Ölwechsel beim Auto: Kosten, Intervalle, Fehler, Anleitung
Ölwechsel: Warum frisches Öl über Leben und Tod des Motors entscheidet

Der regelmäßige Ölwechsel ist wichtig für die Lebensdauer des Motors. Doch wie oft sollte er vorgenommen werden? Was kostet ein Ölwechsel? Und kann man ihn selbst machen? AUTO BILD hat alle wichtigen Infos rund um das Thema Ölwechsel!
Bild: Ralf Timm / Auto Bild
- André Theophil
Inhaltsverzeichnis
- Warum ein Ölwechsel wichtig ist
- Wann ist ein Ölwechsel fällig?
- Welches Motoröl braucht mein Auto?
- Ölwechsel selbst machen oder in der Werkstatt?
- Synthetiköl oder Mineralöl?
- Wie viel Öl wird bei einem Ölwechsel benötigt?
- Ölwechsel selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Tipp: Ölfilter nicht vergessen
- Typische Fehler beim Ölwechsel
- Kosten und Zeitaufwand
- Häufige Fragen (FAQ)
Ein regelmäßiger Ölwechsel ist eine der wichtigsten Wartungsarbeiten am Auto, weil Motoröl viele entscheidende Funktionen übernimmt. Es schmiert bewegliche Teile, reduziert Reibung, schützt vor Verschleiß, kühlt den Motor und bindet Schmutzpartikel, die anschließend über den Filter entfernt werden.
Mit der Zeit verliert Öl jedoch seine Schutzwirkung. Hitze, Kälte, Kurzstrecken und Verunreinigungen verändern die Zusammensetzung und können zu Ablagerungen, höherem Verbrauch und langfristigen Schäden führen. Dazu kommt, dass moderne Motoren immer enger toleriert sind und auf ein Öl angewiesen sind, das exakt zu den Herstellervorgaben passt. Die richtige Viskosität wie etwa 5W40 zeigt an, wie flüssig das Öl bei Kälte und bei betriebswarmem Motor bleibt und ist entscheidend für einen sicheren Betrieb.
Die Kosten eines Ölwechsels reichen von weniger als 50 Euro, wenn man den Ölwechsel selbst durchführt, über rund 80 bis 150 Euro in freien Werkstätten oder Ölwechselstationen, bis hin zu etwa 350 Euro bei großen Motoren, wenn der Ölwechsel in einer Vertragswerkstatt durchgeführt wird.
Motoröl übernimmt im Fahrzeug mehrere zentrale Aufgaben: Es schmiert bewegliche Teile, verhindert Reibung und Verschleiß, nimmt Wärme auf und leitet sie ab. Gleichzeitig bindet es Schmutz und Ablagerungen, die über den Filter entfernt werden.
Wird das Öl zu alt oder ist zu wenig vorhanden, verliert der Motor diesen Schutz. Rückstände wie Ruß, Kraftstoff oder Feuchtigkeit können Ölkanäle verengen und feine Bohrungen blockieren. Dadurch wird der Motor ungleichmäßig geschmiert – Verschleiß steigt lange bevor Schäden sichtbar werden. Die Folgen reichen von erhöhtem Abrieb bis zu ernsthaften Defekten an Turbolader, Steuerkette, Nockenwelle oder Kurbeltrieb. Im Extremfall droht ein kapitaler Motorschaden.
Mit zunehmender Laufzeit altern alle Öle: Additive für Reinigung, Verschleißschutz und Temperaturstabilität werden abgebaut, das Öl wird dünner und kann Partikel schlechter binden. Das steigert den Abrieb und damit auch mögliche Reparaturkosten. Besonders Kurzstrecken beschleunigen diesen Prozess, weil das Öl nie richtig warm wird und sich Rückstände schneller ansammeln.
AUTO BILD empfiehlt, den Ölwechsel mindestens einmal pro Jahr durchzuführen. Liegt die Laufleistung höher, richtet man sich nach der Kilometerleistung und den Herstellervorgaben. Wer viele Kurzstrecken fährt, den Motor dadurch stark belastet oder sportlich unterwegs ist, verkürzt das Intervall, auch wenn der Hersteller längere Wechselintervalle erlaubt.
