Skoda Superb: Kaufberatung
Gesucht: der beste Skoda Superb
Kaufberatung Skoda Superb
– Der Innenraum: unendliche Weiten. Wer Platz oder Reisequalitäten sucht, liegt beim Skoda Superb richtig. Welche Variante darf es sein? Die AUTO BILD-Kaufberatung!
Bild: Skoda Auto Deutschland GmbH
Inhaltsverzeichnis
Die Neuauflage des Superb hatte 2008 einen besonderen Trick parat: Die Limousine verfügte über einen Kofferraum, dessen Klappe sich sowohl in klein – als Stufenheck – als auch groß als Fließheck öffnen ließ. Dazu bedurfte es nur eines kurzen Griffs an einen zweiten, rechts zum Kofferraumöffner hin montierten Knopf.
Vielleicht nicht viel mehr als ein Gimmick. Aber seinen Ruf hat sich der Superb seitdem einerseits mit genau solchen Gimmicks erarbeitet: Eiskratzer im Tankdeckel hier, Regenschirm in der Tür da. Auf der anderen Seite überrascht das Platzangebot des mittlerweile auf 4,91 Meter Länge angewachsenen Mittelklassemodells immer wieder.

Eigenständig: Dass der Superb ein Passat-Bruder ist, sieht man ihm nicht an. Und auch in Sachen Funktion gibt es einige Unterschiede.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Passat-Bruder versteckt die Verwandtschaft
Welcher Superb darf es also sein? Sechs Antriebe, vier Ausstattungslinien und zwei Karosserievarianten bieten die Tschechen in der vierten Generation an. Konzernbruder Passat und der Superb werden in neuester Generation im Werk in Bratislava gebaut – der Superb weiß diese Verwandtschaft aber gut zu verstecken.
Beide sind fast gleich praktisch, der Combi ist in Deutschland trotzdem deutlich beliebter – und damit wert- stabiler.
Interessantester Unterschied zwischen den beiden: Die Tschechen setzen auf die sogenannten Smart Dials im Cockpit, die bei der Bedienung helfen sollen. Die zwei äußeren Drehschalter lassen sich benutzen, um zwischen Innenraumtemperatur, Sitzheizung (570 Euro im Winterpaket) und Sitzbelüftung (nur für Sportline optional) hin- und herzuwechseln.

Kluge Lösung: Der mittlere der drei Drehregler lässt sich frei belegen, um zum Beispiel Lautstärke oder Kartenzoom zu regeln.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Der mittlere Schalter lässt sich konfigurieren, steuert so etwa die Fahrmodi, den Kartenzoom des Navis oder die Radiolautstärke. Das funktioniert so gut, dass wir uns fragen, warum vorher noch kein anderer Hersteller draufgekommen ist.
Davon abgesehen, scheint es ein glücklicher Umstand zu sein, dass dem Superb das langsame VW-Infotainment der vergangenen Jahre erspart geblieben ist. Ja, die Funktionsvielfalt ist immer noch groß und kann gelegentlich überfordern, die Dinge sind nun aber sinnvoll sortiert und das ganze System reagiert so schnell, wie man es im Jahr 2025 erwarten darf.
