Ölverlust führt oft zu Ölflecken unter dem Auto, sinkendem Ölstand oder Rauch aus dem Motorraum – und gehört zu den häufigsten Problemen bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Die Ursachen reichen von undichten Ventildeckel- oder Ölwannendichtungen über defekte Wellendichtringe (Simmeringe) bis hin zu Leckagen an Ölfiltergehäuse, Turbolader oder Zylinderkopfdichtung. Wie Sie Ölverlust erkennen, ob Sie noch weiterfahren dürfen, welche Reparaturkosten drohen und ob das Fahrzeug noch durch den TÜV kommt, erfahren Sie hier.

Ölverlust am Auto: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ölverlust entsteht meist durch undichte Dichtungen oder Schläuche.
  • Bereits kleine Undichtigkeiten können mit der Zeit teuer werden.
  • Bei starkem Ölverlust drohen Motorschäden.
  • Tropft Öl auf die Fahrbahn, kann der TÜV die Plakette verweigern.
  • Die Reparaturkosten reichen von wenigen Hundert bis zu mehreren Tausend Euro
Wichtig: Ein sinkender Ölstand bedeutet nicht automatisch, dass das Auto Öl verliert. Neben äußerem Ölverlust durch Undichtigkeiten kann Motoröl auch im Motor mitverbrannt werden. In diesem Fall handelt es sich um Ölverbrauch. Beide Probleme haben unterschiedliche Ursachen, führen jedoch häufig zu denselben Symptomen.

Welcher Fleck liegt unter meinem Auto?

Welcher Fleck liegt unter meinem Auto?
Schwarzer oder dunkelbrauner Ölfleck
Motorölverlust
Rötlicher oder gelblicher Ölfleck
Getriebeölverlust
Grüner, roter oder blauer Fleck
Kühlmittelverlust
Durchsichtige Flüssigkeit unter der Klimaanlage
Kondenswasser, meist unproblematisch
Heller öliger Fleck im Bereich der Räder
Bremsflüssigkeit oder Servolenkungsöl
Wer einen Fleck unter dem Auto entdeckt, denkt zunächst an einen Motorölverlust. Tatsächlich können aber auch Getriebeöl, Bremsflüssigkeit oder Kühlmittel austreten. Farbe, Geruch und die Position des Flecks liefern oft erste Hinweise auf die Ursache. Verliert das Auto Motoröl, befinden sich die Spuren meist im Bereich des Motors oder unter dem Vorderwagen.
Bei einem Getriebeölverlust treten die Flecken dagegen häufig weiter mittig unter dem Fahrzeug auf, abhängig von der Einbauposition des Getriebes. Ölflecken im hinteren Teil des Fahrzeugs kommen meist bei Modellen mit Hinterradantrieb (Ölverlust am Differenzial) oder Heckantrieb (Motor im Heck des Fahrzeugs).

Ölverlust erkennen: Diese Symptome sollten Sie ernst nehmen

Oft macht sich Ölverlust zunächst kaum bemerkbar. Vor allem bei Fahrzeugen mit Unterbodenverkleidung können kleinere Undichtigkeiten lange verborgen bleiben. Umso wichtiger ist es, auf erste Anzeichen zu achten. Dazu gehören dunkle Flecken auf dem Stellplatz, frische Ölspuren im Motorraum oder ein ungewöhnlich hoher Bedarf an Motoröl.
Die Größe eines Ölflecks lässt dabei kaum Rückschlüsse auf das tatsächliche Ausmaß der Undichtigkeit zu. Selbst kleine Leckagen können über Wochen oder Monate erhebliche Mengen Öl verlieren.
Volvo XC90 2.4 D5
Bei Fahrzeugen mit Unterbodenverkleidung können kleinere Undichtigkeiten lange verborgen bleiben. Bei diesem Volvo XC90 tritt Öl bereits so stark aus, dass es über die Verkleidung abtropft. Der TÜV würde dies als schweren Mangel bewerten und keine Plakette erteilen.
Bild: Thomas Ruddies
Muss regelmäßig Motoröl nachgefüllt werden, obwohl das Fahrzeug keine hohe Laufleistung hat, sollte die Ursache überprüft werden. Nicht immer steckt ein erhöhter Ölverbrauch dahinter. Häufig tritt Motoröl über eine undichte Dichtung, einen porösen Schlauch oder einen Wellendichtring aus. Auch Ölgeruch nach dem Abstellen des Fahrzeugs kann auf eine Undichtigkeit hindeuten. Gelangt Öl auf heiße Motorteile oder die Abgasanlage, entsteht oft ein charakteristischer verbrannter Geruch.
Besonders aufmerksam sollten Fahrer werden, wenn zusätzlich Rauch aus dem Motorraum aufsteigt. Dann trifft austretendes Öl meist auf heiße Bauteile. Das kann nicht nur unangenehm riechen, sondern im Extremfall auch eine Brandgefahr darstellen.
Bläulicher Rauch aus dem Auspuff weist dagegen häufig auf ein anderes Problem hin: Motoröl gelangt in den Verbrennungsraum und wird dort mitverbrannt. In diesem Fall kann der Ölstand ebenfalls sinken, obwohl unter dem Fahrzeug keine sichtbaren Flecken auftreten. Ursache ist dann oft eher ein erhöhter Ölverbrauch als ein äußerer Ölverlust.
Zusätzliche Hinweise liefern feuchte Stellen an Schläuchen, Dichtungen oder Gehäusen im Motorraum. Besonders bei älteren Fahrzeugen fallen solche Undichtigkeiten häufig zuerst bei einer Sichtprüfung unter der Motorhaube auf.
Leuchtet die rote Ölwarn- oder Öldrucklampe auf, besteht akuter Handlungsbedarf. Dann kann die Schmierung des Motors bereits gefährdet sein. Das Fahrzeug sollte möglichst sofort an einem sicheren Ort abgestellt und der Ölstand kontrolliert werden.

