Skoda Superb
Neuer Skoda Superb – wieder als Combi und Limousine
Skoda Superb
Bild: Skoda Auto Deutschland GmbH
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- Viel Platz
- Breites Motorenangebot
- Fährt komfortabel
Gefällt uns nicht
- Plug-in-Hybrid-Antrieb nur für den Combi
- Könnte im Detail hochwertiger sein
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Vorstellung

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Design

Antrieb

Ausstattung

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Vorstellung
Ein Erfolgsmodell
SUV-Trend hin oder her, der Skoda Superb ist ein Erfolgsmodell! In drei Generationen wurden seit 2001 über 1,5 Millionen Exemplare verkauft. Davon entfielen alleine auf den gerade abgelösten 3V über 800.000 Stück. Jetzt gibt es die vierte Generation des Flaggschiffs an den Start, und die ist eng mit dem neuen VW Passat verwandt. Beide werden im Werk in Bratislava gebaut und teilen sich nicht nur die Plattform!
Erster Unterschied schon bei den Karosserievarianten: Während VW den Passat nur noch als Variant anbietet, haben die Kunden beim Superb weiterhin die Wahl zwischen Limousine und Combi (bei Skoda traditionell mit C geschrieben). Punktgewinn Skoda.
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Preis
PHEV kostet über 50.000 Euro
Das Basismodell als Limousine mit 150 PS starkem Benziner steht ab 38.900 Euro im Konfigurator, der Combi kostet mindestens 40.000 Euro. Den gleich starken Diesel preist Skoda mit 43.000 Euro ein, beim Combi geht's ab 44.100 Euro los. Nur für den Combi gibt es einen Plug-in-Hybrid-Antrieb – ab 51.350 Euro.
Günstiger als der Passat
Damit kostet das Einstiegsmodell des Superb Combi etwas weniger als der VW Passat. Der startet in der Basis nämlich bei 40.395 Euro. Eines ist aber sicher: Gute SUV-Alternativen sind beide!
Die Preise auf einen Blick
Limousine | Combi | |
|---|---|---|
Benziner: | ||
Skoda Superb 1.5 TSI mHEV (150 PS) | ab 38.900 Euro | ab 40.000 Euro |
Skoda Superb 2.0 TSI (265 PS) | ab 49.770 Euro | ab 50.870 Euro |
Diesel: | ||
Skoda Superb 2.0 TDI (150 PS) | ab 43.000 Euro | ab 44.100 Euro |
Skoda Superb 2.0 TDI (193 PS) | ab 47.000 Euro | ab 48.100 Euro |
Plug-in-Hybrid | ||
Skoda Superb 1.5 TSI iV | – | ab 51.350 Euro |
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Design
Das Design ist typisch Skoda
Beim Design des Superb gibt es keine Überraschungen. Die Front wird vom bekannten oktagonalen Kühlergrill geprägt, das leicht überarbeitete Logo sitzt auf der Haube. Neu sind schlankere Scheinwerfer (serienmäßig in LED) und eine modifizierte Schürze. Gegen Aufpreis sind Matrix-LED-Scheinwerfer lieferbar, die an farbigen Einsätzen (sollen an Kristallglas erinnern) erkennbar sind. Crystallinium sagt Skoda dazu.
Analog zu den Scheinwerfern sind auch die Rückleuchten etwas schmaler designt und in zwei unterschiedlichen Ausführungen lieferbar. Zwischen ihnen prangt der Skoda-Schriftzug, die Reflektoren sitzen unten in der Schürze. Optisch ist der Superb typisch Skoda: elegant und unaufgeregt. Das passt!
Skoda Superb (2024): neu - Generation 4 - VW Passat - Combi - Limo
Der neue Superb kommt als Limousine und als Combi
Bild: AUTO BILD
Die Aerodynamik konnte durch kleine Kniffe um bis zu 15 Prozent verbessert werden, den cw-Wert gibt Skoda mit 0,26 an (0,23 bei der Limousine). Wer genau hinschaut, erkennt die stärker geneigte Windschutzscheibe sowie eine optimierte Dachlinie, die in einem dezenten Dachkantenspoiler mit seitlichen Elementen mündet. Und im Profil fällt noch etwas auf, Türen und Greenhouse teilt sich der Superb Combi mit dem Passat Variant.
Vier Zentimeter länger als der Vorgänger