Ausstattungen und Pakete
Ausstattung/Linie | Essence | Selection | L&K | Sportline |
|---|---|---|---|---|
Design | ||||
Design-Paket (Einstiegsl. u. Pedalerie in Edelstahloptik, Ladekantenschutz und Komfortfußmatten) | 450 | 450 | 450 | x |
Chrom-Paket(Zierleisten in Chrom, Dachreling silbern) | x | 390 | • | x |
Ambientebeleuchtung | x | 1750* | • | • |
Türeinstiegsleisten vorn | x | • | • | • |
Komfort | ||||
Akustikverglasung in den Seitenscheiben | x | • | • | • |
Sitzheizung vorne | • | • | • | • |
Winterpaket (Sitzheizung hinten auf den äußeren Plätzen, beheiztes Lenkrad, drahtlos beheizte Windschutzscheibe) | x | 570 | • | • |
Scheiben ab B-Säule dunkel getönt | 300 | • | • | • |
Familienpaket (Rollos Fond, Seitenairbags hinten, Abfallbehälter Tür, Tablethalter, Schlafpaket) | x | 590 | 590 | 590 |
Panorama-Glasschiebedach (Kombi) | x | 1230 | 1230 | 1230 |
Transport-Paket (Netze im Gepäckraum, el. Heckklappe, el. Gepäckrollo, Keyless Go, Alarmanlage) | x | 960 | • | • |
Infotainment | ||||
Soundsystem 9 Lautspr./14 Lautspr. (Canton) | •/x | •/850 | •/x | •/850 |
Fahrerinfodisplay, volldigital | • | • | • | • |
Infotainment-Paket (13"-Screen, Navigationssystem, Online-Infotainment mit drei Jahren Laufzeit) | 1000 | 1000 | • | • |
Infotainment-Paket Plus (13"-Screen, Online-Infotainment mit drei Jahren Laufzeit, Head-up-Display) | x | 1450 | 460 | 460 |
Fahren | ||||
Außensp. el. einstell- und beheizb./anklappbar | •/x | •/• | •/• | •/• |
Fahrwerkserhöhung (15 mm) | 250 | 250 | x | x |
Reserverad statt Pannenset (nicht für iV) | 160 | 160 | • | 160 |
Drive Plus-Paket (Adaptives Fahrwerk DCC Plus, Fahrprofilauswahl, Progressivlenkung) | x | 1090 | • | x |
Drive Sport-Paket (DCC Pro mit Tieferlegung, Fahrprofilauswahl, Progressivl. & Sportlenkr.) | x | x | x | • |
Sicherheit | ||||
Fahrassistenz-Paket (Travel Assist inkl. ACC, adaptivem Spurhalteassistenten sowie Stau- und Notfallassistenten) | 590 | 590 | 590 | 590 |
Fahrassistenz-Paket Plus (zusätzlich Parklenkassistent, Trained Park Assist und Remote Park Assist sowie 360-Grad-Kameras) | x | 1230 | 1410 | 1410 |
Innenspiegel automatisch abblendend | x | • | • | • |
Licht- und Sicht-Paket inkl. Matrix-LED-Scheinwerfern, Heckleuchten mit dynamischen Blinkern sowie Abbiege- und Schlechtwetterlicht) | x | 1790 | • | • |
Sitzheizung vorn ist Serie, das beheizbare Lenkrad für 140 Euro würden wir in den unteren beiden Ausstattungslinien Essence und Selection auf jeden Fall dazubestellen. Ab Selection ohnehin serienmäßig ist eine dritte Klimazone, sodass man sich mit den Kleinen hinten nicht mehr über die Temperatur streiten muss.

Großzügig: Keiner in seiner Klasse hat hinten so viel Platz wie der Superb. Gegen Aufpreis ziehen pfiffige Extras in den Fond.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Und es geht noch weiter: Das "Familienpaket" umfasst neben Rollos für die hinteren Seitenscheiben auch Tablethalter für die vorderen Kopfstützen, Seitenairbags hinten, kleine Mülleimer für die Türtaschen sowie "Schlafkopfstützen" – eine Decke ist auch dabei. Wer Rücksitze und Frontscheibe beheizen will, wählt gleich das große Winterpaket (570 Euro).
Superb hat auch verzichtbare Extras
Darüber hinaus gibt es im Superb viel Feines, das es aber nicht unbedingt braucht: Das große Fahrerassistenzpaket etwa enthält Features wie trainiertes Parken, bei dem man dem Superb einmal beibringt, wie er akkurat in die Lieblingsparklücke – etwa den Carport vor der Tür – einparken soll. Dann imitiert er die Lenkbewegungen des Menschen und macht es selbst.

Volle Hütte: Der Superb lässt sich mit viel Feinem ausstatten, die Liste ist lang. Auf ein paar Extras kann man allerdings verzichten.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Ebenfalls enthalten ist der Remote Park Assist, der einfache Parkmanöver, etwa gerade aus einer Lücke fahren, selbstständig ausführen kann, wenn man ihn per MySkoda-App dazu beauftragt. Wer all das nicht braucht und lediglich einen adaptiven Tempomaten samt Travel-, Stau- und Notfallassistent möchte, greift zum kleinen Assistenzpaket (590 Euro).
Die Motorenpalette im großen Skoda beginnt beim 1,5-Liter-Turbobenziner mit 150 PS. Der Vierzylinder hat genug Kraft, den in der Basisausstattung rund 1550 Kilogramm schweren Superb voranzutreiben, wirkt allenfalls im oberen Bereich des Drehzahlbands etwas dröhnig. Anders als bei seinen stärkeren Geschwistern läuft die Kupplung des Siebengang-DSG hier nicht im Ölbad, sondern trocken, was aber erst einmal nicht weiter stört. Wenigfahrer kommen mit diesem Paket bestens zurecht. Sie dürften auch kein Problem damit haben, dass die Anhängelast hier mit 1600 Kilogramm (gebremst) am geringsten ausfällt.
