Für deutsche Straßen ist der Nissan Titan etwa so geeignet wie ein Elch als Haustier in einer Zweizimmerwohnung. In der menschenleeren Wildnis von Alaska kann der rund sechs Meter lange Pick-up jedoch ein guter Partner sein, zumal wenn es für den Höllentrip für das Project Titan entsprechend zum SUV umgebaut wird. Optisch wirkt bereits das Serienmodell des Titan wie ein aufgeblasener Navarra, nach der Umrüstung wird der Name zum Programm: Auch wenn der 5,6-Liter-Motor mit "nur" rund 300 PS auf 2,5 Tonnen Gewicht trifft, dürften ausreichend Kraftreserven für den Allradantrieb vorhanden sein.

Fans stimmten über die Ausrüstung ab

Nissan Project Titan
Damit genug Vorräte an Bord sind, schleppt der Titan auch noch einen Anhänger.
Bild: Werk
Aber das Expeditionsfahrzeug wurde nicht einfach von Nissan aufgerüstet, sondern Fans des Project Titan durften via Facebook über die Ausstattung abstimmen. So rollt der Japaner – schon in der Serie mit Differenzialsperre und Unterfahrschutz eingekleidet – auf 18-Zoll-Felgen und 35 Zoll großen Geländereifen mit extrem grobem Profil. Die neuen Federbeine und Zusatzluftfedern für schwere Lasten legen den Titan gut zehn Zentimeter höher, auch vorn ist eine Differenzialsperre verbaut. Der Serienstoßfänger wird durch einen massives Stahlgerüst ersetzt. Zwei elektrische Seilwinden vorn und hinten mit je 4,5 Tonnen Zugkraft können das Dickschiff aus fast jeder kritischen Lage ziehen. Damit der Fahrer in der Einöde nicht den Durchblick verliert, ist in die Front ein großes LED-Scheinwerferband integriert, auf dem Dach sitzt eine weitere Lichtquelle.

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Nissan sammelt für Kriegsveteranen

Nissan Project Titan
Ein GPS-System des Outdoor-Spezialisten Lowrance hilft bei der Orientierung.
Bild: Werk
In der Weite Alaskas kann man sich leicht verirren, gut, dass in GPS-System des Outdoor-Spezialisten Lowrance an Bord ist. Für musikalische Untermalung sorgt ein 600 Watt starkes Soundsystem von Rockford-Fosgate. Das Ganze frisst ordentlich Strom, deshalb sind eine zuätzliche Batterie und eine stärkere Lichtmaschine verbaut. Damit die beiden Piloten nicht Hunger und Durst leiden müssen und die Campingausrüstung oder Ersatzteile auch noch Platz finden, hängt an dem in martialischen Tarnlook beklebte Titan noch ein Anhänger mit identischem Design und ebenso riesigen Reifen. Das Project Titan ist aber keine reine Spaßveranstaltung: Die beiden Fahrer sind zwei Armee-Veteranen, Kooperationspartner ist die Hilfsorganisation "Wounded Warriors", für die auch Spenden gesammelt werden sollen. Am 8. September 2014 ist das Project Titan gestartet, auf Facebook (www.facebook.com/nissantrucks) berichtet Nissan tagesaktuell über die Charity-Tour.