Spritspar-Challenge extrem: Ein Skoda Superb 2.0 TDI ist 2831 Kilometer weit gefahren, ohne zu tanken. Am Steuer einer, von dem man das nicht unbedingt erwartet hätte. Denn Miko Marczyk ist Rallye-Europameister 2025.

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Das Rekordauto: ein Basis-Superb

Wer jetzt denkt, für den Rekordversuch habe man den Superb komplett ausgeräumt, damit er besonders leicht ist, irrt. Es handelt sich um ein Serienauto in der Basisausstattung "Essence". Einzige Modifikation an der Limousine sind "Sportline"-Federn. Die legen das Auto 15 Millimeter tiefer, für eine bessere Aerodynamik. Außerdem wurden Leichtlaufreifen auf die 16-Zoll-Serienräder aufgezogen.
Es gab also auch keinen zusätzlichen oder vergrößerten Tank. 66 Liter fasst der Spritspeicher des Superb. Fairerweise muss man sagen: Einen Tick mehr könnte es beim Rekordauto gewesen sein, denn vor Fahrtantritt wurde der Skoda an der Zapfsäule bis zum Rand gefüllt.

Verbrauch: fast die Hälfte der WLTP-Angabe

Der Durchschnittsverbrauch ist natürlich extrem niedrig. Nur 2,6 Liter genehmigte sich der 150-PS-Diesel auf 100 Kilometer. Zum Vergleich: Der WLTP-Verbrauch ist mit 4,8 Litern angegeben.
Miko Marczyk
Fahrer Miko Marczyk drückte bei seinem Weltrekord den Verbrauch zeitweise noch weiter. Dank Rückenwind schaffte über 200 Kilometer im Durchschnitt 2,2 Liter/100 km.
Bild: Skoda Auto
Was den Rekord noch beeindruckender macht: Er wurde nicht auf einer abgesperrten Strecke, sondern auf öffentlichen Straßen aufgestellt. Von Polen ging es über Deutschland nach Frankreich und dann zurück in die Bundesrepublik.

So kam es zum extremen Sparverbrauch

Aber wie geht das? Zunächst einmal mit guter Vorbereitung. Miko Marczyk bekam das Auto vier Monate vor seinem Rekordversuch und fuhr im Vorfeld um die 20.000 Kilometer damit. Um die Limousine kennenzulernen und herauszufinden, wann der Motor besonders effizient arbeitet.
Das Ergebnis: Um die 80 km/h ist der Verbrauch besonders gering. Es versteht sich von selbst, dass der Rekord im "Eco"-Modus gefahren wurde. Außerdem achtete der Rallye-Champion penibel darauf, dass die Reifen nach Werksangabe aufgepumpt waren.
Der Rest sei Fahrersache. Marczyk achtete darauf, sanft zu beschleunigen und vorausschauend zu fahren, um so wenig wie möglich zu bremsen. Und er achtete darauf, ausgeschlafen zu sein.
Skoda Superb Limousine in der Basisausstattung "Essence"
Der Skoda Superb bringt es als Basis-Diesel auf 150 PS und 360 Nm Drehmoment. Kostenpunkt in der Standardausstattung: ab 45.100 Euro.
Bild: Skoda Auto

Einen Trick gab es doch

Einen Trick, der nicht besonders alltagstauglich ist, gab es dann aber doch. Denn der Rekord-Superb hatte ein Begleitfahrzeug. Das fuhr zwei, drei Kilometer vor ihm und gab Details zur Strecke durch. Und das haarklein: Selbst eine Mini-Steigung vor einer Mautstelle wurde angesagt.
Die nutzte Miko Marczyk dann, um den Fuß früh vom Gas zu nehmen und bis zur Schranke auszurollen. Fast ohne zu bremsen.
Auf seinem 2831-Kilometer-Rekord will sich der Rallyefahrer übrigens nicht ausruhen – er plant schon den nächsten. 3000 Kilometer mit einer Tankfüllung will er schaffen. Premium-Sprit soll das ermöglichen. Für den aktuellen Rekord tankte er normalen Diesel. Wir dürfen also gespannt bleiben.
Dieser Rekord ist eine Ansage. Gerade, weil der Superb fast serienmäßig war. Natürlich kann man das im Alltag so nicht nachfahren. Trotzdem zeigt es: Wir alle können sicher noch effizienter fahren. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.