So ist es auch nicht verwunderlich, dass bei den Abmessungen fast Gleichstand herrscht. Mit 4,92 Metern Länge hat der VW die Heckklappe hauchzart vorn. Der Skoda misst 4,90 Meter und ist somit rund vier Zentimeter länger als der Vorgänger. Dieser Größenzuwachs kommt dem ohnehin schon großen Kofferraum zugute: Passat und Superb schlucken bis zu 690 Liter (Superb Limousine 645 Liter), was im Fall des Superb noch mal 30 Liter mehr sind als bisher. Bei umgeklappten Rücksitzen stehen maximal 1920 Liter zur Verfügung. Und nur so nebenbei: Das Mercedes E-Klasse T-Modell hat mit 615 bis 1830 Litern mal locker das Nachsehen!
Skoda Superb-Abmessungen
Dimensionen | Superb Limousine | Superb Combi |
|---|---|---|
Länge [mm] | 4912 (+43) | 4902 (+40) |
Breite [mm] | 1849 (–15) | 1849 (–15) |
Höhe [mm] | 1481 (+12) | 1482 (+5) |
Radstand [mm] | 2841 | 2841 |
Kopffreiheit Vordersitze[mm] | 1049 (+11) | 1049 (+7) |
Kopffreiheit Rücksitze [mm] | 986 (+6) | 1008 (+8) |
Gepäckraumvolumen [Liter] | 645 (+20) | 690 (+30) |
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Antrieb
Combi nun auch als Plug-in-Hybrid
Skoda hat inzwischen auch den stärksten Benziner und einen Plug-in-Hybrid, den es nur für den Combi gibt, freigeschaltet. Der Plug-in-Hybrid trägt weiterhin das Kürzel iV. Der Antrieb besteht aus einem 1,5-Liter-Benziner und einem Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 204 PS. So weit, so bekannt. Die neue 25,7 kWh große Batterie (zuvor 12,7 kWh) kann jetzt mit bis zu 50 kW Gleichstrom geladen werden (AC bis zu 11 kW). Bis zu 134 Kilometer (WLTP) elektrische Reichweite sind damit drin.
Der Top-Benziner ist für beide Karosserieversionen verfügbar. Aus zwei Litern Hubraum holt der TSI 265 PS und 400 Nm. Er kommt immer mit Siebengang-DSG und Allrad.
Zum ersten Mal als Mildhybrid
Erstmals bietet Skoda den Superb als Mildhybrid an. Der 1.5 e-TSI ist die Basismotorisierung und leistet 150 PS. Und: Die beliebten Diesel bleiben im Programm. Als 2.0 TDI leistet der Superb entweder 150 oder 193 PS, auch hier ist die große Version an einen Allradantrieb gekoppelt. Diese Antriebe gibt es ausschließlich mit Siebengang-DSG. Noch ausstehend ist die schwächere Variante des Zweiliter-Benziners mit 204 PS.
Die technischen Daten auf einen Blick:
1.5 TSI mHEV | 2.0 TSI 195 kW | 2.0 TDI 110 kW | 2.0 TDI 142 kW | 1.5 TSI PHEV | |
|---|---|---|---|---|---|
Motor | 1,5-Liter-Vierzylinderbenziner | Zweiliter-Vierzylinderbenziner | Zweiliter-Vierzylinderdiesel | Zweiliter-Vierzylinderdiesel | 1,5-Liter-Vierzylinderbenziner + Elektro |
Leistung | 110 kW (150 PS) | 195 kW (265 PS) | 110 kW (150 PS) | 142 kW (193 PS) | 150 kW (204 PS) |
max. Drehmoment | 250 Nm | 400 Nm | 360 Nm | 400 Nm | 250 Nm |
Antrieb | 4x2 | 4x4 | 4x2 | 4x4 | 4x2 |
Getriebe | 7-Gang-DSG | 7-Gang-DSG | 7-Gang-DSG | 7-Gang-DSG | 6-Gang-DSG |
Höchstgeschwindigkeit | 222 km/h | 250 km/h | 222 km/h | 230 km/h | 220 km/h |
0–100 km/h | 9,3 s | 5,7 s | 9,3 s | 7,6 s | 8,1 s |
Batteriekapazität | – | – | – | – | 25,7 kWh |
elektrische Reichweite (WLTP)* | – | – | – | – | 122–134 km |
Verbrauch (WLTP)* | 5,3–5,8 l/100 km | 7,6–8,1 l/100 km | 5,0–5,3 l/100 km | 5,7–6,1 l/100 km | 0,4 l/100km |
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Ausstattung
Der Innenraum des Superb wurde grundlegend überarbeitet, ohne dabei völlig überladen zu wirken. Beifahrerdisplay und andere Spielereien gibt es bei Skoda nicht. Stattdessen ein traditionelles Cockpit-Layout mit digitalen Instrumenten in zehn Zoll und einem frei stehenden Touchscreen in 13 Zoll (Serie sind auch hier zehn Zoll). Längst überfällig: Endlich bietet Skoda auch ein Head-up-Display für sein Flaggschiff an.

