General Motors (GM) hat einen Käufer für seine Tochter Saturn gefunden: Mit dem Autohändler Penske Automotive Group sei ein Vorvertrag geschlossen worden, teilte GM mit. Die Vereinbarung sehe vor, dass mehr als 350 Händler und 13.000 Arbeitsplätze erhalten blieben. Die Transaktion soll im dritten Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen werden. Penske ist in den USA nach Umsatz die zweitgrößte Autohandelsgruppe nach AutoNation und hat für Daimler in den USA den Vertrieb des Smart übernommen. Über Saturn wird bisher auch der Opel Astra in Amerika verkauft.

Hummer-Verkauf könnte noch platzen

GM hatte als letzte Chance zur Rettung Insolvenz beantragt. Der Konzern soll weitgehend verstaatlicht werden und sich gesundschrumpfen. Zudem werde es einen Umbau des Managements geben, kündigte GM-Chef Fritz Henderson an, ohne weitere Details zu nennen. Die Marken GMC, Chevrolet, Cadillac und Buick sollen bleiben, alle anderen werden verkauft – darunter Opel, Saab, Hummer und Saturn. Bei Opel zieht sich GM auf einen 35-Prozent-Anteil zurück. Vor dem endgültigen Vertragsabschluss mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna über einen Einstieg bei Opel gebe es aber noch Arbeit, räumte Henderson ein. Für die bereits vereinbarte Übernahme der Geländewagenmarke Hummer durch den chinesischen Spezialmaschinenbauer Tengzhong fehlt noch der Segen der Behörden in China. Nach jüngsten US-Medienberichten könnte das Geschäft noch platzen.