Opel Corsa A Cup (1985): Bilder

Opel Corsa A Cup (1985): Bilder

Opel Corsa A Cup (1985): Rallye, Test, PS, Motor

83 PS reichen locker!

Ein Einstiegsauto für Rallyepiloten, das war der Opel Corsa Cup in den 80er-Jahren. AUTO BILD ist den Rallye-Kleinwagen gefahren – und ist begeistert!
In den 80er-Jahren ermöglichte der Opel Corsa Cup den günstigen Einstieg in den Rallye- und Rundstreckensport – heute nimmt er im Team von Opel Classic an der Bodensee-Klassik teil. AUTO BILD durfte den sympathischen Kleinwagen schon vor der Rallye fahren!

Corsa Cup trotz Rallye-Trimm erstaunlich serienmäßig

Eibach-Federn machen das Corsa-Fahrwerk fit für den Motorsport.

Aus dem Straßenbild sind die 3,1 Millionen gebauten Opel Corsa A größtenteils verschwunden. Doch beim Anblick des 1985 gebauten Cup-Corsa ist die Form sofort wieder vertraut: eckig, zierlich und deutlich kompakter als heutige Kleinwagen, die gegen den ersten Corsa wie Luxusschiffe wirken. Äußerlich macht der Corsa, mit dem sich in den Achtzigern 30 Cup-Teilnehmer auf Rallyepisten und Rundstrecken beweisen konnten, keinen zu krawalligen Aufschlag. Vier Zusatzscheinwerfer an der Front, Aufkleber und die typischen Opel-Motorsport-Farben mit Gelb und Grauabstufungen. Dazu gibt es Schnellverschlüsse auf der Haube, die die Motorabdeckung auch auf Schotterpassagen sicher fixieren. Die zeitgenössisch schlanken 175er Reifen auf 13-Zoll-ATS-Felgen stehen dem Corsa gut und bedeuten tatsächlich eine Aufwertung gegenüber der Serienbereifung (145R13). Ansonsten ist der Rallye-Corsa erstaunlich serienmäßig.

Spartanisch im Innenraum

Mit 1,95 Metern Köperlänge ist es recht beengt im kleinen Opel.

Beim Einstieg in die Fahrgastzelle müssen sich Großgewachsene ordentlich zusammenfalten. Ist man erst mal drin, sitzt es sich auf den weichen Sportsitzen recht bequem. Der Blick fällt auf ein spartanisches Cockpit in modischem Braun. Hartplastik, wohin die Hände greifen. Kein Radio, filigrane Knöpfe, die man automatisch vorsichtig betätigt. Ganz anders als in modernen Autos gibt es hier wahrlich kein Informations-Overkill. Hinterm Lenkrad von links nach rechts: Tacho bis 200 km/h, Warnleuchten für Spannung und Öltemperatur, darunter Kühlwassertemperatur und Tankanzeige, rechts ein Drehzahlmesser mit rotem Bereich bei Sechseinhalb. Das war's. Radio? Nein. Klima? Nein.

83 PS auf 750 Kilogramm – das reicht

Der Überrollkäfig von Matter ist "elephantengeprüft" – das verkündet stolz ein Aufkleber. Na, dann kann ja nichts schiefgehen!

Übrigens fehlt auch die Rücksitzbank, ein Zugeständnis an den Motorsport. Genau wie das geschüsselte Momo-Lenkrad, das leicht schräg steht, sodass die Lenksäule auf die linke Schulter des Fahrers zielt. Wir rollen an. Der kleine Vierzylinder mit 1,3 Litern Hubraum hat dank Irmscher-Tuning ein wenig mehr Leistung als in der Serie. 83 PS sitzen bei 5800 Touren unterm Gaspedal. Die reichen für den Corsa Cup ohne Weiteres aus. Schließlich wiegt der Cup-Renner nur 750 Kilogramm. Der Saugmotor führt einem vor Augen, dass selbst die besten modernen Turbomotoren noch an Spritzigkeit zulegen können. Eine Freude ist, wie der Motor dreht, über das Fünfgang-Getriebe verwaltet man die Kraft. Die Lenkung arbeitet wunderbar direkt, fühlt sich herrlich mechanisch an. Das ist Fahren in seiner reinsten und schönsten Form. Die Höchstgeschwindigkeit von 177 km/h können wir auf dem Opel Werksgelände zwar nicht auskosten, aber bei einem Rallye-Auto kommt es ja eh mehr aufs Handling an. Und dass der kleine Opel mit seinen 83 PS ein ernst zu nehmendes Rallyeauto ist, wird er auf der BKL sicher beweisen.

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