Skoda Superb Combi: erste Fahrt mit der 4. Generation
Neuer Superb mit Assistenten auf Mercedes-Niveau
Skoda Superb Nummer vier steht an. Der elegante Tscheche bleibt der Verbrenner-Idee treu, wird als Combi und Limousine größer, moderner und sparsamer. Erste Fahrt!
Bild: AUTO BILD
Ganz schön ruhig hier. Wind zischelt dezent, Reifen rumoren entfernt, Motor summt verborgen. Elektrisch? Ganz im Gegenteil. Alte Diesel-Schule per TDI, verbindlicher Benziner-Antrieb nach TSI-Gusto oder auch Hybrid mit feiner Regelung – Skodas neuer Superb macht es auch in seiner Neuauflage auf konventionelle Art und das sehr ordentlich.
Doppelte Seitenscheiben, dicke Dämmung unter der Haube und Reifen mit Schmuse-Profil zum Beispiel sperren dabei den Fahr-Lärm effektiv aus. Wir steuern gerade den Testwagen mit 150 PS starkem TDI und dürfen dem Antrieb auf den Zahn fühlen. Außerdem am neuen Cockpit-Konzept nesteln, die Technik hinter der Fahrassistenz erleben.
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"Zeigen" dürfen wir den neuen Superb leider noch nicht, er wird erst im November 2023 offiziell präsentiert, rollt dann im zweiten Quartal 2024 in die Ausstellungsräume der Händler. Immerhin darf AUTO BILD bereits verraten, wo es dann hinzugucken lohnt: Auf die imposante Front mit mehr Überhang und breitem Grill beispielsweise.

Der Skoda Superb 4 kommt ab Frühjahr 2024 mit mehr Antriebstechnik und Assistenz.
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Auch auf die beeindruckend schillernden Frontleuchten sollte der Blick fallen. Hier werfen gegen Aufpreis Matrix-LED-Scheinwerfer mit drei Projektionsbündeln und grün schimmerndem Innenleben (Skoda nennt es "Crystallinium") ihr kräftiges Licht auf die Straße – sieht richtig fein und teuer aus!
Neuer Plug-in-Hybrid schafft 100 km elektrisch
Wichtigeres Ziel der Gesichts-OP war jedoch die Verbesserung des cw-Werts. Um immerhin zwei Hundertstel hat Skoda die Kennzahl für den Windwiderstand gesenkt – in Verbindung mit innermotorischen Maßnahmen (wie zum Beispiel ein schneller schaltendes ACT) soll das die Verbräuche senken, den Wagen sauberer laufen lassen.

Combi mit mehr Raum: Im Gepäckabteil nun mit 690 Liter Ladevolumen.
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Im Prinzip stützt sich der neue Superb auf drei Motoren: Als 1.5 TSI hilft ihm entweder ein Riemengenerator (Mildhybrid) oder das große Elektrobesteck mit 25,7 kWh fassendem Akku und externer E-Maschine. Bei diesem Plug-in-Hybriden soll die Elektrokraft für rund 100 Kilometer Fahrt reichen, der Akku wäre dabei dank 50-kW-Schnelladefunktion in ca. 25 Minuten wieder aufgeladen.
Die beiden großen Benziner (2.0 TSI) leisten 204 und 265 PS, Letzterer verfügt über Allradantrieb. Die beiden Diesel (beides 2.0 TDI) sind 150 und 193 PS stark, auch hier wird beim stärkeren Modell die Kraft an alle vier Räder übertragen.
Manuelle Getriebe wird es nicht mehr geben
Manuelle Getriebe nimmt Skoda beim Superb aus dem Programm, künftig kommen ausschließlich DSG-Automaten zum Einsatz. Dabei wandert der Wählhebel von der Mittelkonsole an die Lenksäule. Vorteil: Dieser Technik-Trick räumt den Innenraum auf, die Konsole fasst nun mehr nützliche Dinge wie Smartphones oder Kaffeebecher, lässt sich eleganter gestalten.
Tatsächlich wirkt das Cockpit nun besonders luftig, alles scheint mit Liebe montiert und ordentlich verarbeitet. Die Flächen bis runter zu den Türfächern sind mit weichen Kunststoffen bespannt, eine breite Spange (mit schicken vertikalen Streben) in der Mitte des Armaturenbretts klammert das Interieur optisch.

Manuelle Getriebe nimmt Skoda beim Superb aus dem Programm, künftig kommen ausschließlich DSG-Automaten zum Einsatz.
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Ein 12,9 Zoll großer Berührbildschirm ergänzt das zehn Zoll große Fahrerdisplay, ein großes Head-up-Display fährt gegen Aufpreis mit. Keine Sorge: Skoda hat es geschafft, trotz großer Anzeige und umfangreicher Menüstrukturen eine brauchbare Bedienlogik einzubauen. Drei Drehregler übernehmen eine Art "Vorwahl"-Funktion.

Lulatsch: Vier Zentimeter mehr Außenlänge – macht beim Combi insgesamt 4,90 Meter.
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Der mittlere Drehschalter lässt sich mit bis zu sieben Hauptprogrammen belegen. Von der einfachen Lautstärkeregelung bis zum Fahrmodus lassen sich hier Themen abspeichern und per Drehung aufrufen – das wirkt sehr logisch, ist eine sinnvolle Ergänzung zur Berührfunktion per Bildschirm.
Interieur: Hier hat Skoda mächtig verfeinert
Ohnehin hat Skoda viel für das Passagierwohl getan. Platz steht wie eh und je in Hülle und Fülle zur Verfügung, die Sitze mit Massagefunktion stützen bestens, auch auf der Fondbank finden Erwachsene eine entspannte Haltung. Hier profitieren die Insassen sogar von zusätzlicher Kopffreiheit.
Gleichzeitig federt der Superb angenehm, ohne schwammig zu laufen. Trotz nun fast 4,91 Meter Länge (Limousine 4,90 Meter) vermittelt der Superb subjektiv den Eindruck, in einem kleineren und leichteren Auto zu sitzen – so empfindsam und willig folgt der Kombi Lenkbefehlen.

Übersicht der Motoren – auch ein effektiver PHEV ist im Angebot.
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Außerdem steckt Skoda zusätzliche Assistenz in den Superb: Künftig sichern ein weiterentwickelter Notfallassistent, der Kurvenassistent (warnt beim Abbiegen in Seitenstraßen vor möglichen Kollisionen mit entgegenkommenden Fahrzeugen und bremst bei Gefahr ab) sowie ein neuer Kreuzungsassistent (erkennt den Querverkehr an schlecht einsehbaren Kreuzungen und warnt akustisch und optisch im Zentraldisplay vor Gefahren) die Fahrt. Dazu schützen bis zu zehn Airbags vor Unfallfolgen. Ganz schön sicher hier. Mercedes? Skoda!
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