Parken am Flughafen

Parken am Flughafen: Tipps

So wird das Parken günstiger

Wer mit dem Flugzeug verreist, muss irgendwie zum Airport kommen. Mit Kind, Kegel und Gepäck ist oft das Auto die erste Wahl. Aber: Wo parken?  AUTO BILD verrät, wie man den Wagen möglichst günstig am Flughafen abstellen kann.
In Deutschland gibt es knapp 30 größere Flughäfen, vom Frankfurter Mega-Airport bis zum Insel-Flugplatz Westerland auf Sylt. Aber ganz gleich, welchen Flughafen man ansteuert – wer mit dem Auto anreist, muss den Wagen irgendwo abstellen. Und das ist nicht gerade billig, die Parkgebühren an Flughäfen haben es in sich. Los geht es bei Tagestarifen um 20 Euro bis zu Tarifen von 44 Euro (Berlin Tegel, Mo.-Do.). Und auch die Wochentarife sind nicht unbedingt günstiger. Als Grundregel gilt: Je näher der Stellplatz am Abflugterminal dran ist, desto teurer ist das Parken. Dazu kommen oft extra Gebühren, wenn man zum Beispiel einen besonders breiten "Komfort-Parkplatz" haben möchte oder einen sogenannten Valet-Service in Anspruch nimmt. Dabei wird der Wagen noch in der Vorfahrt von einem Mitarbeiter übernommen und geparkt.
Parkkosten* an Deutschlands größten Flughäfen:
• Frankfurt/Main: ab 35 Euro / Tag, ab 210 Euro f. erste Woche, danach 5 Euro / Tag
• München: ab 35 Euro / Tag, ab 199 Euro / Woche
• Berlin Tegel: ab  35 Euro / Tag, ab 139 Euro / Woche
• Düsseldorf: ab 24,50 Euro / Tag, ab 79 Euro / Woche
• Hamburg: Ab 22 Euro / Tag, ab 75 Euro / Woche
• Berlin Schönefeld: ab 36 Euro / Tag, ab 119 Euro / Woche
• Stuttgart: ab 22 Euro / Tag, ab 52 Euro / Woche
• Köln/Bonn: ab 33 Euro / Tag, ab 49 Euro / Woche
• Hannover: ab 22 Euro / Tag, ab 60 Euro / Woche
• Nürnberg: ab 25 Euro / Tag, ab 89 Euro / Woche
*Parkplätze am Terminal, saison- und angebotsunabhängige Standard-Preise

Wie und wo kann man am Flughafen günstig parken?

Früh buchen: Die meisten Flughäfen bieten mittlerweile ein Online-Buchungssystem an, wo vorab Parkplätze gebucht werden können. Wer mindestens vier Wochen im Voraus bucht, kann bei den Parkplatz-Preisen oft viel Geld sparen. Teilweise werden die Parkplätze über 50 Prozent günstiger angeboten, als wenn man erst kurz vor dem Urlaub reserviert.
Nicht direkt am Terminal parken: Die Faustregel "je näher, desto teurer" sagt es schon aus: Wer nicht Parkhaus am Terminal ansteuert, kann viel Geld sparen. Die meisten Airports bieten verschiedene Stellflächen an, nimmt man einen kurzen Fußweg in Kauf, wird das Parken schon deutlich günstiger. Außerdem gibt es an den meisten Flughäfen sogenannte Urlauber- oder Dauerparkplätze. Die liegen meist am Rand des Flughafengeländes und bieten die besten Konditionen. In der Regel werden Reisende mit einem kostenlosen Shuttle vom Parkplatz zum Terminal hin- und wieder zurückgebracht. Wer sein Auto auf einem dieser Langzeitparkplätze abstellt, sollte allerdings die Extra-Zeit für den Shuttle einplanen, nicht dass er am Ende den Flug verpasst.
Auf Sonderangebote achten: Einige Flughäfen bieten Sonderkonditionen für Parkplatz-Frühbucher. Außerdem gibt es zu manchen Reisezeiten Sonderangebote für Urlauber. Hier lohnt es sich, sich vorab online zu informieren.
Beispiel: Eine Woche Parken in der Sommerferienzeit kostet am Flughafen München direkt am Terminal 199 Euro. Etwas weiter weg, aber noch in Laufweite, werden 139 Euro fällig und wer auf einen der entfernten Urlauberparkplätze ausweicht, kann sein Auto für 64 Euro abstellen.

