VF Ute SS-V Redline – schräger Name. Und noch schräger ist das Auto: Der zweitürige Pick-up basiert auf der Limousine Holden Commodore, die man in Deutschland mit Audi A6 und BMW 5er vergleichen würde.

Australische Power-Familie: Holden HSV Gen-F

Holden SS V Redline Ute
Rundenhatz im Kleinlaster: Der Holden VF Ute SS-V Redline auf Sekundenhatz in der Grünen Hölle.
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In Australien gilt der Ute als Nutzfahrzeug und ist dort alles andere als eine Randerscheinung. Deshalb stattet Holden den Pick-up – je nach Bedarf des Kunden – gleich mit verschiedenen Motoren aus. Unter Sechszylinder-Benzinern geht da nichts. Am Ende der Leistungs-Skala steht ein voluminöser V8 mit üppigen sechs Litern Hubraum und rund 350 PS. Das Auto schickte Holden nun nach Deutschland, um eine Rekord-Basis für derartige Nutzfahrzeuge am Nürburgring aufzustellen. In Ermangelung eines bereits bestehenden Rekordes nahmen sich die Aussies eine Zeit von 8:30 Minuten zum Ziel. Hinters Steuer klemmte sich Rob Trubiani. Der Holden-Ingenieur unterbot die anvisierte Zeit und jagte den Ute in 8:19,47 Minuten durch die "Grüne Hölle".

Muscle-Cars aus Australien: Böse Autos in Down Under

Studie BMW M3 Pick-Up
BMW hatte auch mal einen potenten Pick-up im Sinn. Es blieb aber bei diesem 420 PS starken Einzelstück.
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Eine durchaus respektable Zeit für die gut 20 Kilometer lange Rennstrecke in der Eifel. Zur Orientierung: Damit ordnet sich der australische Kleinlaster zwischen so sportlichen Modellen wie dem Porsche Cayman S (erste Generation) und dem BMW M135i ein. Solch skurrile Autos wie den VF Ute gibt es übrigens nicht nur in Down Under: Die BMW M GmbH stellte mit dem M3 Pick-Up (auf Basis des E90) ein ganz ähnliches Konzept auf die Räder, beließ es allerdings bei einem Einzelstück.