Jeep erweitert sein Modellprogramm und setzt dabei auf eine engere Zusammenarbeit mit dem chinesischen Autokonzern Dongfeng. Die Amerikaner liefern Design, Marken-DNA und ihre legendäre 4x4-Kompetenz, Dongfeng steuert Plattformen und Technik bei. Ziel: neue Modelle schneller entwickeln und bezahlbarer anbieten.

Antriebe sollen sich stärker am Markt orientieren

Die Kooperation ist Teil der neuen Stellantis-Strategie. Künftig will Jeep je nach Markt alle wichtigen Antriebsarten anbieten – vom modernen Verbrenner über Hybrid- und Plug-in-Hybridmodelle bis hin zu vollelektrischen Fahrzeugen. Die Wahl des Antriebs soll sich künftig stärker an der Nachfrage in den einzelnen Regionen orientieren.

Neuer SUV gemeinsam mit Dongfeng geplant

Auch das Modellprogramm wächst. Neben Avenger, Renegade, Compass, Cherokee, Wrangler und Grand Cherokee kündigte Jeep ein weiteres SUV an, das gemeinsam mit Dongfeng entwickelt wird. Jeep verantwortet dabei Design, Fahrwerk, Bedienkonzept und die markentypischen Offroad-Eigenschaften, während der chinesische Partner Architektur, Elektronik und weitere technische Komponenten beisteuert. Das soll die Entwicklungszeit neuer Fahrzeuge deutlich verkürzen.
Nach Angaben des Unternehmens sollen die neuen Modelle dennoch typische Jeeps bleiben. Die Marke verspricht unverwechselbares Design, hohe Geländetauglichkeit und die bekannten Fahreigenschaften – trotz der gemeinsamen technischen Basis.

Stellantis setzt verstärkt auf Partnerschaften

Für Stellantis sind solche Partnerschaften inzwischen ein zentraler Bestandteil der Konzernstrategie. Sie sollen helfen, die Entwicklungszeit zu verkürzen, Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber chinesischen Herstellern zu verbessern. Hintergrund ist die neue STLA-Strategie des Konzerns, bei der je nach Fahrzeug moderne Konzernplattformen oder gemeinsam entwickelte Architekturen zum Einsatz kommen.
Jeep ist nicht die einzige Marke im Stellantis-Konzern, die diesen Weg geht. Erst vor wenigen Wochen kündigte Opel an, gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Leapmotor ein rund 4,50 Meter langes Elektro-SUV für das wichtige C-Segment zu entwickeln. Das Modell soll ab 2028 im spanischen Saragossa gebaut werden, die Batterie- und Elektroarchitektur von Leapmotor nutzen, aber ein eigenständiges Opel-Design sowie Fahrwerk und Abstimmung aus Rüsselsheim erhalten. Ziel ist auch hier, moderne Elektroautos schneller und günstiger auf den Markt zu bringen.