Typische Symptome bei Ölverlust

Typische Symptome bei Ölverlust
Ölfleck unter dem Auto
Motor verliert Öl oder Getriebeöl
Sinkender Ölstand
Ölverlust oder erhöhter Ölverbrauch
Ölgeruch
Öl gelangt auf heiße Bauteile
Rauch aus dem Motorraum
Öl verbrennt auf heißen Motorteilen
Blauer Rauch aus dem Auspuff
Öl gelangt in den Verbrennungsraum
Ölspuren im Motorraum
Undichtigkeit an Dichtungen oder Leitungen
Ölwarnlampe leuchtet
Kritischer Ölstand oder Öldruckverlust
Wer eines oder mehrere dieser Symptome bemerkt, sollte die Ursache möglichst zeitnah überprüfen lassen. Je früher ein Ölverlust erkannt wird, desto geringer fallen die Reparaturkosten in der Regel aus.

Darf man mit Ölverlust weiterfahren?

Ob man mit Ölverlust weiterfahren kann, hängt vor allem davon ab, wie viel Öl das Fahrzeug verliert und ob bereits Warnsignale auftreten. Kleine Undichtigkeiten sind zwar nicht sofort ein Notfall, sollten aber möglichst zeitnah überprüft werden.
Bei starkem Ölverlust oder einer aufleuchtenden Ölwarnlampe besteht dagegen die Gefahr schwerer Motorschäden. Verliert das Auto nur geringe Mengen Öl und bleibt der Ölstand im normalen Bereich, ist eine kurze Weiterfahrt zur Werkstatt meist möglich.
Trotzdem sollte der Ölstand regelmäßig kontrolliert werden. Selbst kleine Undichtigkeiten können sich innerhalb kurzer Zeit verschlimmern.
Anders sieht es aus, wenn sich größere Ölflecken unter dem Fahrzeug bilden oder der Ölstand deutlich sinkt. In diesem Fall verliert der Motor möglicherweise mehr Schmierstoff, als zunächst erkennbar ist. Wird zu wenig Motoröl gefördert, können Lager, Kolben und andere Bauteile innerhalb kurzer Zeit beschädigt werden.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn zusätzlich die rote Ölwarnlampe aufleuchtet. Sie weist häufig auf einen kritischen Öldruck oder einen zu niedrigen Ölstand hin. Wer in dieser Situation weiterfährt, riskiert einen kapitalen Motorschaden. Das Fahrzeug sollte möglichst sofort an einem sicheren Ort abgestellt und der Ölstand überprüft werden.
Neben möglichen Motorschäden birgt Ölverlust noch ein weiteres Risiko: Tropft Öl auf heiße Motorteile oder die Abgasanlage, kann Rauch entstehen. In seltenen Fällen besteht sogar Brandgefahr. Gelangt Öl auf die Fahrbahn, kann dies außerdem andere Verkehrsteilnehmer gefährden und zu Problemen bei der Hauptuntersuchung führen.

Wann darf man mit Ölverlust noch weiterfahren?

Wann darf man mit Ölverlust noch weiterfahren?
Leichte Ölfeuchte ohne Ölflecken
Meist ja, zeitnah prüfen lassen
Kleiner Ölfleck unter dem Auto
Kurzfristig möglich, Werkstatt aufsuchen
Deutlich sinkender Ölstand
Nur eingeschränkt und mit Kontrolle
Starke Tropfenbildung
Möglichst nicht weiterfahren
Ölwarnlampe leuchtet
Sofort anhalten
Rauchentwicklung durch austretendes Öl
Fahrzeug prüfen lassen

Was tun, wenn das Auto Öl verliert?

