Opel und Saab in Not
Wege in die Zukunft

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Acht bis neun Milliarden Euro Staatshilfe - in dieser Größenordnung bewegt sich ein Finanzplan zur Loslösung Opels von GM. Bei der anderen notleidenden Tochter Saab wird nach einem Tag Pause wieder gearbeitet.
(dpa/cj) Opel benötigt für eine eigenständige Zukunft ohne den US-Mutterkonzern General Motors (GM) langfristig acht bis neun Milliarden Euro. Dieser Kapitalbedarf wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) von GM- und Opel-Managern in den Verhandlungen mit Bund und Ländern über mögliche Staatshilfen genannt. Vom Bund wünscht das Unternehmen bisher Kredite oder Bürgschaften von rund 3,3 Milliarden Euro. Konkrete Zahlen könnten mit dem für diesen Freitag (27. Februar 2009) erwarteten Sanierungskonzept vorliegen. Nach dpa-Informationen aus Finanzkreisen hat GM bisher keine verbindlichen Angaben über die Zukunft der rund 25.000 Arbeitsplätze und der Werke in Deutschland gemacht. GM prüfe einen Verkauf des Opel-Werkes in Eisenach (Thüringen), für das es Interessenten gebe. Entscheidungen sind aber auch hier noch nicht bekannt.
Saab: Schwierigkeiten mit Lieferanten beseitigt
Der insolvente schwedische Autohersteller Saab hat unterdessen am Donnerstag (26. März 2009) seine Produktion nach eintägiger Unterbrechung wieder in vollem Umfang aufgenommen. Wie eine Unternehmenssprecherin in Trollhättan mitteilte, seien "Schwierigkeiten mit einem Lieferanten" ausgeräumt worden.

Bild: Lena Barthelmeß
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