Opel Kadett C GT/E: Heckantrieb, Rallye

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Opel Kadett C GT/E: Heckantrieb, Rallye

Opel Kadett GT/E: Klassiker des Tages

Der Opel Kadett C GT/E kam mit Rallye-Genen auf die Straße, er war der letzte Kadett mit Heckantrieb. Der Golf-GTI-Gegner ist Klassiker des Tages!
Der Opel Kadett C GT/E galt seinerzeit als Liebling der Tuning-Szene, "bei den angeprollten Jungs der Oberstufe, den Vertretern der Oberlippenbart- und Bomberjacken-Fraktion", schrieb AUTO BILD 2008. Nicht unbedingt zu seinem Vorteil. "Echte GT/E wurden im Rallye-Sport zerschrotet oder unter Missbrauch von Omega-Motoren zu Tode getunt. Die Jungs von damals – sie würden ihn heute lassen, wie er ist", hieß es retrospektiv in einer Kaufberatung.

Basisfahrzeug der T-Car-Modelle von GM

Auch auf Schnee fühlt sich der Kadett GT/E wohl.

Der kompakte Kadett C war Anfang der 1970er-Jahre Mutterfahrzeug der sogenannten T-Car-Modelle, mit denen GM im Weltauto-"Projekt 1865" den legendären T-Modellen von Erzrivale Ford Paroli bieten wollte. 1973 liefen die ersten internationalen Derivate vom Band – in England als Vauxhall Chevette, in Australien als Holden, in Japan als Isuzu Gemini, als Pontiac in den USA und bis 1994 als Chevrolet Chevette in Brasilien. Der 190 km/h schnelle GT/E aber war der damals heißeste Kadett, ernsthaft aufgerüstet und wichtig fürs Image wider die bürgerliche Tristheit.

Bilder: Opel Kadett C GT/E

Röhrl und viele Privatfahrer fuhren Rallye im GT/E

Einen gewissen Kultstatus erreichte das sportlichstse Opel-Einstiegsmodell vor allem durch seinen Wettbewerbscharakter. Rallye-Legende Walter Röhrl fuhr ab 1975 Opel Kadett GT/E, kam allerdings bei der Rallye Monte Carlo in drei Jahren lediglich einmal auf Platz vier, zweimal nicht ins Ziel. Auch zahllose Privatfahrer gingen mit unzerstörbarer Opel-Grauguss-Technik in Rallyes, Rundstrecken- oder Bergrennen. Die erste Serie der Straßenversion des Coupé-Kadett GT/E in der Farbkombination Gelb-Schwarz hatte den 1,9-Liter-Reihenvierzylinder aus dem Manta mit Bosch L-Jetronic-Einspritztechnik und 105 PS an Bord. Dazu kleine Heckspoiler, Sportlenkrad, Käfig, Sportsitze und ein Fünfgang-Renngetriebe. Kein Radio, kaum Lärm- und Hitzedämmung. Wenig Auto, viel Motor – und eine unbegrenzte Menge filterloser Fahrfreude.

Die deutschen Autos der 70er

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Letzter Kadett mit Heckantrieb

Und zwei angetriebene Hinterräder an einer starren Achse im Heck. Daran änderte sich auch in der zweiten, gelb-weißen Serie mit Zweiliter-Triebwerk und 115 PS ab 1977 nichts – was schließlich mitverantwortlich für das Aus des GT/E nach nur vier Jahren sein sollte. Zwar hatte der letzte Kadett mit Heckantrieb mit 190 km/h etwas mehr Topspeed als der große Konkurrent VW Golf GTI (185 km/h) zu bieten, doch hatte er ohne modernen Frontantrieb und Quermotor schon bald keine Chance mehr. Bescheidene Schlussbilanz: Über 1,7 Millionen gebauten Exemplaren des Kadett C standen die Mini-Stückzahl von 8660 Kadett C GT/E in gelbschwarzer Kriegsbemalung und nur 2234 GT/E der gelb-weißen, sogenannten 1000er-Serie (ursprünglich eine limitierte Homologationsserie) von 1977-'79 gegenüber. Hier finden Sie gebrauchte Opel Kadett im AUTO BILD-Automarkt.

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