Als idealer Zeitpunkt für den jährlichen Ölwechsel wird meist das Frühjahr oder der Herbst genannt, wenn die Temperaturen wechseln und das Öl am stärksten beansprucht wird. Einige Experten empfehlen jedoch einen Wechsel zur Mitte des Winters, da Kälte, Feuchtigkeit und viele Kurzstrecken das Öl in dieser Zeit besonders belasten. Gleichzeitig kann sich Motoröl durch längere Autobahnfahrten teilweise selbst reinigen, weil hohe Temperaturen Kondenswasser und Kraftstoffreste verdampfen.
Als idealer Zeitpunkt für den jährlichen Ölwechsel wird meist das Frühjahr oder der Herbst genannt, wenn die Temperaturen wechseln und das Öl am stärksten beansprucht wird. Einige Experten empfehlen jedoch einen Wechsel zur Mitte des Winters, da Kälte, Feuchtigkeit und viele Kurzstrecken das Öl in dieser Zeit besonders belasten. Gleichzeitig kann sich Motoröl durch längere Autobahnfahrten teilweise selbst reinigen, weil hohe Temperaturen Kondenswasser und Kraftstoffreste verdampfen.
Fahrzeuge mit Longlife-Intervall passen den Ölwechsel zwar automatisch an die Motorbelastung an, doch das funktioniert nur mit Öl, das die passende Herstellerfreigabe besitzt. Bei häufigen Kurzstrecken oder hoher Last empfiehlt es sich, das Intervall dennoch eigenständig zu verkürzen.
Altes Motoröl erkennt man an dunkler bis schwarzer Farbe, zähflüssiger Konsistenz und sichtbaren Verunreinigungen wie Klumpen, Schwebeteilchen oder Metallspänen. Auch ein brandiger Geruch oder milchige beziehungsweise rosa Verfärbungen – häufig ein Hinweis auf Wasser oder Kühlmittel – zeigen Handlungsbedarf.
Ein häufiger Fehler ist, sich ausschließlich auf die Serviceanzeige zu verlassen. Hersteller unterscheiden bewusst zwischen festen und flexiblen Intervallen, um den Motor optimal zu schützen. Der tatsächliche Ölzustand sollte dennoch immer berücksichtigt werden.
Die Wahl des richtigen Motoröls ist entscheidend für die Lebensdauer und Leistung des Motors. Wichtigstes Kriterium ist die Viskosität, etwa 5W40. Die erste Zahl beschreibt das Fließverhalten bei Kälte – je niedriger, desto schneller ist der Motor beim Start geschmiert. Die zweite Zahl zeigt, wie stabil das Öl bei Betriebstemperatur bleibt: Ein höherer Wert bedeutet einen dickeren, belastbareren Schmierfilm im warmen Motor.
Ebenso wichtig sind Freigaben und Normen der Hersteller. Marken wie VW, Mercedes oder BMW definieren genau, welche Öle für ihre Motoren zugelassen sind. Ein Beispiel ist die VW-Freigabe 504 00 für Longlife-Öle. Sie schreibt vor, welche Eigenschaften ein Öl erfüllen muss, um auch über verlängerte Intervalle stabil zu bleiben und den Motor zuverlässig zu schützen. Das Öl kann von beliebigen Herstellern stammen – entscheidend ist, dass es die entsprechende Freigabe trägt.
Motoröle gibt es synthetisch, teilsynthetisch oder mineralisch. Synthetische Öle bieten den besten Schutz, besonders bei hoher Belastung, vielen Kurzstrecken oder leistungsstarken Motoren. Teilsynthetische Öle sind ein guter Mittelweg, mineralische Varianten eher für ältere Fahrzeuge geeignet.
Für sportliche Fahrer und Turbodiesel können spezielle Hochleistungs- oder Dieselöle sinnvoll sein, da diese Motoren besonders hohe Anforderungen stellen. Auch Hybrid- oder Start-Stopp-Motoren benötigen häufig speziell abgestimmte Öle, um Verschleiß zu minimieren.
Die falsche Ölwahl kann zu schlechter Schmierung, erhöhtem Verschleiß oder sogar Motorschäden führen. Besonders bei modernen Motoren mit im Öl laufendem Zahnriemen ist das exakt vorgegebene Öl entscheidend, denn die Lebensdauer des Riemens hängt direkt von der richtigen Ölsorte ab.
Wichtig: Die genaue Vorgabe bezieht sich dabei nicht nur auf die Viskosität (etwa 5W40). Ein beliebiges 5W40 wird in so einem Fall höchstwahrscheinlich das falsche und damit ein schädliches Öl für den Zahnriemen sein. Das Öl muss eine explizite Freigabe (zum Beispiel OV0401547) für den betreffenden Motor besitzen.