Motorisierungen
Modell | 1.5 TSI MHEV DSG AUTO BILD-Tipp für Wenigfahrer | 2.0 TSI DSG | 2.0 TSI 4x4 DSG AUTO BILD-Tipp für Sportfahrer | 2.0 TDI DSG AUTO BILD-Tipp für Vielfahrer | 2.0 TDI 4x4 DSG | iV PLUG-IN |
|---|---|---|---|---|---|---|
Fazit | Einstiegsbenziner mit ausreichend Kraftreserven, allenfalls im oberen Drehzahlband etwas dröhnig. Einziger mit Trocken-DSG, der Anfahrkomfort könnte wie bei allen anderen noch besser sein, darüber ist's okay. | Den kleinen Zweiliter-Turbo hat Skoda erst Ende Oktober 2024 wieder mit ins Portfolio aufgenommen. Erfahrungsgemäß wirkt der Zweiliter aber souverän. Wer viel fährt und keine Diesel möchte: bitte schön. | Im Grunde eine Art verkappter Superb RS. Von etwas sportlicher Optik abgesehen, spart sich der Superb aber auch hier übertriebene Härte und bleibt souverän. Noch mal fast 5000 Euro Aufpreis muss man schon wollen. | Im Grunde kann man mit dem Brot-und-Butter- Diesel nichts falsch machen. 150 PS und 360 Newtonmeter reichen für quasi alle Situationen. Nur wer viel Autobahn fährt oder Allrad braucht, wählt den großen Diesel. | Wie erwähnt: Ja, das Kraft-Plus ist spürbar, dringend braucht man es aber nicht. 4000 Euro, die man sich sparen kann, wenn man Allrad nicht braucht. Lieber die 4000 Euro in Komfortausstattung stecken, wenn man uns fragt. | Bemerkenswert: Der große Akku (fasst knapp 26 kWh) soll über 100 km E-Reichweite möglich machen. Bislang nur als Kombi, seit Januar 2025 auch als Limousine. |
Motor | R4, Turbo, + MH | R4, Turbo | R4, Turbo | R4, Turbo | R4, Turbo | R4, Turbo |
Hubraum | 1498 cm³ | 1984 cm³ | 1984 cm³ | 1968 cm³ | 1968 cm³ | 1498 cm³ |
Getriebe | 7-Gang-DSG (trocken) | 7-Gang-DSG (nass) | 7-Gang-DSG (nass) | 7-Gang-DSG (nass) | 7-Gang-DSG (nass) | 6-Gang-DSG (nass) |
kW (PS) bei 1/min | 110 (150) | 150 (204) | 195 (265) | 110 (150) | 142 (193) | 150 (204) |
Nm bei 1/min | 250 | k. A. | 400 | 360 | 400 | k. A. |
Vmax | 222 km/h | 248 km/h | 250 km/h | 225 km/h | 238 km/h | 220 km/h |
0–100 km/h | 9,3 s | 7,4 s | 5,6 s | 9,2 s | 7,5 s | 8,1 s |
Zuglast gebremst/ungebr./Stützlast | 1600/750/90 kg | 1800/750/90 | 2200/750/90 kg | 2000/750/90 | 2000/750/90 | 1800/750/90 |
Normverbrauch (WLTP)/100 Kilometer | 5,1 l S | 6,5 l S | 7,4 l S | 4,5 l D | 5,3 l D | 0,2 l S + 14,3 kWh |
Testverbrauch/100 km | - | - | - | - | 5,8 l D (Kombi) | - |
Essence | 38.900 Euro | - | - | 43.000 Euro | 47.000 Euro | - |
Selection | 42.170 Euro | 44.970 Euro | 49.770 Euro | 46.270 Euro | 50.270 Euro | 51.350 Euro |
L & K | 49.180 Euro | 51.980 Euro | 56.780 Euro | 53.280 Euro | 57.280 Euro | 58.350 Euro |
Sportline | 49.670 Euro | 52.470 Euro | 57.270 Euro | 53.770 Euro | 57.770 Euro | - |
Die sportliche Speerspitze stellt aktuell der 2.0 TSI mit 265 PS und 400 Newtonmetern dar, der immer an einen bei Bedarf zuschaltenden Haldex-Allrad gekoppelt ist. 250 km/h Spitze? Kein Problem, so spielt der Superb auf der Autobahn mit den Großen mit, muss sich vor GTI & Co nicht verstecken. Allerdings klafft zwischen 1.5 TSI und 2.0 TSI mit 7700 Euro nicht nur eine große Leistungs-, sondern auch eine Preislücke. Lösung: Wer Drehmoment schätzt, aber Allrad nicht braucht, kann sich seit Kurzem auch wieder an einer kleineren Ausbaustufe des Zweiliters bedienen, die sich preislich mit 2800 Euro Aufpreis zum Basis-Benziner zwischen den beiden einordnet.
