommen einzelne Ventilatoren, die die Luft unterhalb des Autos absaugen und mehr Anpressdruck erzeugen.
Bild: Tesla
Moderne Beispiele zeigen, dass die Technik keineswegs in Vergessenheit geraten ist. Der Gordon Murray Automotive T.50 etwa nutzt einen 400 Millimeter großen Ventilator am Heck, um die Aerodynamik gezielt zu beeinflussen. Noch extremer treibt es der elektrische McMurtry Spéirling. Dessen aktives Abtriebssystem erzeugt so viel Anpressdruck, dass der britische Sportwagen sogar kopfüber fahren kann. Tesla wäre also nicht der erste Hersteller, der sich dieser Technik annimmt.

Kommt die Technik in den Tesla Roadster?

Besonders spannend ist das Patent mit Blick auf den seit Jahren angekündigten neuen Tesla Roadster. Der elektrische Supersportwagen könnte von zusätzlichem Abtrieb profitieren, um seine enorme Leistung besser auf die Straße zu bringen.
Ob Tesla die Ventilatortechnik tatsächlich im Roadster oder in einem anderen Modell einsetzen wird, ist allerdings offen. Schließlich benötigen die Lüfter Platz und Energie, zudem dürften Geräuschentwicklung und Haltbarkeit eine Rolle spielen.
Tesla denkt beim Thema Fahrdynamik offenbar nicht nur an immer mehr PS, sondern auch an mehr Grip. Und der könnte am Ende entscheidender sein als die nächste Leistungssteigerung.