Wichtig: Die genaue Vorgabe bezieht sich dabei nicht nur auf die Viskosität (etwa 5W40). Ein beliebiges 5W40 wird in so einem Fall höchstwahrscheinlich das falsche und damit ein schädliches Öl für den Zahnriemen sein. Das Öl muss eine explizite Freigabe (zum Beispiel OV0401547) für den betreffenden Motor besitzen.
Wer Spaß am Schrauben hat, kann den Ölwechsel selbst durchführen. Dafür benötigt man einen für das jeweilige Auto geeigneten Ölfilterschlüssel, passende Aufsätze für die Ölablassschraube (teilweise Innensechskant), einen Drehmomentschlüssel, einen Auffangbehälter und einen Trichter. Das Fahrzeug muss dabei absolut sicher stehen: Unterstellböcke oder eine Hebebühne sind Pflicht, allein ein Wagenheber genügt nicht für sicheres Arbeiten unter dem Auto. Altöl (und auch frisches Motoröl) darf niemals in die Umwelt gelangen und muss fachgerecht entsorgt werden.
Bequemer und sicherer ist der Ölwechsel in der Werkstatt. Markenbetriebe sind meist teurer, freie Werkstätten günstiger. Beide prüfen zusätzlich Filter, Dichtungen und mögliche Undichtigkeiten. Wechselstationen an Waschanlagen bieten einen guten Kompromiss: oft günstiger, trotzdem mit fachgerechter Altölentsorgung.

Je nach Fahrzeug kann man beim selbst durchgeführten Ölwechsel bis zu 150 Euro sparen.
Bild: Ralf Timm
Bei Gewährleistungs- oder Leasingfahrzeugen ist der Werkstattwechsel häufig vorgeschrieben, um Ansprüche nicht zu verlieren.
Die Kosten liegen beim Selbermachen meist bei 50 bis 80 Euro, in freien Werkstätten bei 60 bis 200 Euro und in Vertragswerkstätten bei 90 bis 350 Euro, abhängig von Ölmenge, Qualität und Arbeitsaufwand. Selbstschrauber sparen zwar Geld, müssen aber Werkzeug, Know-how und die Entsorgung beachten. Werkstätten bieten dagegen Komfort und Sicherheit, besonders bei komplexen oder anfälligen Motoren, etwa solchen mit Zahnriemen, die im Ölbad laufen.
Motoröl-Abkürzungen
SAE-Klasse
Die Angabe 5W-40 auf der Dose kennzeichnet die SAE-Klasse ("Society of Automotive Engineers"). Sie beschreibt die Viskosität. Das ist das Maß für die Fließeigenschaften des Öls. Die vor dem Buchstaben "W" (für Winter) gekennzeichnete Zahl beschreibt die Fließeigenschaften bei Kälte. Je kleiner die Zahl, desto schneller und besser fließt das Öl bei Kälte an die wichtigen Schmierstellen im Motor. Die Zahl ohne "W" beschreibt das Fließverhalten bei einer Temperatur von 100 Grad.
15W-40
Motoröl mit der Viskosität 15W-40 ist die heute übliche Standardqualität. In der Regel für viele ältere Motoren geeignet. Im Winter einsetzbar bis zu einer Temperatur von minus 20 Grad.
10W-40
Diese Öle bieten einen kostengünstigen Einstieg in die Leichtlaufklasse. Sie sind im Winter ohne Probleme bis zu einer Temperatur von minus 25 Grad einsetzbar.
5W-40
Teil- oder vollsynthetisch hergestellt bietet dieses Öl verbesserte Kaltstarteigenschaften im Winter – bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad. Außerdem kann es beim Spritsparen helfen.
0W-40
Vollsynthetisches Motoröl mit niedrigstmöglicher Viskosität bei Kälte – bis minus 35 Grad – und optimaler Schmierfähigkeit im oberen Temperaturbereich.
5W-30
Hochleistungs-Leichtlauföl für Motoren mit langen Ölwechselintervallen. Im Winter nicht zu dick-, im Sommer nicht zu dünnflüssig. Auch für Diesel mit Partikelfilter erhältlich.
