Peugeot iOn: Gebrauchtwagen-Test
Ist da noch Saft drin?

Gebrauchte Elektroautos sind noch Exoten. AUTO BILD sagt, welche Reparaturkosten folgen können. Im Test: ein Peugeot iOn von 2011.
- Stefan Diehl
Die Frage nach der Reichweite kommt immer und sofort. Verständlich, denn Steckdosen am Straßenrand sind so rar wie Tankwarte, die Sprit verschenken. Seit gut drei Jahren gibt es vollelektrische Autos wie die Brüder Citroën C-Zero, Mitsubishi i-MiEV und Peugeot iOn. Das Trio ist technisch baugleich. Wir testen einen drei Jahre alten iOn der Hamburger Peugeot-Niederlassung. Der schwarze Stromer hat in zweieinhalb Jahren knapp 18.000 Kilometer auf die Schleifkohlen seines E-Motors bekommen. Peugeot nennt eine Reichweite von 150 Kilometern. Wir steigen ein. Der Blick auf die Reichweitenanzeige des vollgeladenen iOn: 103 Kilometer. Wie bitte? Verkäufer Happich klärt uns auf: Ist der Fahrer zuvor sportlich gefahren, zeigt die Anzeige den Mittelwert der letzten Fahrt an. Aha, wenn ich jetzt also vorsichtig fahre, wird das mehr? "Genau", lächelt der Peugeot-Mann zuversichtlich.
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Und richtig: Wir legen auf der Testfahrt rund 70 Kilometer zurück. Die Akkuanzeige meldet: halb voll. Okay. Und wie lange halten die Batterien? Chemiker berichten von 3000 bis 5000 Ladezyklen bei Lithium-Ionen-Akkus; bei täglicher Ladung wären das rund acht bis 14 Jahre. Autohersteller sagen, die Batterie hält so lange wie das Auto. Besser wär's auch. Denn: Sind die Zellen hin, ruft der Peugeot-Teilemann 24.374 Euro auf. Ein nagelneuer, kompletter iOn kostet nach zwei Preissenkungen heute 200 Euro weniger. Für wen lohnt sich nun ein gebrauchter Stromer? Antwort: Nur für denjenigen, der über eine Lademöglichkeit vor der Haustür verfügt und überwiegend im Kurz- und Mittelstreckenverkehr unterwegs ist.
Was bei unserem Testwagen aufgefallen ist, und auf welche Mängel Käufer beim Peugeot iOn außerdem achten sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie.
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