Wer einen Ölverlust feststellt, sollte zunächst den Ölstand kontrollieren. Liegt dieser unter der Mindestmarkierung, muss Motoröl nachgefüllt werden. Anschließend sollte die Ursache möglichst schnell ermittelt werden. Je früher eine Undichtigkeit erkannt wird, desto geringer fallen die Reparaturkosten meist aus.
Lässt sich ein leichter Ölverlust nicht sofort beheben, können spezielle Ölauffangmatten oder Auffangwannen aus dem Kfz-Zubehör helfen. Sie verhindern, dass austretendes Öl den Stellplatz verschmutzt oder ins Erdreich gelangt. Eine Reparatur ersetzen solche Hilfsmittel jedoch nicht, sondern dienen lediglich als vorübergehende Lösung.
Wichtig: Nachgefülltes Motoröl beseitigt nicht die Ursache. Es verhindert lediglich, dass der Ölstand kurzfristig kritisch absinkt. Die eigentliche Undichtigkeit muss weiterhin behoben werden.
Zwischenfazit: Mit einem leichten Ölverlust ist eine kurze Weiterfahrt oft möglich. Bei starkem Ölverlust, deutlich sinkendem Ölstand, Rauchentwicklung oder einer leuchtenden Ölwarnlampe sollte das Fahrzeug jedoch nicht weiter betrieben werden, um teure Folgeschäden am Motor zu vermeiden.

Wo verliert das Auto Öl? Die häufigsten Ursachen im Überblick

Wenn das Auto Öl verliert, stellt sich die Frage: Woher kommt das Öl eigentlich? Die Ursache lässt sich oft bereits anhand der Position des Ölflecks oder der betroffenen Bauteile eingrenzen. Besonders häufig sind undichte Dichtungen, poröse Schläuche oder altersbedingter Verschleiß verantwortlich. Grundsätzlich gilt: Je älter ein Fahrzeug wird, desto höher ist das Risiko für Undichtigkeiten. Hitze, Temperaturschwankungen und Materialalterung setzen Dichtungen und Leitungen über Jahre hinweg zu.

Ventildeckeldichtung undicht

Die Ventildeckeldichtung gehört zu den häufigsten Ursachen für Ölverlust. Sie dichtet den oberen Bereich des Motors ab und ist dauerhaft hohen Temperaturen ausgesetzt. Mit zunehmendem Alter kann das Material verhärten und undicht werden. Typische Anzeichen sind Ölspuren am oberen Motorbereich, Ölgeruch sowie Öl, das auf heiße Motorteile tropft. Die Reparatur ist meist vergleichsweise unkompliziert und gehört oft zu den günstigeren Ursachen für Ölverlust.

Ölwannendichtung defekt

Auch die Ölwannendichtung zählt zu den klassischen Schwachstellen. Da sich die Ölwanne an der Unterseite des Motors befindet, macht sich eine Undichtigkeit häufig durch Ölflecken unter dem Fahrzeug bemerkbar. Beschädigungen durch Bordsteinkontakt, Steinschläge oder Korrosion können die Dichtung zusätzlich belasten. Oft ist die Undichtigkeit erst auf einer Hebebühne eindeutig erkennbar.
Chevrolet Camaro 3.6
Ölverlust kann an mehrere Stellen auftreten, wie bei diesem Chevrolet Camaro. Im Bereich der Ölwanne ist bereits Tropfenbildung erkennbar, damit ist die HU-Prüfung in Gefahr. Gerade wenn unterschiedliche Leckagen für den Ölverlust verantwortlich sind, wird die Reparatur meist teuer. Doch das Öl kann auch an nur einer Stelle austreten, sich durch den Fahrtwind verteilen und so mehrere Stellen am Unterboden verölen.
Bild: Thomas Ruddies

Ölfilter oder Ölfiltergehäuse undicht

Nach einem Ölwechsel treten Undichtigkeiten nicht selten am Ölfilter oder dessen Gehäuse auf. Häufige Ursachen sind eine beschädigte Dichtung, ein falsch montierter Filter oder altersbedingte Materialermüdung. Auch am Ölfiltergehäuse können mit zunehmendem Fahrzeugalter Undichtigkeiten auftreten. Da sich das austretende Öl häufig im Motorraum verteilt, lässt sich die genaue Austrittsstelle oft nur nach einer gründlichen Reinigung erkennen.

Kurbelwellensimmerring undicht

Der Kurbelwellensimmerring dichtet die Kurbelwelle gegenüber dem Motorblock ab. Wird er undicht, tritt Öl häufig im Übergangsbereich zwischen Motor und Getriebe aus. Eine eindeutige Diagnose ist jedoch meist erst nach einer Sichtprüfung auf der Hebebühne möglich.
Volvo V60
Bei einem Defekt des Wellendichtrings (Simmering) wie bei diesem Volvo wird eine Reparatur oft teurer. Für den Tausch eines solchen Dichtringes können aufwendige Arbeiten anstehen.
Bild: Dekra

Turbolader verliert Öl

Bei aufgeladenen Benzin- und Dieselmotoren kann auch der Turbolader für Ölverlust verantwortlich sein. Verschleißen die Dichtungen im Inneren, gelangt Öl in den Ansaug- oder Abgastrakt. Mögliche Anzeichen sind ein erhöhter Ölverbrauch, bläulicher Rauch aus dem Auspuff oder Ölspuren im Bereich der Ladeluftschläuche. Da Turbolader hohen Belastungen ausgesetzt sind, tritt dieses Problem vor allem bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung auf.
Turbolader
Turbolader werden zur Schmierung der Welle mit Motoröl versorgt. Der Anschluss mindestens einer Leitung ist bei diesem Lader undicht.
Bild: Ralf Timm / Auto Bild

Zylinderkopfdichtung defekt

Häufig macht sich eine defekte Zylinderkopfdichtung eher durch Ölverbrauch, Kühlmittelverlust oder eine Vermischung von Öl und Kühlmittel bemerkbar als durch einen klassischen Ölfleck unter dem Fahrzeug.