Generell wird bei Motorölen primär zwischen mineralischen und synthetischen Ölen unterschieden. Hergestellt werden beide aus Erdöl. Der Unterschied: Dem Mineralöl müssen nachträglich Additive zugesetzt werden, die dessen Eigenschaften verbessern.
Das Synthetiköl wird bereits bei der Herstellung chemisch positiv beeinflusst – die Moleküle werden exakt nach den Vorstellungen der Hersteller zusammengesetzt. Dieser Herstellungsprozess ist aufwendig, weswegen sich der Unterschied zwischen Mineral- und Synthetikölen im Preis bemerkbar macht.
Mineralöle sind deutlich günstiger als Synthetiköle. Dafür sind synthetische Motoröle widerstandsfähiger: Sie zeigen sowohl bei kalten Temperaturen ein besseres Fließverhalten als auch bei hoher Belastung im Motor mehr Widerstandsfähigkeit. Mineralöle erhalten diese Eigenschaften teilweise durch das nachträgliche Hinzufügen der Additive im Herstellungsprozess, deren Wirkung aber im Laufe der Zeit nachlässt. Mineralöle behalten ihre Eigenschaften also nicht so lange wie Synthetiköle.
Ist die Verwendung eines Synthetiköls nicht vorgeschrieben, können bedenkenlos auch Mineralöle verwendet werden. Unter den Synthetikölen finden sich viele Spezial-Öle, wie etwa Low-Ash-Motoröle für Dieselmotoren, die fast aschefrei verbrennen. Oder Leichtlauföle, die beim Spritsparen helfen sollen. Wer sich für ein Synthetiköl entscheidet, sollte aber auch beim Nachfüllen ein Öl dieser Art verwenden.
Die Ölmenge, die bei einem Wechsel eingefüllt werden muss, hängt unter anderem vom Hubraum und der Beschaffenheit des Ölkreislaufs (mit oder ohne Ölkühler) ab. Im Bordhandbuch finden sich in der Regel exakte Angaben zur erforderlichen Menge. Im Schnitt beträgt die Füllmenge bei modernen Motoren zwischen etwa drei und sechs Litern Motoröl. Große Motoren benötigen bei einem Ölwechsel inklusive Filter teilweise mehr als zehn Liter Motoröl. Ein Beispiel: Der Audi A8 W12 6.0 quattro besitzt einen Motorölinhalt von 13 Litern.
- Motor warm fahren. So wird das Öl dünnflüssiger und fließt besser ab, zudem werden Verunreinigungen im Motor gelöst. Das Öl hält die Partikel in der Schwebe, sie werden beim Ölwechsel mit rausgeschwemmt.
- Wagen von unten zugänglich machen. Das kann entweder durch eine Grube unter dem Wagen oder eine Hebebühne geschehen. Ein vorderes Aufbocken ist nicht sinnvoll, da der Wagen waagerecht stehen muss, damit das gesamte alte Öl abfließen kann. Vor der Arbeit unter dem Auto das Fahrzeug entsprechend sichern.
- Öldeckel im Motorraum öffnen, damit im Motor kein Unterdruck entsteht. Wenn nötig, Unterbodenverkleidung unter dem Motor abbauen.
- Auffangbehälter für Altöl unter der Ölauslassschraube der Ölwanne positionieren.
- Öffnen der Ölablassschraube. Dabei mit Handschuhen arbeiten, die das Verbrennungsrisiko minimieren. Achtung: Schon bei leicht herausgedrehter Schraube beginnt das Öl herauszulaufen.
- Ölfilter wechseln. Noch während das Öl abfließt, kann der Ölfilter mit einem Filterschlüssel abgedreht werden. Achtung: Prüfen, ob auch die Gummidichtung des Ölfilters mit entfernt wurde.
- Neue Gummidichtung mit etwas Öl benetzen und einsetzen. Dann den neuen Ölfilter von Hand festschrauben. Er muss zwar fest sitzen, doch mit Gewalt darf er nicht festgezogen werden. Am besten: Herstellervorgaben zum Drehmoment mit geeignetem Drehmomentschlüssel umsetzen.
- Nachdem das Öl abgeflossen ist, wird die Ablassschraube der Ölwanne zusammen mit einer neuen Dichtung wieder festgeschraubt. Hierbei empfiehlt es sich, einen Drehmomentschlüssel zu verwenden.
