Die modernsten Konzepte für Militärfahrzeuge, die Frankreich derzeit zu bieten hat, tragen ungewöhnliche Namen: Crab und Sphinx. Doch da enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Denn die Krabbe soll schnüffen und die Sphinx kämpfen. Aus diesem Grund sind die Panzer auch unterschiedlich ausgelegt. Der 4x4-Panzerwagen Crab kann die Hinterräder verstellen und sich dann seitlich bewegen. Mit drei Mann Besatzung, 35 PS pro Tonne und über 110 km/h lautet ihr Auftrag: Fühler ausstrecken, aufklären, rumschnüffeln, beobachten und spionieren. Um dabei nicht erwischt zu werden, ist die Silhouette mit 1,80 Meter für derartige Panzerfahrzeuge niedrig.

Gesucht: Nächster Humvee für die US-Streitkräfte

Panhard Sphinx
Futuristisch niedrige Silhouette der Sphinx: Der Fahrer siitzt fast zwischen den großen Reifen.
Wird es dennoch brenzlig, weiß sich die Krabbe mit einem ferngesteuerten Geschütz zu wehren. Dabei reicht die Feuerkraft aber längst nicht an die der Sphinx heran. Das ist die Monster-Schwester der Crab und ebenfalls eine Studie aus dem Hause Panhard. Der 16-Tonnen-Radpanzer ist als Jäger für schnelle Eingriffe in Krisengebieten konstruiert. Er verfügt deshalb über eine starke Panzerung und einen überdimensionalen Geschützturm. Dazu kommt: Der Radpanzer ist ein Meter kürzer und niedriger als andere Artgenossen, das soll das Risiko senken, entdeckt oder getroffen zu werden. Die absurd große Kanone stammt von Lockheed Martin UK, Kooperationspartner von Panhard.

Stärkster seiner Klasse: Schützenpanzer Puma

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Panhard soll zum vierten Quartal 2012 komplett von Renault Truck Defense, seit 2001 Teil der Volvo-Gruppe, übernommen werden. Die Schweden halten mittlerweile den Löwenanteil an französischen Militär-Unternehmen. Deren Zulieferer für Motoren, Geschütze und Software haben ihren Sitz unter anderem in England oder Deutschland.