Nissan GT-R: Unterhalt, Laufleistung

Ein GT-R mit 225.000 km auf dem Tacho

Ein Supersportler als Daily Driver? Das geht, wie dieser Nissan GT-R beweist. In elf Jahren hat er 225.000 Kilometer gesammelt – mit einem einzigen Satz Bremsscheiben!
Laufleistungen von über 200.000 Kilometer sind an sich keine Sensation. Bei Supersportwagen sieht das schon anders aus. Ein Amerikaner nutzt als Alltagsauto seinen Nissan GT-R. Er kaufte ihn 2009 als Neuwagen und ist in dieser Zeit sage und schreibe 140.000 Meilen (umgerechnet gut 225.000 Kilometer) mit ihm gefahren. Damit dürfte er einer der weltweit meistgelaufenen GT-R sein. Trotzdem fährt er sich noch überaus gut, wie EatSleepDrive in einem Youtube-Video zeigen. Ganz spurlos ging die Zeit an Godzilla aber nicht vorbei, für Ärger sorgte das Getriebe.

Defekter Getriebesensor nach 90.000 Meilen

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Der Softlack hat an verschiedenen Stellen gelitten. Nicht schön, angesichts der Laufleistung aber normal.

Von außen zeigt der GT-R nur leichte Gebrauchsspuren. Lediglich kleinere Steinschläge und Kratzer zeugen vom Alltagseinsatz, eine durchsichtige Folie schützt die Motorhaube vor herumfliegendem Splitt. Das Cockpit wurde da schon stärker in Mitleidenschaft gezogen. An verschiedenen Stellen löst sich der Softlack ab, vom Schalthebel blättert das Chrom. Bei der Laufleistung geht das aber in Ordnung, vor allem weil sich Sitze und Lenkrad dafür umso besser gehalten haben. Das kann man vom Getriebe nicht behaupten. Es gilt allgemein als Schwachpunkt im Antriebsstrang des GT-R und ist anfällig. Da machte auch dieser GT-R keine Ausnahme, bei rund 90.000 Meilen (145.000 Kilometer) ging das Getriebe in den Notlauf. Offenbar ohne umfassende Diagnose veranschlagte eine Nissan-Vertragswerkstatt zunächst 20.000 US-Dollar (18.500 Euro) für einen Austausch. Zu viel für den Besitzer, der den GT-R zu einem Getriebespezialisten brachte. Dort machte man einen defekten Sensor als Fehlerquelle aus.

Die Bremsscheiben wurden noch nie getauscht

140.000 Meilen sind im GT-R problemlos möglich, dennoch dürften die wenigsten jemals so viel laufen.

Neben einem neuen Sensor bekam das Getriebe vorsorglich gleich noch eine Verstärkung verpasst. Die Kosten dafür lagen bei etwa 6000 Euro, seitdem hat der Besitzer Ruhe. Davon abgesehen verlangte das 485 PS starke Coupé nur nach regelmäßigem Service, den der Besitzer jeweils selbst ausführt. Alle 30.000 Kilometer werden Differenzial- und Getriebeöl gewechselt. Der Biturbo-V6 bekommt regelmäßig frisches Öl und neue Zündkerzen und verrichtete stets klaglos seinen Dienst. Eine Rennstrecke hat das Auto noch nie gesehen. Die sorgsame Pflege belohnt der Nissan denn auch mit jungfräulichem Fahrverhalten, wie EatSleepDrive berichtet. Bemerkenswert: Der GT-R ist nach 225.000 Kilometer noch immer mit dem ersten Satz Bremsscheiben unterwegs! Ein Supersportler als Daily Driver muss also nicht zwingend ein Groschengrab sein.
Das Video in voller Länge

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