- Jetzt kann das neue Öl eingefüllt werden. Um die exakte Menge einfüllen zu können, empfiehlt sich die Verwendung eines Messbechers. Wie viel Öl der Motor benötigt, steht im Bordhandbuch des Autos.
- Nach dem Befüllen wird der Öldeckel geschlossen und der Motor gestartet, um das Öl zu verteilen. Nun kann mit dem Ölmessstab kontrolliert werden, ob die korrekte Menge eingefüllt wurde. Im Zweifel muss nachgefüllt oder abgelassen werden.
Dieses Werkzeug wird für den Ölwechsel benötigt
- Ausreichend Motoröl der richtigen Sorte, Spezifikation und Freigabe
- Passender Ölfilter
- Ölfilterschlüssel, Ölfilterspinne oder Ölfilternuss
- Drehmomentschlüssel
- Auffangwanne
- Schraubenschlüssel (Ring- oder Maul – je nach Ölablassschraube und Ölfilter, alternativ: gut sortierter Knarrenkasten)
- Ölkanne oder Trichter
- Werkstatttücher
- Reiniger (z. B. Bremsenreiniger), um eventuelle Ölreste am Motor zu entfernen
- Ölbindemittel (falls etwas danebengeht)
- Kleine Schraubendreher (gut zum Austauschen von alten Dichtringen, wenn man nur eine Ölfilterpatrone hat)
Wichtig: Bei jedem Ölwechsel sollte auch der Ölfilter gewechselt werden. Er filtert Schmutzpartikel und Metallabrieb aus dem Öl und setzt sich mit der Zeit zu. Den Ölfilter unabhängig vom Öl zu wechseln, ist im Umkehrschluss allerdings nicht ratsam, da das nichts daran ändert, dass das Öl altert und sich die enthaltenen Additive abbauen.
Das Altöl muss nach dem Ablassen fachgerecht entsorgt werden. Wer das Öl im Fachhandel gekauft hat, kann das Altöl dort in der Regel kostenfrei abgeben. Ansonsten bleibt nur der Gang zum Wertstoffhof. (Wie man Altöl richtig entsorgt, lesen Sie hier!)
Beim Ölwechsel können verschiedene Fehler entstehen, die den Motorschutz erheblich beeinträchtigen. Häufig wird falsches Öl oder eine falsche Menge verwendet. Wird der Ölfilter nicht mitgewechselt, gelangt das Öl teilweise ungefiltert durch den Motor. Moderne Filter besitzen ein Sicherheitsventil, den sogenannten Bypass: Öffnet er sich etwa bei Kaltstart oder verstopftem Filter, bleibt die Ölversorgung zwar erhalten, allerdings zirkulieren dann Schmutz, Abrieb und Metallpartikel im Motor – der Verschleiß steigt deutlich.
Auch der richtige Ölstand ist entscheidend. Zu wenig Öl führt zu mangelnder Schmierung und Überhitzung und kann im Extremfall einen kapitalen Motorschaden auslösen. Zu viel Öl sorgt für Überdruck im Kurbelgehäuse und kann Schaum bilden. Gelangt das Öl über die Entlüftung oder den Ansaugtrakt in die Brennkammern, drohen Rauchentwicklung, verrußte Zündkerzen, Fehlzündungen oder Schäden an Kolben, Ventilen und Turbolader. Überschüssiges Öl belastet zudem Dichtungen und Lager und begünstigt Undichtigkeiten.
Weitere typische Fehler entstehen, wenn der Ölfilter nicht korrekt angezogen oder der Kupferring an der Ablassschraube nicht erneuert wird. Ein fehlender oder falsch montierter Dichtring kann zum Ölaustritt während der Fahrt führen – mit der Gefahr von Motorschäden und einer rutschigen Schmierfilmspur auf der Straße. Auch die unsachgemäße Entsorgung von Altöl kann rechtliche Konsequenzen haben.
Beim Selbstwechsel ist außerdem unbedingt auf einen sicheren Arbeitsplatz zu achten: Das Fahrzeug muss stabil auf Unterstellböcken stehen, wenn keine Hebebühne vorhanden ist. Das Arbeiten unter einem nur durch einen Wagenheber angehobenen Auto ist lebensgefährlich.
Die Kosten für einen Ölwechsel hängen von Fahrzeugtyp (Aufwand), Werkstatt und dem benötigten Motoröl ab. Freie Werkstätten sind meist günstiger als Markenbetriebe, und wer selbst wechselt, zahlt nur für Öl und Filter und eventuell eine Gebühr für die Hebebühne in der Auto-Selbsthilfe.