Im neuen Cockpit des Skoda Superb gibt es drei große Drehknöpfe mit eingebauten Displays, Smart Dials genannt.
Bild: Skoda Auto Deutschland GmbH
Ganz neu: die Smart Dials
Ganz neu sind die vom Kodiaq bekannten Smart Dials oberhalb der Mittelkonsole. Mittels der äußeren beiden Dreh-Drück-Knöpfe (jeder mit einem kleinen, im Durchmesser 32 Millimeter großen, Display) lassen sich Temperatur und Sitzheizung/-belüftung steuern, die Mitte kann mit verschiedenen Funktionen belegt werden. Im ersten Check haben mich die Smart Dials überzeugt, sie sind intuitiv und einfach zu bedienen – top. Das i-Tüpfelchen wäre gewesen, wenn sie nicht aus Plastik, sondern tatsächlich aus Metall gefertigt wären, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.
Materialauswahl und Verarbeitung sind auf einem gewohnt hohen Niveau, was ehrlicherweise nicht anders zu erwarten war. Zudem wirkt das Cockpit sehr aufgeräumt. Das liegt auch daran, dass der Gangwahlhebel an die Lenksäule gewandert ist.
Auch das ist bereits vom Kodiaq bekannt und schafft mehr Platz in der Mittelkonsole – unter anderem für eine Phone Box mit induktiver Lade- und Kühlfunktion sowie eine von mehreren neuen "Simply Clever"-Lösungen: die Jumbo Box mit Bildschirmreiniger. Insgesamt gibt es für den neuen Superb 28 unterschiedliche "Simply Clever"-Ideen, vom Eiskratzer bis zum neuen elektrischen Gepäckrollo beim Combi.

Das Platzangebot im Fond ist über jeden Zweifel erhaben, ganz egal, ob Limousine oder Combi.
Bild: Skoda Auto Deutschland GmbH
Damit kommen wir zum Platzangebot – traditionell der Parade-Disziplin des Skoda Superb. Vorne wie hinten wurde die Kopffreiheit noch mal einen Hauch (sieben Millimeter vorne und acht Millimeter hinten) verbessert. Spüre ich den Zugewinn? Nein. Ist das Platzangebot weiterhin Spitzenklasse? Ja! Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Passat hier extrem aufgeholt hat und sich jetzt auf Superb-Niveau bewegt.
Was die Assistenzsysteme angeht, hat Skoda ebenfalls aufgerüstet. Neu sind der Kurven- und der Kreuzungsassistent, zudem soll der Frontradar Fahrradfahrer zukünftig besser erkennen. Bei den Ausstattungslinien wurde das Angebot vereinfacht: Ambition, Active und Style sind Geschichte. Stattdessen gibt es den neuen Superb in den Versionen Essence, Selection, L&K und Sportline.
Die Kunden haben die Wahl zwischen acht Außenlackierungen, von denen sechs neu sind. Alufelgen in 16-Zoll gibt es ohne Aufpreis, optional sind maximal 19 Zoll erhältlich. Für noch mehr Komfort ist für den Superb optional (beim L&K Serie) die adaptive Fahrwerksregelung DCC plus erhältlich. Druck- und Zugstufe der Dämpfer werden hier getrennt voneinander über zwei Ventile angesteuert. Die Vorteile sind ein schnelleres Ansprechen der Dämpfer und eine größere Spreizung.
Jetzt hat Skoda auch die Sportline-Ausstattung für den Superb vorgestellt. Combi und Limousine sind damit serienmäßig 15 Millimeter tiefergelegt. Neben den Sportline-Emblemen kennzeichnen die Ausstattung auf den ersten Blick vor allem schwarze Akzente und eine eigene Schürze.

