Neuzulassungen weltweit November 2013
China hebt Laune der Autobauer

Auf die drei Mega-Märkte USA, China und Japan können sich die großen Autokonzerne verlassen. Ansonsten fehlt die Kraft zum Jubeln.
Weltweit haben Autoverkäufer keinen leichten Job – die Autokäufer halten sich zurück. Nur in China, Japan und in den USA verkauften die großen Konzerne im November 2013 deutlich mehr Autos als im Vorjahresmonat. Zugpferd war das Reich der Mitte, wo knapp ein Viertel mehr Neuwagen an den Mann gebracht wurde. Positive Zahlen – aber keine Überraschung – liefert der US-Markt, wo knapp zehn Prozent mehr Neuwagen zugelassen wurden. Gute Nachrichten kommen auch aus Japan mit einem Plus von 17 Prozent.Damit ist die Positiv-Liste aber auch schon zu Ende. In Westeuropa legte der Autoabsatz um magere ein Prozent zu. Im Schwellenland Russland dagegen hielten sich die Autokäufer deutlich zurück, die Nachfrage schrumpfte um vier Prozent. Ähnlich sieht die Lage in Brasilien aus, wo ein Minus von drei Prozent die Autokonzerne vergrämen dürfte. Noch mieser steht Indien da, hier lautet die schlechte Nachricht des Monats November: Autoabsatz minus zehn Prozent.
US-Markt glänzt im November
Nach dem Government Shutdown in den USA, der die Verkaufsbilanz des Oktobers vermieste, erfreute ein Nachfrageboom die Hersteller. Aufgeschobene Autokäufe machten den November 2013 zum absatzstärksten der letzten zehn Jahre. Knapp sechs Prozent mehr Pkw wurden zugelassen – 581.600 Autos. Ähnlich gut liefen große Geländewagen und Pick-ups (Light Trucks), bei denen ein Plus von elf Prozent zu Buche schlug (656.700 Fahrzeuge). Der bisherige Jahresverlauf wirft ein Licht auf die Größe des US-Marktes, wo seit Jahresbeginn nicht weniger als 14,2 Millionen Pkw und Pick-ups ausgeliefert wurden, davon allein 7,2 Millionen leichte Lieferwagen.
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In China kaufen die Menschen in ungebremstem Tempo neue Autos. Rund 1,6 Millionen Neuwagenschlüssel wanderten in die Hände von Erstbesitzern, das sind 24 Prozent mehr als im November 2012. Enorm ist auch das Wachstum im Jahresverlauf: Gegenüber den ersten elf Monaten des Vorjahres setzten die Autohersteller 2013 knapp ein Viertel mehr Autos ab, mit 14,7 Millionen Vehikeln per saldo sogar mehr als in den USA. Besonders erfreulich für deutsche Konzerne: Ihr Marktanteil beträgt in China gut ein Fünftel.
Mauer Verkauf in Westeuropa
In Westeuropa können alle Autohersteller von solchen Steigerungsraten nur träumen. Zwar zog der Absatz im Vergleich zu 2012 leicht – um ein Prozent – an, immerhin der dritte monatliche Zuwachs in Folge. Verkauft wurden 910.600 Neuwagen, aber die Verteilung fällt regional stark unterschiedlich aus. Für den deutschen Markt ging es weiter bergab: minus zwei Prozent. Bei unseren französischen Nachbarn schrumpfte der Absatz um vier, in Italien sogar um fünf Prozent. Einen Gegentrend setzten die südeuropäischen Länder und Großbritannien: In Spanien wuchs der Markt das dritte Mal in Folge, und zwar um 15 Prozent. Noch besser stehen Portugal (plus 23 Prozent) und Griechenland da, das bei den Neuzulassungen Spitzenreiter ist mit einem Zuwachs von satten 31 Prozent.

Neue Mercedes warten in Shanghai auf Kunden.
Bild: dpa
Nun, wo sich das Jahresende naht, lässt sich eine beeindruckende Bilanz ziehen: Bisher wurden 2013 weltweit schon über 75 Millionen Pkw und leichte Transportfahrzeuge neu zugelassen.
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