Ein Wechsel in der Werkstatt ist bequem und reduziert das Risiko von Fehlern. Mechaniker prüfen zusätzlich Filter, Dichtungen und mögliche Undichtigkeiten. Dank Hebebühne, passendem Werkzeug und Routine geht der eigentliche Wechsel schnell, dennoch dauert der Besuch durch zusätzliche Kontrollen und Serviceeinträge in der Regel etwas länger.
Beim Selbstwechsel nimmt der Vorgang mehr Zeit in Anspruch: Wagenheber oder Unterstellböcke müssen vorbereitet, Unterbodenverkleidungen gelöst und das Altöl anschließend selbst entsorgt werden. Insgesamt benötigt ein erfahrener Selbstschrauber meist rund eine Dreiviertelstunde bis etwa eine Stunde.
Was passiert, wenn ich den Ölwechsel zu lange hinauszögere?
Altes oder verschmutztes Öl verliert seine Schmierfähigkeit. Dadurch steigt der Verschleiß, der Motor kann überhitzen und im Extremfall droht ein kapitaler Motorschaden. Meist leiden Turbolader, Steuerketten, Kettenspanner und Gleitschienen unter altem Öl und verschleißen schneller. Aber auch im Ölbad laufende Zahnriemen zersetzen sich durch altes (und falsches) Motoröl. Bestes Wellnessprogramm für den Motor: Ölwechselintervalle unterbieten!
Altes oder verschmutztes Öl verliert seine Schmierfähigkeit. Dadurch steigt der Verschleiß, der Motor kann überhitzen und im Extremfall droht ein kapitaler Motorschaden. Meist leiden Turbolader, Steuerketten, Kettenspanner und Gleitschienen unter altem Öl und verschleißen schneller. Aber auch im Ölbad laufende Zahnriemen zersetzen sich durch altes (und falsches) Motoröl. Bestes Wellnessprogramm für den Motor: Ölwechselintervalle unterbieten!
Kann ich Öl verschiedener Marken mischen?
Im Notfall ja – vorausgesetzt, die Öle haben die gleiche Viskosität und die entsprechenden Freigaben. Doch Vorsicht, es gibt Motoren, die besonders sensibel auf falsches Öl reagieren. Andere Motoren sind dagegen anspruchsloser. Wenn man also nicht genau weiß, wie der Motor mit dem nicht vorgebenen Öl zurechtkommt, ausschließlich das exakt vorgegebene Öl verwenden. Langfristig sollte ohnehin immer Öl derselben Spezifikation verwendet werden, um die volle Schutzwirkung zu gewährleisten.
Im Notfall ja – vorausgesetzt, die Öle haben die gleiche Viskosität und die entsprechenden Freigaben. Doch Vorsicht, es gibt Motoren, die besonders sensibel auf falsches Öl reagieren. Andere Motoren sind dagegen anspruchsloser. Wenn man also nicht genau weiß, wie der Motor mit dem nicht vorgebenen Öl zurechtkommt, ausschließlich das exakt vorgegebene Öl verwenden. Langfristig sollte ohnehin immer Öl derselben Spezifikation verwendet werden, um die volle Schutzwirkung zu gewährleisten.
Wie viel Öl verbraucht ein Motor normal?
Generell können Motoren bis zu etwa 0,5 Liter auf 1000 Kilometer verbrauchen. Alles darüber sollte von einem Fachmann überprüft werden.
Generell können Motoren bis zu etwa 0,5 Liter auf 1000 Kilometer verbrauchen. Alles darüber sollte von einem Fachmann überprüft werden.
Was tun, wenn zu viel Öl eingefüllt wurde?
Überschüssiges Öl muss umgehend abgelassen werden. Ein zu hoher Ölstand kann Überdruck im Kurbelgehäuse verursachen, Schaum bilden und Öl in die Brennkammern drücken – mit möglichen Folgen wie Rauch, Fehlzündungen oder Schäden an Kolben, Ventilen und Turbolader.
Überschüssiges Öl muss umgehend abgelassen werden. Ein zu hoher Ölstand kann Überdruck im Kurbelgehäuse verursachen, Schaum bilden und Öl in die Brennkammern drücken – mit möglichen Folgen wie Rauch, Fehlzündungen oder Schäden an Kolben, Ventilen und Turbolader.
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