Getriebeölverlust

Nicht jeder Ölfleck unter dem Auto stammt vom Motor. Auch das Getriebe kann Öl verlieren. Ursache sind häufig undichte Wellendichtringe, beschädigte Dichtungen oder poröse Leitungen. Getriebeöl unterscheidet sich oft in Farbe und Geruch von Motoröl. Zudem befinden sich die Flecken häufig weiter mittig unter dem Fahrzeug. Sinkt der Getriebeölstand zu stark ab, drohen Schaltprobleme und schwere Getriebeschäden.
Die häufigste Ursache für Ölverlust sind undichte Dichtungen. Besonders Ventildeckeldichtungen, Ölwannendichtungen und Ölfiltergehäuse verursachen einen großen Teil aller Undichtigkeiten. Dennoch sollte jeder Ölverlust individuell geprüft werden, da die tatsächliche Ursache von Fahrzeugtyp, Laufleistung und Motorbauart abhängt.
Kia Stonic
Bei quer eingebauten Motoren (hier Kia Stonic) liegt das Getriebe seitlich neben dem Motor (Aggregat im Bild rechts neben dem blauen Ölfilter). Hier ist auf den ersten Blick alles trocken.
Bild: DEKRA

Ölfleck unter dem Auto: Welche Flüssigkeit ist ausgelaufen?

Nicht jede Flüssigkeit unter dem Fahrzeug ist automatisch Motoröl. Tatsächlich werden austretende Betriebsstoffe häufig verwechselt. Wer die Unterschiede kennt, kann die Ursache eines Flecks oft bereits grob eingrenzen und die weitere Diagnose erleichtern. Farbe, Geruch und die Position des Flecks liefern dabei wichtige Hinweise.
Eine eindeutige Diagnose ist zwar meist erst in der Werkstatt möglich, dennoch lassen sich viele Flüssigkeiten schon mit einer einfachen Sichtprüfung unterscheiden.

Motoröl

Motoröl ist die Flüssigkeit, an die die meisten Autofahrer bei einem Ölfleck zunächst denken. Frisches Motoröl hat meist eine goldbraune bis bernsteinfarbene Farbe. Mit zunehmender Laufleistung wird es dunkler und kann schließlich dunkelbraun bis schwarz erscheinen. Verliert der Motor Öl, befinden sich die Flecken häufig im Bereich des Motors oder unter dem Vorderwagen. Zusätzlich können ein sinkender Ölstand, Ölgeruch oder Ölspuren im Motorraum auftreten.

Getriebeöl

Auch Getriebeöl kann auslaufen und wird häufig mit Motoröl verwechselt. Je nach Fahrzeug und Getriebetyp ist es oft gelblich, rötlich oder hellbraun gefärbt. Der Geruch unterscheidet sich meist deutlich von Motoröl und wird häufig als stechender beschrieben. Ein Hinweis kann die Position des Flecks sein. Da sich das Getriebe meist hinter dem Motor befindet, treten die Spuren häufig weiter mittig unter dem Fahrzeug auf.

Bremsflüssigkeit

Bremsflüssigkeit ist in der Regel hellgelb bis nahezu farblos. Sie fühlt sich weniger schmierig an als Motor- oder Getriebeöl und greift Lackoberflächen an. Tritt Bremsflüssigkeit aus, besteht unmittelbarer Handlungsbedarf. Bereits kleine Undichtigkeiten können die Bremsleistung beeinträchtigen. Deshalb sollte das Fahrzeug möglichst zeitnah überprüft werden.

Servolenkungsöl

Bei Fahrzeugen mit hydraulischer Servolenkung kann auch Servolenkungsöl austreten. Die Flüssigkeit ähnelt je nach Fahrzeug teilweise Getriebeöl und erscheint oft rötlich oder gelblich. Undichtigkeiten machen sich häufig im Bereich der Vorderachse oder rund um die Lenkung bemerkbar. Moderne Fahrzeuge mit elektrischer Servolenkung besitzen dieses Hydrauliksystem allerdings häufig nicht mehr.

Kühlmittel

Kühlmittel wird oft mit Öl verwechselt, obwohl es deutlich andere Eigenschaften besitzt. Je nach Hersteller und Fahrzeugtyp kann es grün, rot, blau, violett oder gelb gefärbt sein. Typisch ist ein leicht süßlicher Geruch. Kühlmittelflecken treten meist im Bereich des Kühlsystems auf und hinterlassen nach dem Trocknen häufig farbige Rückstände.

Kondenswasser der Klimaanlage

Vor allem im Sommer bildet die Klimaanlage regelmäßig Kondenswasser. Viele Autofahrer halten die farblose Flüssigkeit zunächst für einen Defekt. Kondenswasser ist jedoch vollkommen normal. Die Flüssigkeit ist klar, geruchlos und fühlt sich nicht ölig an. In diesem Fall besteht kein Grund zur Sorge.

