Opel GT: Gebrauchtwagenmarkt
Unter 1000 Kilogramm: Das ist die Baby-Corvette von Opel!

"Baby-Corvette" aus Rüsselsheim: Dieser Opel GT aus 1969 kommt mit frischem TÜV und zeigt, dass 90 PS bei 940 Kilo Gewicht völlig ausreichen können.
Bild: AutoScout24/Autohaus Uwe Schökel
Ein Opel GT von 1969 mit 90 PS, Handschaltung und rund 83.500 Kilometern ist kein typisches Angebot. Dieses Inserat zeigt einen klassischen Zweisitzer, der mit neuem TÜV angeboten wird und damit grundsätzlich fahrbereit ist – eine Kombination, die bei Fahrzeugen dieses Alters nicht selbstverständlich ist.
Der GT entstand Ende der 1960er-Jahre als eigenständiges Projekt bei Opel. Technisch griff man auf Bewährtes aus Kadett und Rekord zurück, bei der Karosserie ging man einen anderen Weg. Flach, kompakt und mit Klappscheinwerfern hob sich der Wagen deutlich vom restlichen Programm ab. Die Ähnlichkeit zur Chevrolet Corvette blieb nicht unbemerkt – der Spitzname "Baby-Corvette" setzte sich schnell durch und passt bis heute.
Im angebotenen Fahrzeug arbeitet ein 1,9-Liter-Vierzylinder und damit der größte Motor, der für den GT verfügbar war. Die 90 PS wirken aus heutiger Sicht überschaubar, stehen aber in einem anderen Verhältnis zum Fahrzeug. Denn der GT wiegt gerade einmal 940 Kilogramm. Trotzdem dürfen natürlich keine Rekordzeiten erwartet werden. Den Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 11,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 185 km/h erreicht.
Frischer TÜV mit 57 Jahren
Der neue TÜV ist ein klarer Pluspunkt, ersetzt aber nicht den Blick auf die Substanz. Gerade beim Opel GT entscheidet die Karosserie über den Gesamteindruck. Rost ist ein bekanntes Thema, ebenso die Frage, wie frühere Arbeiten ausgeführt wurden. Vieles lässt sich erst vor Ort beurteilen. Das gilt natürlich für jeden Gebrauchtwagenkauf, doch bei einem Oldtimer mit stolzen 57 Jahren auf dem Buckel umso mehr.
Preislich bewegt sich das Angebot im Rahmen dessen, was für dieses Modell üblich ist. Auffällige Ausreißer sind nicht zu erkennen. Wie so oft hängt die Einordnung weniger am Inserat selbst als an der Frage, wie gut Zustand und Historie tatsächlich zusammenpassen.
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