Opel: Manager müssen gehen
Führungskräfte auf dem Schleudersitz

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Bei Opel rollen offenbar weitere Köpfe. Nach einem Medienbericht sollen beim notleidenden Autohersteller mehrere Hundert Manager gehen. Besonders die mittlere Führungsebene ist betroffen.
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(dpa/cj) Der angeschlagene Autobauer Opel will nach dem Umbau im Vorstand auch im Management kräftig aufräumen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, sollen rund 500 Führungskräfte entlassen werden. Besonders die mittleren Führungsebenen seien betroffen, von zahlreichen Direktoren und Abteilungsleitern mit Gehältern mindestens im sechsstelligen Bereich wolle sich der Autobauer "in den kommenden Wochen und Monaten" trennen.
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Wie die Zeitung unter Berufung auf zwei Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet, sollen den Betroffenen Abfindungsangebote gemacht werden, damit sie das Unternehmen formal freiwillig verlassen. Ein Opel-Sprecher bestätigte: "Opel will die Bürokratie im Unternehmen reduzieren. Die Führungsstrukturen sollen verschlankt und effizienter gestaltet werden." Opel kommentiere aber keine Zahlen.
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Seit 2009 hat Opel 8000 von 48.000 Arbeitsplätzen abgebaut, vornehmlich einfache Mitarbeiter. Der Betriebsrat hatte dem Management deshalb wiederholt vorgeworfen, die "Indianer" fortzujagen, aber die "Häuptlinge" zu halten. Das führe zu Bürokratie und Ineffizienz.
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