Video: Opel Insignia Country Tourer (2017)

Fahrbericht zum Country Tourer

Wir leben heute meist in der Stadt, lieben aber das Land. Dort, wo die Luft rein ist, die Kühe gesundes Kraftfutter wiederkäuen und die Straßen manchmal matschig werden. Opel bietet das passende Auto dazu: einen großen Kombi in sexy Gummistiefeln und mit Allrad für Matschwetter. Und 2,5 Zentimeter höhergelegt plus Unterfahrschutz, so stolpert er nicht gleich über Stock und Stein.

Im Innenraum herrscht ein Hauch von Luxus

Opel Insignia Country Tourer
Gut gemacht: Der Innenraum des Country Tourer sieht ganz schick aus – und es ist bequem im Opel.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Insignia Country Tourer heißt der gestiefelte Opel, dem wir diesen Test widmen. Und zwar dem Exclusive-Modell 2.0 Direct Injection Turbo, 260 PS stark. Grundpreis 44.330 Euro, inklusive aller hier gezeigten Extras noch mal rund 10.000 Euro teurer. Der Wald-und-Wiesen-Kombi ist hübsch. Cremefarbenes Leder, Ambientebeleuchtung vorne – hinten nicht, warum auch immer – und vielfach elektrisch verstellbare Sitze kleiden den gutbürgerlichen Wagen in wahrlich luxuriöse Tapeten. Schön, dass der Country Tourer nicht nur edel aussieht, sondern auch bequem unterwegs ist. Was vor allem an den hervorragenden Sitzen liegt, die auf Knopfdruck sogar eine Massage bieten – da stört es kaum, dass die Sitze für breite Rücken schmal geschnitten sind und ihre Polsterung straff ausfällt.
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Die Fahrwerksabstimmung ist Opel gut gelungen

Opel Insignia Country Tourer
Komfortabel: Dank FlexRide-Fahrwerk bügelt der Insignia auch schlechte Straßen ganz angenehm glatt.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Dafür wogt das FlexRide-Fahrwerk mit seinen verstellbaren Dämpfern in Komfortstellung "Tour" ganz sanft und weich – bügelt auch Feldwege fast faltenfrei glatt. Fein abgestimmt. Ein Insignia Country Tourer fährt genauso elegant wie das Basismodell, der Sports Tourer, genauso flott und sicher um Kurven. Was auch für den Motor gilt. 260 PS sind ein Wort. Sie gehören zur eher leisen, zurückhaltenden Sorte. Und wenn wir mal ein sportliches Schnarren hören, kommt es vom Motorsoundverstärker (im Bose-Soundsystem für 760 Euro). Das Beste am Country Tourer: Die Gummistiefel sieht man zwar, in Form der schwarzen Planken an der Karosserie, man spürt sie aber nicht. Ob man dafür 1690 Euro (inkl. Sichtpaket, Verstellfahrwerk und Zweizonenklima) ausgeben möchte? Geschmackssache.

Fazit

von

Andreas Borchmann
Ein Opel in Gummistiefeln – eigentlich überflüssig. Aber der Country Tourer ist komfortabel, geräumig und sogar etwas luxuriös. Nachteile: hoher Verbrauch und nur ausreichende Abgasreinigung.