Opel Speedster Diesel (2001): Gebrauchtwagen
Diesen Opel Speedster sollte es eigentlich gar nicht geben

Sauger oder Turbo? Vor dieser Wahl standen Opel-Speedster-Käufer damals wie heute. Doch dieses ehemalige Versuchsfahrzeug hat einen Diesel unter der Haube!
Bild: Fahr-Werk
17 Rekorde in 24 Stunden! Im Jahr 2003 stellte Opel die Leistungsfähigkeit des Dieselmotors unter Beweis, als die Traditionsmarke mit einem stark modifizierten Speedster trotz einiger Schwierigkeiten 17 Rekorde aufstellen konnte. Was kaum jemand weiß: Schon zwei Jahre zuvor soll es einen Opel Speedster mit Dieselmotor hinter den Sitzen gegeben haben. Und genau dieses ehemalige Versuchsfahrzeug steht zum Verkauf!
Offiziell wurde der Eco-Speedster getaufte Rennwagen mit seiner stromlinienförmigen Karosserie und dem 1,3-Liter-Diesel, der nur 112 PS leistete, aber den nur 660 Kilo leichten Eco-Speedster auf 256,269 km/h beschleunigte, nie verkauft. Alle 7207 bis Juli 2005 gebauten Opel Speedster besaßen ab Werk entweder den 2,2-Liter-Sauger mit 147 PS oder den 2,0-Liter-Turbo mit 220 PS. Alle – bis auf einen. Zumindest mutmaßlich, denn zu 100 Prozent lässt sich die Geschichte des Opel Speedster mit der Nummer 0010 heute nicht mehr nachvollziehen.

Die größte optische Veränderung ist das vertikal montierte ovale Endrohr.
Bild: Fahr-Werk
Fakt ist, dass der Speedster bereits im Januar 2001, also noch vor dem offiziellen Marktstart, auf die Adam Opel AG zugelassen wurde. Ob damals mit einem Benziner oder bereits mit dem noch heute verbauten 2,2-Liter-DTI, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Fakt ist: 24 Jahre später existiert ein Opel Speedster Diesel mit deutscher Straßenzulassung. Angeboten wird das Unikat vom Händler "Fahr-Werk" aus Wurmberg, der das Auto schon länger im Bestand hat.
380 Nm Drehmoment dank Dieselpower
Auf den ersten Blick sieht dieses Exemplar aus wie die meisten Speedster. Größte optische Veränderung – neben der Folierung im Stil der Rennwagen – ist das vertikal montierte Oval-Endrohr. Unter der Haube wartet jedoch eine Überraschung: Anstelle eines Benziners werkelt in diesem Speedster ein 2,2-Liter-DTI-Turbodiesel, der zwar "nur" 125 PS, dafür jedoch gewaltige 380 Nm Drehmoment auf die Hinterräder loslässt. Zum Vergleich: Ein Speedster Turbo besitzt gerade mal ein maximales Drehmoment von 250 Nm. Die Kraftübertragung übernimmt weiterhin eine Fünfgang-Handschaltung.
Das Gewicht ist im Inserat mit 985 Kilo angegeben, womit der Diesel-Speedster in etwa so schwer sein dürfte wie ein Speedster Turbo. Offizielle Fahrleistungen des Einzelstücks sind nicht bekannt, was daran liegt, dass es das Auto offiziell ja auch gar nicht geben dürfte. Nach seiner Zeit als Versuchsfahrzeug bei Opel ging das Unikat übrigens an die Robert Bosch AG.

Turbodiesel statt Benziner: In diesem Speedster sorgt ein 2,2-Liter-DTI für Vortrieb.
Bild: Fahr-Werk
So viel soll das Einzelstück kosten
Mittlerweile steht der einzigartige Speedster mit knapp 48.900 Kilometern auf dem Tacho zum Verkauf. Das Besondere dabei ist, dass das Unikat eine deutsche Straßenzulassung und einen noch bis Juni 2027 gültigen TÜV besitzt. Potenzielle Kunden sollten sich von ein paar Gebrauchsspuren innen und außen sowie einem nicht perfekten Finish nicht abschrecken lassen, es handelt sich schließlich um ein ehemaliges Erprobungsfahrzeug. Zudem benötigen Interessenten ausreichend finanziellen Spielraum, denn der Diesel-Speedster soll 35.366 Euro kosten. Damit liegt das Einzelstück in etwa auf dem Niveau guter Speedster Turbo, während Speedster mit Saugmotor rund 10.000 Euro günstiger sind.
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