Notbremsassistent und Co: Diese Systeme sind bald Pflicht
Ab Juli 2026 müssen diese Assistenten in jeden Neuwagen

Ab Juli 2026 schreibt die EU noch mehr Sicherheitssysteme für alle Neuwagen vor. Das macht Autos sicherer – aber auch teurer.
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
Die EU dreht an der Sicherheitsschraube – und das spürbar. Am 7. Juli 2026 tritt Stufe C der Verordnung 2019/2144 in Kraft. Schon seit 2024 müssen neue Fahrzeugtypen diese Technik an Bord haben; jetzt trifft es alle Neuwagen, egal ob Kleinwagen, SUV oder Transporter.
Neuer Pflicht-Notbremsassistent für Fußgänger und Radfahrer
Das wichtigste Update: Das automatische Notbremssystem muss künftig nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Fußgänger und Radfahrer erkennen – und bei Gefahr selbstständig eine Vollbremsung einleiten. Bis zu 35 km/h muss das System einen Zusammenstoß verhindern, danach zumindest abmildern.
Ablenkungs-Warner wird Pflicht
Ebenfalls neu: das "Advanced Driver Distraction Warning". Das System überwacht die Aufmerksamkeit des Fahrers und warnt, wenn der Blick zu lange aufs Handy, Display oder in die Ferne wandert. Ziel: weniger Unfälle durch Ablenkung, eine der häufigsten Unfallursachen.
Auch der passive Schutz wird verschärft
Autos müssen künftig einen erweiterten Kopfaufprallschutzbereich bieten. Heißt: Bei einem Unfall mit Fußgängern soll die Folgenminderung besser funktionieren – durch gezielte Knautschzonen und neue Materialien im Frontbereich.

Ab Juli 2026 schreibt die EU noch mehr Sicherheitssysteme für Neuwagen vor.
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
Viele Systeme sind schon seit Mitte 2024 vorgeschrieben und laufen jetzt weiter in die Fläche. Dazu gehören:
- Notbremsassistent für Fahrzeuge
- Spurhalteassistent
- Intelligenter Geschwindigkeitsassistent
- Rückfahrassistent
- Müdigkeitswarner
- Unfalldatenspeicher ("Blackbox")
- Adaptives Bremslicht
Auch der Notfall-Spurhalteassistent gilt ab sofort für alle neuen Fahrzeuge, selbst für Modelle mit hydraulischer Servolenkung.
Warum Autos dadurch teurer werden
Mehr Sensoren, mehr Kameras, mehr Software – das alles kostet Geld. Hersteller warnen schon jetzt, dass vor allem Einstiegsmodelle deutlich teurer werden. Beispiel: Ein Dacia Sandero kostete einst rund 7000 Euro, heute fast 12.500 Euro – nicht zuletzt wegen verpflichtender Sicherheitsausstattung.
Schon im Januar 2026 folgt Stufe D für neue Fahrzeugtypen, ab Sommer 2028 für alle Neuwagen. Brancheninsider rechnen erneut mit strengeren Regeln und noch mehr Assistenzsystemen.
Service-Links