Flüssigkeiten unter dem Auto im Vergleich

Flüssigkeiten unter dem Auto im Vergleich
Motoröl
braun bis schwarz
ölig, schmieriger Film
Getriebeöl
gelblich bis rötlich
oft stechender Geruch
Bremsflüssigkeit
hellgelb bis klar
weniger schmierig, lackschädigend
Servolenkungsöl
gelblich bis rötlich
ähnlich Getriebeöl
Kühlmittel
grün, rot, blau oder gelb
süßlicher Geruch
Kondenswasser
farblos
nicht ölig, geruchlos
Nicht jeder Fleck unter dem Auto bedeutet also automatisch, dass der Motor Öl verliert. Erst die Kombination aus Farbe, Geruch, Position des Flecks und weiteren Symptomen ermöglicht eine erste Einschätzung der Ursache.

Ölverlust oder Ölverbrauch – wo liegt der Unterschied?

Viele Autofahrer stellen fest, dass der Ölstand sinkt und gehen automatisch von einem Ölverlust aus. Tatsächlich muss das aber nicht immer der Fall sein. Neben einer Undichtigkeit kann auch ein erhöhter Ölverbrauch dafür verantwortlich sein, dass regelmäßig Motoröl nachgefüllt werden muss. Der entscheidende Unterschied: Beim Ölverlust tritt das Öl aus dem Motor oder einem anderen Bauteil aus. Beim Ölverbrauch wird das Öl dagegen im Motor mitverbrannt. Für den Fahrer sehen beide Probleme zunächst ähnlich aus, weil in beiden Fällen der Ölstand sinkt.
Bei einem Ölverlust zeigen sich häufig äußere Anzeichen. Dazu gehören Ölflecken unter dem Auto, Ölspuren im Motorraum oder ein ölverschmierter Unterboden. Die Ursache liegt meist in einer undichten Dichtung, einem beschädigten Schlauch oder einem anderen Leck im Ölkreislauf.
Ein erhöhter Ölverbrauch bleibt dagegen oft lange unbemerkt. Unter dem Fahrzeug sind meist keine Ölflecken zu sehen. Stattdessen sinkt der Ölstand kontinuierlich, obwohl äußerlich keine Undichtigkeit erkennbar ist. In manchen Fällen tritt zusätzlich bläulicher Rauch aus dem Auspuff auf, weil Motoröl in den Verbrennungsraum gelangt und dort mitverbrannt wird.
Vor allem bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung kann ein gewisser Ölverbrauch normal sein. Hersteller geben häufig Grenzwerte an, innerhalb derer ein Ölverbrauch technisch noch zulässig ist. Wird jedoch deutlich mehr Öl benötigt als früher oder steigt der Verbrauch plötzlich an, sollte die Ursache überprüft werden.
Kontrolle des Ölstandes
Ein erhöhter Ölverbrauch bleibt oft lange unbemerkt. Unter dem Fahrzeug sind meist keine Ölflecken zu sehen. Da hilft nur die Kontrolle des Ölstands. Kritisch: wenn Kraftstoff in den Ölkreislauf gerät (etwa durch häufige Kurzstrecken), fällt Ölverlust nicht durch den sinkenden Stand am Peilstab auf.
Bild: Hans-Joachim Mau

Kann beides gleichzeitig auftreten?

Ja. Gerade bei älteren Fahrzeugen können Ölverlust und Ölverbrauch gleichzeitig auftreten. In diesem Fall sinkt der Ölstand besonders schnell. Die Diagnose wird dadurch oft erschwert, weil sowohl eine äußere Undichtigkeit als auch ein technischer Defekt im Motor vorliegen können.
Wer regelmäßig Motoröl nachfüllen muss, sollte deshalb nicht automatisch von einem Ölverbrauch ausgehen. Zunächst sollte geprüft werden, ob das Auto Öl verliert und sich möglicherweise Ölspuren am Motor oder unter dem Fahrzeug befinden.
Zusammengefasst: Ein sinkender Ölstand bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Auto Öl verliert. Während Ölverlust durch austretendes Öl verursacht wird, entsteht Ölverbrauch durch die Verbrennung von Motoröl im Motor. Die Unterscheidung ist wichtig, weil beide Probleme unterschiedliche Ursachen haben und Reparaturmaßnahmen erfordern.

Ölverlust nach dem Ölwechsel: häufige Ursachen

Auch nach einem Ölwechsel kann ein deutlicher Ölverlust auftreten. Häufig liegt die Ursache im Bereich der zuletzt durchgeführten Wartungsarbeiten. Deshalb sollte ein neuer Ölfleck unter dem Auto nach einem Ölwechsel besonders aufmerksam geprüft werden.