Der kleine Diesel ist eine gute Wahl
Ähnlich verhält es sich bei den Selbstzündern: Mit dem kleinen Zweiliter-TDI und 150 PS macht man im Grunde nichts verkehrt – auch auf längeren, flott gefahrenen Autobahnetappen schieben seine 360 Newtonmeter ordentlich an. Stehen keine kräftezehrenden Aufgaben im Lastenheft, braucht es also auch hier die große Ausbaustufe, 193 PS und den Allradantrieb für 4000 Euro extra nicht.

Weit gefächert: Die Motorenpalette des Superb reicht von 150 bis 265 PS, es sind Benziner, Diesel und ein Plug-in-Hybrid im Angebot.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Als letzte Option bringt Skoda nach wie vor eine Plug-in-Hybrid-Variante des Superb, ab Januar 2025 auch wieder als Limousine. Sie bietet einen doppelt so großen Akku wie der Vorgänger (26 statt 13 kWh). Skoda spricht von 107 Kilometern rein elektrische Reichweite. Wir konnten den iV leider nicht testen. Ohnehin sollte jeder selbst feststellen, ob das eigene Streckenprofil potenziell zu einem Plug-in-Hybrid passt.
- Der Wenigfahrer begnügt sich mit dem Basisbenziner und 150 PS, der für alle Alltagsaufgaben ausreichend Kraft bietet. Stehen öfter längere Strecken auf dem Programm und fahren Kinder mit, sind das kleine Fahrassistenz-Paket und das Familien-Paket sinnvoll. Empfehlung: 1.5 TSI MHEV Selection (150 PS) ab 42.170 Euro
- Der Vielfahrer ist mit der kleineren, 150 PS starken Ausbaustufe des Zweiliterdiesels im Grunde bestens bedient. Die größere Ausbaustufe kann man sich gönnen, wenn es auf das letzte Quäntchen ankommt oder der Allradantrieb einen deutlichen Vorteil bietet. Zwei Tonnen Anhängelast dürften für die meisten Anwendungszwecke ausreichen. Empfehlung: 2.0 TDI DSG L&K (150 PS) ab 53.280 Euro
- Der sportliche Fahrer entscheidet sich für den großen Zweiliter-TSI mit Allrad und immerhin 265 PS. 250 Sachen sind auf der Autobahn damit kein Problem, dazu passt natürlich der Sportline-Trimm. Davon abgesehen gibt sich der Superb aber auch in seiner sportlichsten Ausbaustufe komfortabel genug. Empfehlung: 2.0 TSI 4x4 DSG Sportline (265 PS) ab 57.270 Euro
Sollten Sie zur Gattung der Vielfahrer zählen, macht Skoda weitere Angebote. Zu den empfehlenswerten zählen aus unserer Sicht das Licht- und Sicht-Paket samt Matrix-Licht, LED-Rückleuchten mit Wischblinkern (1790 Euro für Selection) sowie das Paket mit direkter, abgestimmter Progressivlenkung und adaptiven Dämpfern, die einen extrabreiten Verstellbereich bieten. Tipp: Dem Komfort und den vielen, praktischen Features würden wir im Superb klar den Vorzug vor übertriebener Sportlichkeit geben.
Fazit
Der Superb ist eines der wenigen Autos ohne echte Schwächen. Ja, er ist ganz schön groß geworden, bietet dafür aber auch rekordverdächtig viel Platz. Die Bedienung läuft flüssig, die Motoren zeigen sich grundsolide, wobei der Zweiliter-TDI noch immer als sparsames Brot-und-Butter-Aggregat gelten darf. Auch die Ausstattung ist vielfältig: Vielfahrer kommen auf ihre Kosten, Familien ebenfalls.
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