Zwei Allrad-Kombis im Test

Opel Insignia Country Tourer, Skoda Superb Combi Scout: Test

Große Kombis fürs Grobe

Im Kern brave Mittelklasse-Kombis geben Skoda Superb Combi Scout und Opel Insignia Country Tourer den Abenteurer. Erster Vergleich.
Platz 1 mit 553 von 750 Punkten: Skoda Superb Combi Scout 2.0 TDI 4x4. Souveräner Sieg, obwohl der Antrieb nicht ganz so souverän wirkt. In Summe aber ein überzeugender Auftritt. Basispreis: 46.150 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 9965 Euro)
Platz 2 mit 537 von 750 Punkten: Opel Insignia Country Tourer 2.0 BiTurbo 4x4. Trotz fünf Meter Länge nur Zweiter im Karosserie-Kapitel. Bei Antrieb und Fahrdynamik gewinnt der Opel knapp. Basispreis: 37.865 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 11.231 Euro)
Ausbrechen aus dem Alltag und ein bisschen am Abenteuer schnuppern – mit uns gar kein Problem! Genau das wollen uns Skoda Superb Combi Scout und Opel Insignia Country Tourer vermitteln. Und das klappt auch tatsächlich. Interessierte, die die kunststoffbeplankten und höhergelegten Allrad-Kombis genauer ins Visier nehmen, fragen: "Mit den beiden kann man doch auch so ein bisschen abseits befestigter Straßen …" Ja, kann man.

Der Superb Scout hat einen speziellen Offroad-Modus

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Gelifteter Superb kommt auch als Scout

Ernsthafte Offroad-Maschinen sind die beiden aber auch trotz Schlechtwegefahrwerk und automatisch zugeschalteten Vierradantriebs nicht. Ein bisschen im Schlamm wühlen, auch wenn die Kuhlen tiefer sind, geht aber ganz ausgezeichnet. Als Scout bietet der Superb immerhin einen Offroad-Modus (bis 30 km/h), in dem ESP, ABS und weitere Assistenzsysteme sich auf Steigungen und losen Fahrbahnuntergrund vorbereiten. Allrad ist zudem obligatorisch, und die Kunden haben bei den Motoren nur zwei Optionen: 2.0 TSI mit 272 PS oder den hier getesteten Diesel mit 190 PS. Nicht ganz so konsequent geht Opel die Sache an. Einen Offroad-Modus suchen wir hier vergebens, zudem bieten die Rüsselsheimer den Country Tourer mit dem schwächeren Diesel (170 PS) auch ohne Allrad an. Unser 210 PS starker Biturbo-Diesel kommt stets als 4x4.

Trotz seiner Größe hat der Insignia hinten weniger Platz

Riesenschiff: Der Insignia Country Tourer misst fünf Meter, hat aber nur vorne mehr Platz als der Skoda.

Der Standard-Insignia vermag seine gewaltige Größe von fünf Metern noch ganz gut zu kaschieren, beim Country Tourer lässt sich aber nicht verbergen, was für ein Trumm da vor einem parkt. Beim Blick auf die Testwaage sind wir daher angenehm überrascht: beide unter 1800 Kilogramm. Merke: Nicht alles, was viel Platz und Allrad hat, muss gleich über zwei Tonnen wiegen. Die Größe des Insignia macht sich dann auch auf den vorderen Plätzen positiv bemerkbar. Hier ringt er dem Superb schon das erste Pünktchen ab, um es auf der Rückbank gleich wieder zu verlieren. Passagiere in der zweiten Insignia-Reihe werden sich aber kaum über zu wenig Beinfreiheit beschweren. Wer direkt vom Opel in den Skoda wechselt, dem fällt auf, dass der Einstieg beim Tschechen aufgrund der größeren Türausschnitte deutlich leichter klappt und die Platzverhältnisse hinten schlichtweg phänomenal sind. Das Karosseriekapitel gewinnt der Superb am Ende außerdem deshalb so klar, weil die meisten Oberflächen sich eine Nuance hochwertiger anfassen, die Türen satter klappen und die Sicherheitsausstattung mit Knieairbag und Notruffunktion üppiger ausfällt (Onstar ist im Opel nicht mehr verfügbar). Dazu punktet der Superb bei Übersichtlichkeit, der höheren Anhängelast und dem größeren Kofferraum. Und was kann der Insignia besser? Fahren!
Das Fazit von Stefan Novitski: "Der Superb überzeugt mit Komfort, guter Verarbeitung und vor allem mit viel Platz. Doch auch für den Insignia gibt es gute Argumente: Er gefällt beim Fahren einen Tick besser." Alles Details zum Test gibt es in der Bildergalerie.

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