Ölfilter nicht korrekt montiert

Eine der möglichen Ursachen ist ein nicht korrekt montierter Ölfilter. Wird der Filter zu locker oder schief eingesetzt, kann Motoröl austreten. Solche Probleme treten vor allem nach selbst durchgeführten Ölwechseln auf, können aber auch nach einer Werkstattwartung nicht vollständig ausgeschlossen werden.
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Ist der Ölfilter falsch montiert, kann Motoröl austreten. Teilweise besitzt auch das Gehäuse des Ölfilter, das an mit dem Motorblock verbunden ist, eigene Dichtungen, die mit der Zeit durchlässig werden. In solchen Fällen lässt sich der Ölverlust oft einfach und günstig beseitigen.
Bild: Ralf Timm

Dichtung des Ölfilters beschädigt

Jeder neue Ölfilter verfügt bereits über eine eigene Dichtung. Bleibt die alte Dichtung beim Ausbau am Motorblock haften oder wird die neue Dichtung beim Einbau beschädigt, kann Motoröl austreten. Besonders problematisch ist eine versehentlich doppelt montierte Dichtung, bei der die alte Dichtung am Motor verbleibt und der neue Filter darüber geschraubt wird.

Undichte Ölablassschraube

Nach dem Ölwechsel wird die Ölablassschraube wieder eingesetzt und üblicherweise mit einer neuen Dichtung versehen. Wird die Dichtung nicht erneuert, beschädigt oder die Schraube nicht korrekt angezogen, kann Motoröl im Bereich der Ölwanne austreten. Häufig zeigen sich dann frische Ölspuren an der Unterseite des Motors.

Zu viel Motoröl eingefüllt

Auch eine Überfüllung kann Probleme verursachen. Befindet sich deutlich zu viel Öl im Motor, steigt der Druck im Kurbelgehäuse an. Dadurch können Undichtigkeiten begünstigt werden oder bereits vorhandene Schwachstellen stärker auffallen.

Bereits vorhandene Undichtigkeit

Nicht jeder Ölverlust, der nach einem Ölwechsel auffällt, wurde durch die Wartung verursacht. Frisches Motoröl kann alte Ablagerungen lösen und bereits vorhandene Undichtigkeiten sichtbarer machen. In manchen Fällen fällt eine defekte Dichtung deshalb erst kurz nach einem Ölwechsel auf.

Was tun, wenn das Auto nach dem Ölwechsel Öl verliert?

Wer kurz nach einem Ölwechsel einen Ölfleck unter dem Auto entdeckt, sollte zunächst den Ölstand kontrollieren. Anschließend empfiehlt sich eine Sichtprüfung im Bereich des Ölfilters und der Ölablassschraube. Wurde der Ölwechsel in einer Werkstatt durchgeführt, sollte der Betrieb zeitnah informiert werden.
Wichtig: Tritt der Ölverlust unmittelbar nach der Wartung auf, sollte nicht vorschnell von einem Motorschaden ausgegangen werden. Häufig lassen sich die Ursachen mit vergleichsweise geringem Aufwand beheben. Nicht jeder Ölverlust nach einem Ölwechsel ist also ein Zeichen für einen schweren Defekt. Dennoch sollte die Ursache möglichst zeitnah geklärt werden, damit aus einer kleinen Undichtigkeit kein größerer Schaden entsteht.

Ölverlust beim TÜV: Wann gibt es keine Plakette mehr?

Viele Autofahrer entdecken einen Ölverlust erst kurz vor der Hauptuntersuchung. Deshalb fragen sie sich, ob ihr Fahrzeug damit durch den TÜV kommt. Die Antwort hängt davon ab, wie stark die Undichtigkeit ausgeprägt ist. Nicht jede Ölspur führt automatisch zum Nichtbestehen der Hauptuntersuchung.
Entscheidend ist, ob lediglich eine leichte Ölfeuchte vorliegt oder tatsächlich Öl austritt und auf die Fahrbahn gelangen kann. Prüfer bewerten dabei unter anderem das Ausmaß der Undichtigkeit sowie mögliche Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und den Umweltschutz.

Leichte Ölfeuchte

Bei älteren Fahrzeugen finden Prüfer gelegentlich leicht feuchte Motor- oder Getriebebereiche vor. Solange kein Öl abtropft und keine Umweltgefährdung besteht, führt dies häufig noch nicht zum Nichtbestehen der Hauptuntersuchung. Der Prüfer wird jedoch in der Regel auf die Undichtigkeit im Prüfbericht hinweisen.

Öltropfen am Fahrzeug

Bilden sich bereits Tropfen an Motor, Getriebe oder Unterboden, wird die Situation kritischer. In solchen Fällen wird die Undichtigkeit als erheblicher Mangel eingestuft. Die Plakette wird dann in der Regel erst nach erfolgreicher Reparatur und Nachprüfung erteilt.

Starker Ölverlust

Tritt Öl sichtbar aus und gelangt auf Fahrbahn oder Unterboden, sind die Chancen auf eine erfolgreiche Hauptuntersuchung gering. Neben möglichen Umweltschäden kann auch die Verkehrssicherheit beeinträchtigt werden. In solchen Fällen wird die Plakette meist verweigert, bis der Mangel behoben wurde.

