Das Auto des US-Präsidenten ist immer ein Blickfang. Denn wenn die mächtigste Person der Welt unterwegs ist, hat die Sicherheit oberste Priorität. Zuletzt war Joe Biden beim Staatsbesuch in Deutschland mit dem "Presidential State Car" unterwegs, das umgangssprachlich "The Beast" genannt wird und seit 2018 im Einsatz ist. Ob nun Donald Trump oder Kamala Harris als 47. Amtsträger ins Weiße Haus einzieht: Wer von beiden Biden als "Potus", Kurzform für "President of the United States" im Amt nachfolgt, wird in diesem einzigartigen Auto unterwegs sein.
Das aktuelle Auto wurde während der Amtszeit von Bidens Vorgänger Trump von General Motors maßgeschneidert und entspricht den strengsten Sicherheitsstandards. Da es sich um ein speziell entwickeltes Cadillac-Modell handelt, trägt es auch den Spitznamen "Cadillac One", angelehnt an die Namensnomenklatur der Flugzeuge "Air Force One" oder des Hubschraubers "Marine One", das sind die Rufzeichen der Maschinen, die den Präsidenten an Bord haben.
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Mit welcher Automarke fährt der US-Präsident?

Seit 1993 ist Cadillac der Hersteller der offiziellen Präsidentenlimousine. Während die Fahrzeuge anfangs noch aufgerüstete Serienmodelle (siehe Bildergalerie) waren, setzte George W. Bush im Jahr 2001 erstmals auf eine eigens entwickelte Sonderanfertigung.
Schon damals bekam das imposante, schwarze Sicherheitsfahrzeug den Spitznamen, der bis heute für alle folgenden Modelle genutzt wird: "The Beast", wegen der Größe von fast sieben Metern und des Gewichts von geschätzt bis zu acht Tonnen. Die immensen Sicherheitsstandards sind streng geheim. Beim Drehen des Hollywood-Streifens "White House Down" sickerten aber einige Details durch, auch der TV-Sender NBC verriet zuletzt einige davon.

Video: "White House Down"

Das Making of "the Beast"

Welche Sicherheitstechnik ist an Bord?

So gleicht die Karosserie des Fahrzeugs einem beinahe undurchdringlichen Panzer aus Stahl, Aluminium und Keramik. Mit einer Dicke von mindestens 20 Zentimetern bietet die Panzerung massiven Schutz gegen Beschuss mit Sturmgewehren, Schätzungen zufolge auch gegen leichte panzerbrechende Waffen. Die Fenster lassen sich nicht öffnen, ein Mechanismus wäre zu aufwendig. Kein Wunder, sind die Scheiben doch 12,7 Zentimeter dick. Und selbst mit durchstochenen oder durchschossenen Reifen bleibt das Auto fahrtüchtig, die Räder haben Notlaufeigenschaften. Ihr Format passt eher zu einem Lkw, denn zu einem Personenwagen.
Die Präsidentenlimousine Cadillac One neben der Air Force One. Vermutlich reist das Fahrzeug aber mit einem Transportflugzeug, nicht aber in der 747 des Präsidenten.
Bild: dpa
Das Fahrzeug ist zudem vollständig gegen Giftgasangriffe abgeschirmt. Modernste Kommunikationssysteme gewährleisten, dass der US-Präsident jederzeit mit der Außenwelt verbunden bleibt.

Bildergalerie

Joe Biden mit dem Beast - Stippvisite in Berlin, 18.10.2024
Donald Trump
Donald Trump
Galerie "The "Beast": die aktuelle US-Präsidenten-Limo und ihre Vorgänger" mit 85 Bildern öffnen
The "Beast": die aktuelle US-Präsidenten-Limo und ihre Vorgänger
Vermutet wird, dass das "Beast" mit Rauchgranaten und Tränengaskanonen ausgestattet ist – sowie einer Sprühvorrichtung, um Ölspray auf der Straße zu verteilen und potenzielle Angreifer abzuwehren. Für den äußersten Notfall soll sich sogar ein Kühlschrank mit Blutkonserven mit der Blutgruppe des aktuellen Präsidenten an Bord befinden. Angenehmes Reisen ist auf jeden Fall sicher, denn die Sitze verfügen über eine eingebaute Heizung und eine Massagefunktion. "The Beast" soll sieben Personen Platz bieten.

Was kostet die Präsidentenlimousine?

Der Preis für dieses mobile Hochsicherheitsfahrzeug beläuft sich auf etwa 1,5 Millionen Dollar pro Exemplar. Das derzeitige Modell steht kurz vor der Ablösung, da etwa alle acht Jahre eine neue Version entwickelt wird.

Welches Schicksal blüht jedem "Beast"?

Während verschiedene historische Limousinen der vergangenen US-Präsidenten in Museen stehen, eine im Henry-Ford-Museum in Detroit, wird keine aktuelle US-Karosse je in einer Ausstellung auftauchen: Seit 2001 ist es üblich, die ausgemusterten Präsidentenkarossen von verschwiegenen Menschen im Staatsdienst verschrotten zu lassen. Der Grund: die geheimen Sicherheitsvorkehrungen dürfen keinesfalls enttarnt werden.