Welche Alternativen gibt es zum Flughafen-Parkhaus?

Wer sein Auto noch günstiger unterbringen will, als auf den Urlauber-Parkplätzen der Airports, findet mittlerweile private Parkplatzanbieter im Umfeld vieler Flughäfen – vom Bauern, der seine Scheune ausgeräumt hat bis hin zum professionellen Großparkplatz-Betreiber. Das Park-Prozedere ist unterschiedlich: In der Regel muss man den Stellplatz vorab online oder telefonisch reservieren, einigen Betreibern kann man auch spontan sein Auto vorbeibringen. Bei manchen Anbietern bringt man den Wagen selbst zum Stellplatz und wird dann zum Flughafen gebracht und bei der Rückkehr wieder abgeholt; andere bieten einen Valet-Service an, übernehmen den Wagen direkt am Flughafen und bringen ihn anschließend dort wieder hin. Bei manchen muss man den Schlüssel hinterlegen, bei anderen nicht, beim einen steht der Wagen im Freien, beim nächsten unter Dach. Je nach Service-Umfang variieren die Preise, zahlreiche Webseiten helfen inzwischen dabei, das beste Angebot zu finden. Im vorangegangenen Beispiel – eine Woche Parken in der Sommerzeit in München – liegt der günstigste private Parkplatz-Anbieter aktuell mit 46 Euro noch einmal knapp 30 Prozent unter dem Urlauberparkplatz.

Wie kann man beim Parken noch sparen?

Viele Reisende, die einen weiten Weg zum Flughafen haben, kommen schon am Vorabend zum Airport und übernachten dort. Häufig bieten Hotels in Flughafen-Nähe sogenannte Sleep-and-Fly-Angebote an: Im Preis sind die Übernachtung, das Abstellen des Wagens und in der Regel auch ein Shuttle zum Flughafen und zurück inbegriffen. Für unsere Beispiel-Reise gibt es Angebote ab rund 100 Euro mit Vorübernachtung sowie dem Stellplatz für eine Woche – auch hier helfen spezialisierte Webseiten bei der Suche.
Eine weitere Möglichkeit zu Sparen ist, das Parken mit einem Werkstattaufenthalt zu verbinden: An manchen Flughäfen bieten Autohersteller direkt eine eigene Werkstatt an, alternativ kann man oft bei Händlern in Flughafen-Nähe entsprechende Service-Pakete aushandeln. Wer zum Beispiel den ohnehin fälligen Kundendienst während seiner Reise machen lässt, kann den Wagen oft bis zur Rückkehr gratis oder gegen eine geringe Gebühr bei der Werkstatt stehen lassen. 

Darf ich mein Auto auch einfach in Flughafennähe parken?

An Flughäfen wie München oder Frankfurt, die außerhalb der Stadt liegen, stellt sich die Frage nicht, doch an City-nahen Airports wie etwa Berlin-Tegel, Hamburg oder Bremen kommt es immer wieder vor, dass Flugreisende ihr Auto in nahegelegenen Wohngebieten abstellen und die letzten Meter zum Terminal zu Fuß, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Taxi zurücklegen. Dagegen laufen die Anwohner verständlicherweise Sturm, werden doch die meistens ohnehin knappen Parkplätze so auch noch von "Fremdparkern" blockiert. Erst kürzlich machte Hamburg damit Schlagzeilen, dass über 200 Autos mit auswärtigen Kennzeichen in einem flughafennahen Wohngebiet beschädigt wurden. Rein rechtlich spricht allerdings nichts dagegen, sein Fahrzeug auf öffentlichen Parkplätzen, die nicht durch ein Anwohnerparkgebiet oder zum Beispiel eine Parkscheinregelung eingeschränkt sind, abzustellen – und zwar grundsätzlich beliebig lang. Allerdings sind Autofahrer immer dazu verpflichtet, ihren Parkplatz regelmäßig zu überprüfen, schließlich könnten kurzfristige Halteverbote zum Beispiel für eine Baustelle eingerichtet werden. Das ist im Urlaub kaum möglich, deshalb muss man in Wohngebieten damit rechnen, dass der Wagen unter Umständen nach der Rückkehr nicht mehr dort ist, sondern abgeschleppt wurde. Dass es schlichtweg unhöflich ist, mit seinem Wagen während des Urlaubs den Anwohnern einen Parkplatz wegzunehmen, steht nochmal auf einem anderen Blatt.

Autor: Michael Gebhardt

Stichworte:

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