Vor dem TÜV-Termin Ölverlust prüfen lassen

Wer vor der Hauptuntersuchung Ölflecken unter dem Auto, einen ölverschmierten Unterboden oder einen sinkenden Ölstand bemerkt, sollte der Ursache möglichst vor dem TÜV-Termin nachgehen. Denn während manche Undichtigkeiten mit überschaubarem Aufwand behoben werden können, sind andere Reparaturen deutlich aufwendiger und entsprechend teuer.
Die endgültige Bewertung erfolgt immer durch den jeweiligen Prüfer am konkreten Fahrzeug. Ob ein Ölverlust als geringer, erheblicher oder schwerwiegender Mangel eingestuft wird, hängt vom tatsächlichen Zustand des Fahrzeugs und dem Ausmaß der Undichtigkeit ab.
Zwischenfazit: Leichte Ölfeuchte führt nicht automatisch zum Nichtbestehen der Hauptuntersuchung. Bei sichtbarer Tropfenbildung oder starkem Ölverlust steigt jedoch das Risiko deutlich, dass die Plakette verweigert wird.

Was kostet die Reparatur von Ölverlust?

Die Kosten für die Beseitigung von Ölverlust hängen vor allem von der Ursache und dem erforderlichen Arbeitsaufwand ab. Während sich manche Undichtigkeiten mit überschaubarem Aufwand beheben lassen, erfordern andere Reparaturen umfangreiche Demontagearbeiten. Deshalb können die Kosten je nach Fahrzeug und Schadenbild deutlich variieren.

Typische Reparaturkosten bei Ölverlust

Typische Reparaturkosten bei Ölverlust
Ventildeckeldichtung
ca. 100 bis 400 Euro
Ölwannendichtung
ca. 150 bis 700 Euro
Ölfiltergehäuse
ca. 150 bis 600 Euro
Kurbelwellensimmerring
ca. 500 bis 1500 Euro
Turbolader
ca. 1000 bis 3000 Euro
Zylinderkopfdichtung
ca. 1000 bis 4000 Euro
Die günstigsten Reparaturen betreffen meist Dichtungen im oberen Motorbereich. Deutlich teurer wird es, wenn für die Reparatur größere Bauteile demontiert oder das Getriebe ausgebaut werden müssen. Deshalb verursacht beispielsweise ein undichter Kurbelwellensimmerring häufig höhere Kosten als eine defekte Ventildeckeldichtung.

Warum unterscheiden sich die Kosten so stark?

Die tatsächlichen Reparaturkosten hängen von mehreren Faktoren ab. Neben dem Fahrzeugmodell spielen vor allem die Lage der Undichtigkeit, der Arbeitsaufwand und die regionalen Werkstattpreise eine Rolle. Auch zwischen freien Werkstätten und Vertragswerkstätten können erhebliche Preisunterschiede bestehen.
Zusätzlich kann sich eine zunächst kleine Undichtigkeit im Laufe der Zeit verschlimmern. Wer einen Ölverlust frühzeitig beheben lässt, spart deshalb oft Geld und vermeidet Folgeschäden.

Wann wird Ölverlust richtig teuer?

Nicht jede Undichtigkeit lässt sich mit dem Austausch einer Dichtung beheben. Werden Probleme über längere Zeit ignoriert oder zu spät erkannt, können weitere Schäden entstehen. In seltenen Fällen sind dann auch aufwendige Reparaturen an Motor oder Zylinderkopfdichtung erforderlich. Die Kosten können dabei schnell mehrere Tausend Euro betragen.
Fazit: Die Reparaturkosten bei Ölverlust reichen von wenigen Hundert Euro für kleinere Dichtungsarbeiten bis zu mehreren Tausend Euro bei größeren Schäden. Eine frühe Diagnose hilft oft, hohe Folgekosten zu vermeiden.

So lässt sich Ölverlust vermeiden

Nicht jeder Ölverlust lässt sich verhindern. Viele Undichtigkeiten entstehen durch normalen Verschleiß und die Alterung von Dichtungen oder Schläuchen. Mit regelmäßiger Wartung und einigen einfachen Kontrollen lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren.

Lange Standzeiten vermeiden

Wer sein Auto über Wochen oder Monate stehen lässt, riskiert Undichtigkeiten an Dichtungen und Wellendichtringen. Gerade Oldtimer, Cabrios oder Wohnmobile sollten deshalb regelmäßig bewegt werden. Schon eine gelegentliche Fahrt hilft, Dichtungen geschmeidig zu halten und den Ölkreislauf in Betrieb zu halten.
Bei Saisonfahrzeugen und selten genutzten Zweitwagen empfiehlt sich alle drei bis vier Wochen eine längere Fahrt. Dadurch bleiben Dichtungen geschmeidig, und mögliche Undichtigkeiten fallen früher auf.

Das richtige Motoröl verwenden

Grundsätzlich sollte immer ein Motoröl mit den vom Hersteller vorgeschriebenen Freigaben verwendet werden. Bei älteren Fahrzeugen mit hoher Laufleistung können spezialisierte Werkstätten jedoch oft aus Erfahrung beurteilen, ob eine andere Viskosität sinnvoll ist. Deshalb lohnt sich im Zweifel eine fachkundige Beratung.

