(dpa/cj) Historische Reden vor dem Kongress und der UN, Besuch von Ground Zero und eine Messe vor zwei Millionen Gläubigen: Der Papst der Armen hat auf seiner ersten Amerika-Reise ein an Höhepunkten reiches Programm. Auf zu viel Pomp verzichtet Franziskus allerdings auch in den USA gern. So rollte der Pontifex am Mittwoch (23. September 2015) nicht in einer der schwarzen Limousinen an, die bei hohen Besuchen gewöhnlich am Weißen Haus gesichtet werden, sondern in einem Fiat 500L! Es dürfte eines der kleinsten Autos sein, die jemals am roten Teppich des White House vorfuhren. "Cool", "schick", "spricht Bände", kommentierten US-Reporter den anthrazitfarbenen Kleinwagen auf Twitter. Ein Journalist schrieb: "Nur der Papst auf einem Leihfahrrad hätte am roten Teppich des Weißen Hauses schräger ausgesehen."Nach dem Besuch bei US-Präsident Barack Obama kritisierte Papst Franziskus dann in einer historischen Rede vor dem US-Kongress in deutlichen Worten Waffenlieferungen und die in vielen US-Bundesstaaten zugelassene Todesstrafe. Es war die erste Rede eines Papstes vor dem Gremium in Washington. Der Argentinier wurde mit langem Applaus empfangen. Seine etwa 50-minütige Ansprache vor den Mitgliedern der beiden Parlamentskammern wurde 40 Mal von Beifall unterbrochen.

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Außerdem stehen ein interreligiöses Treffen am Ground Zero, der Besuch einer Schule im Stadtteil Harlem und eine Messe im Madison Square Garden auf seinem Programm. Am Samstag wird Franziskus in Philadelphia am Welttreffen der Familien teilnehmen. Es ist der eigentliche Anlass seines Besuchs. Eine Messe mit bis zu zwei Millionen Teilnehmern bildet aus Sicht der Kirche den eigentlichen Höhepunkt der Reise.