Grillrahmen, Spiegel, Frontschürze mit Wabengitter, Fensterleisten und Dachreling sind beim Sportline schwarz, die Scheiben getönt.
Bild: Skoda Auto Deutschland GmbH
Zudem sind Matrix-LED-Scheinwerfer, LED-Rücklichter mit dynamischen Blinkern und die Progressivlenkung Serie. Ab Werk steht der Superb Sportline auf 18-Zöllern, optional gibt es 19-Zoll-Räder.
Der Innenraum ist traditionell schwarz gehalten. Carbonleisten setzen Akzente, dazu gibt es eine Aluminiumpedalerie. Vordersitze mit integrierten Kopfstützen versprühen noch mehr Sportflair. Damit der Komfort nicht zu kurz kommt, sind sie elektrisch verstellbar, beheizbar und haben eine Massagefunktion. Das serienmäßige Zehnzoll-Digitalcockpit hat beim Sportline eigene Grafiken.
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Test
Fahren: Der Zweiliter-TDI passt gut zur Limousine
AUTO BILD ist die Superb Limousine mit Zweiliter-Diesel gefahren. Mit 150 Selbstzünder-Pferdchen kann die Tschechen-Limo so was wie Fahrfreude vermitteln, mit 360 Nm Drehmoment schon im Drehzahlkeller, also ab 1600 Umdrehungen, macht er stets einen wachen, leichtfüßigen Eindruck, bleibt beim Verbrauch unter sechs Litern.
Selbst das Siebengang-DSG, in anderen Konzernmodellen stets etwas unentschlossen und ruppig, verwöhnt hier mit guten Manieren, schaltet schnell und ruckelfrei.

Die Limousine fährt wach und leichtfüßig, der Verbrauch bleibt unter sechs Litern.
Bild: Skoda Auto Deutschland GmbH
Fazit von Andreas May: Unter sechs Liter Verbrauch, über 1000 Kilometer Reichweite, auf dem Weg dahin für diese Liga beachtlicher Luxus. Wir applaudieren der neuen Skoda Superb Limousine und würden sie als 2.0 TDI kaufen.
Fahren: Der Combi ist ganz der Alte, aber leiser
AUTO BILD hat den Skoda Superb Combi 2.0 TDI mit 193 PS, DSG, Allradantrieb und L&K-Ausstattung geprüft und gleich gestaunt: Das Ding läuft ausgesprochen leise. Dickes Verbundglas vorn und seitlich (komplett) haut dem Windlärm auf die Nase, saubere Verarbeitung, ein gut gedämmter Motor und geglättete Flanken filtern weiteren Lärm weg.
Der im Prinzip uralte wie bewährte Antriebstypus läuft hier in Höchstform. Hochgradig entspannte Marschfahrt während unserer Runde dankt der Bordcomputer des Superb mit einer fünf vor dem Komma – nicht schlecht für einen fast 1,8 Tonnen schweren Kombi mit kräftezehrendem 4x4-Unterbau.
Der TDI geht auch im Combi spielerisch vorwärts
Überhaupt fühlt sich das Auto nie schwer oder träge an. Die 400 Newtonmeter Drehmoment des TDI schubsen den Kombi spielerisch vorwärts, das Autos liegt satt und verbindet sich angenehm verzahnt mit der Straße. Gleichzeitig vermittelt die passend übersetzte und in optimaler Dosis servounterstützte Lenkung ein agiles Gefühl. Die ESP-Abstimmung reagiert wach und feinfühlig, regelt Schlupf oder forsch-provoziertes Untersteuern souverän beiseite.
Komfortabel ist der Superb ohnehin. Die adaptiven Zweiventil-Dämpfer sprechen (im plüschigsten der möglichen Comfortmodi) samtig an, die Federung gibt den dicksten Buckeln gerne nach. Das Abrollverhalten der 18-Zoll-Reifen mit 45er-Querschnitt lassen wir dagegen als gerade noch erträglich durchgehen.
Fazit von Jan Horn: Formal ganz der Alte – und das ist gut so: praktischer, größer, gediegener und satter geht es in dieser Liga schließlich kaum. Zudem ist der Combi leiser und komfortabler geworden. Mehr Technik (Multimedia, Assistenz, Dämpferverstellung) steckt ebenfalls drin.
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Fazit
Mit der neuen Generation nähern sich Superb und Passat noch weiter an. Beide bieten sehr viel Platz und eine große Motorenpalette. Design und Innenraum gefallen mir beim Skoda besser, weshalb ich mich für den Superb Combi entscheiden würde!
Die Teilnahmen an den Reisen zur Vorstellung und den Fahrveranstaltungen des Superb wurden unterstützt von Skoda. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit
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