Wartungsintervalle einhalten

Regelmäßige Inspektionen helfen dabei, verschlissene Dichtungen, poröse Schläuche und andere Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. So lassen sich viele Undichtigkeiten beheben, bevor teure Folgeschäden entstehen.

Ölstand regelmäßig kontrollieren

Eine regelmäßige Kontrolle des Ölstands gehört zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen. Sinkt der Ölstand ungewöhnlich schnell, kann dies auf eine Undichtigkeit oder einen erhöhten Ölverbrauch hinweisen. Wer Veränderungen früh bemerkt, kann größere Schäden oft vermeiden.

Auf Ölflecken achten

Ölflecken auf dem Parkplatz oder in der Garage sind häufig die ersten sichtbaren Anzeichen eines Problems. Deshalb lohnt sich gelegentlich ein Blick unter das Fahrzeug. Auch kleine Flecken sollten nicht dauerhaft ignoriert werden.

Motorraum gelegentlich kontrollieren

Auch eine Sichtprüfung unter der Motorhaube kann hilfreich sein. Feuchte Stellen, frische Ölspuren oder verschmutzte Bauteile können erste Hinweise auf beginnende Undichtigkeiten liefern.

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick
Lange Standzeiten vermeiden
Regelmäßige Fahrten halten Dichtungen geschmeidig
Richtiges Motoröl verwenden
Optimale Schmierung und geringerer Verschleiß
Wartungsintervalle einhalten
Verschleiß rechtzeitig erkennen
Motorraum kontrollieren
Ölspuren früh bemerken
Mängel zeitnah beheben
Folgeschäden vermeiden
Auf Ölflecken achten
Undichtigkeiten schneller entdecken
Ölstand regelmäßig prüfen
Frühzeitige Erkennung von Problemen
Ölviskosität im Alter in Absprache mit Experten anpassen
Kann Undichtigkeiten bei älteren Motoren reduzieren
Ölverlust lässt sich nicht immer verhindern. Regelmäßige Kontrollen und eine sorgfältige Wartung helfen jedoch dabei, viele Undichtigkeiten frühzeitig zu erkennen und größere Schäden zu vermeiden. Wer auf Warnzeichen achtet, spart oft hohe Reparaturkosten und erhöht die Lebensdauer seines Motors.

Die häufigsten Fragen zum Ölverlust

Wie gefährlich ist Ölverlust am Auto?

Das hängt vom Ausmaß der Undichtigkeit ab. Während kleine Ölverluste oft noch keine unmittelbare Gefahr darstellen, kann starker Ölverlust zu einer unzureichenden Motorschmierung und damit zu schweren Motorschäden führen.

Kann ein Auto wegen Ölverlust liegen bleiben?

Ja. Sinkt der Ölstand zu stark ab, kann der Motor nicht mehr ausreichend geschmiert werden. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Motorschaden oder einem Ausfall während der Fahrt.

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Motoröl und Getriebeöl?

Motoröl ist meist dunkelbraun bis schwarz und befindet sich häufig im Bereich des Motors. Getriebeöl ist je nach Fahrzeug oft heller oder rötlich gefärbt und tritt meist weiter mittig unter dem Fahrzeug aus.

Wie schnell sollte Ölverlust repariert werden?

Je früher eine Undichtigkeit behoben wird, desto geringer ist das Risiko für Folgeschäden. Besonders bei sichtbarer Tropfenbildung oder sinkendem Ölstand sollte die Ursache zeitnah überprüft werden.

Ist Ölverlust bei älteren Autos normal?

Leichte Ölfeuchtigkeit kommt bei älteren Fahrzeugen häufiger vor als bei Neuwagen. Sichtbarer Ölverlust oder Tropfenbildung sollten jedoch unabhängig vom Fahrzeugalter überprüft werden.

Kann ich bei Ölverlust einfach Öl nachfüllen?

Nachfüllen kann verhindern, dass der Ölstand kurzfristig zu stark absinkt. Die Ursache des Ölverlusts wird dadurch jedoch nicht beseitigt. Eine Undichtigkeit sollte deshalb weiterhin überprüft und repariert werden.

Wie viel Ölverlust ist normal?

Ein Fahrzeug sollte grundsätzlich kein Motoröl verlieren. Leichte Ölfeuchtigkeit an älteren Motoren kommt zwar vor, sichtbare Ölflecken oder Tropfenbildung gelten jedoch nicht als normal.

Warum verliert mein Auto nur im Stand Öl?

Im Stand sammeln sich austretende Flüssigkeiten direkt unter dem Fahrzeug und werden dadurch leichter sichtbar. Während der Fahrt verteilt sich das Öl häufig am Unterboden oder wird durch den Fahrtwind verdrängt.

Fazit

von AUTO BILD
Wer einen Ölfleck unter dem Auto entdeckt, sollte die Ursache möglichst schnell klären lassen. Oft steckt nur eine undichte Dichtung dahinter. Wird Ölverlust jedoch ignoriert, drohen teure Folgeschäden bis hin zum Motorschaden. Besonders bei sinkendem Ölstand, Rauchentwicklung oder einer leuchtenden Ölwarnlampe ist schnelles Handeln gefragt.