Polestar 1 im Test

Polestar 1: Test, Motor, Preis

Kein Volvo fährt so geschliffen

600 Hybrid-PS und Carbon-Karosserie? Auch das kann Volvo – mit dem Polestar 1. Erste Fahrt mit der Serienversion des seltenen Schweden.
Bei 500 ist Schluss. Nee, nicht PS. Davon hat der Polestar 1 100 mehr. Sondern Stückzahl – mehr als 500 des 1 wird die Volvo-Tochter im Jahr nicht bauen. Dagegen sind selbst Ferrari und Lambo Massenware … Trotz seiner Leistung fährt der Polestar in einer anderen Liga als die italienischen Supersportler – in der von vielen Herstellern aufgegebenen Klasse der Gran Turismo.

Das Design des Polestar ist voller schöner Details

Trotz der extremen Proportionen wirkt das Design des Polestar eher zurückhaltend und detailreich.

Das beginnt schon beim Design. Der Polestar ist ein stiller Held, nie laut oder marktschreierisch. Aber mit vielen schönen Details gestaltet – dem feinen Kühlergrill etwa oder den markanten Schultern. Oder dem großen Glasdach, in das nachts ein Polarstern gespiegelt wird. Oder den rahmenlosen Außenspiegeln. Oder, oder, oder. Tatsächlich sieht der 1 mit seinen extremen Proportionen aus wie eine Studie, die es ohne Änderungen vom Messestand auf unsere Straßen geschafft hat. Selbst nach mehreren Runden ums Auto fallen immer wieder feine Besonderheiten auf. Besonderheiten sind ein gutes Stichwort, denn der Polestar fährt auch ganz besonders. Das liegt weniger am "High-Performance-Hybrid-Antrieb" (der auch eine Wucht ist, aber dazu später mehr), sondern am Fahrwerk.

Beim Fahrwerk haben die Schweden alles richtig gemacht

Charakterprägend: Mit den Öhlins-Stoßdämpfern wird der Polestar zum geschmeidigen Fahrerauto.

Sündhaft teure Stoßdämpfer vom Spezialisten Öhlins sind für den 1 ähnlich charakterprägend, wie es früher bei BMW die Reihen-Sechszylinder waren. Sie sorgen dafür, dass selbst Fahranfänger a) die 600 PS sauber dosieren und b) im leichten Drift wie echte Könner um die Kurven fegen können. Dazu kommt Kollege Computer, der dank der E-Motoren das Drehmoment nicht nur zwischen den Achsen, sondern auch den Hinterrädern so fein portioniert, wie es selbst der passionierteste Sportwagenfahrer nicht könnte. Gepaart wird diese erstaunliche Agilität mit einem Komfortlevel, der deutlich über den Serien-Volvo liegt. Das leichte Stuckern an der Vorderachse ist ebenso Geschichte wie das etwas unwirsche Anfedern kleinerer Unebenheiten. Kommen wir zum vorhin schon einmal beschriebenen Hybrid-System. Der bekannte Zweiliter-Volvo-Einheitsmotor wird mithilfe von Turbo UND Kompressor zum Kraftwerk, gemeinsam mit den E-Maschinen stehen besagte 600 PS und fast unglaubliche 1000 Newtonmeter im Datenblatt.
Die sich fast schon unspektakulär anfühlen. Wäre da nicht der Blick auf den Tacho, dessen Nadel so schnell in die Höhe schießt wie die des Drehzahlmessers … Beeindruckend – und der Geschmeidigkeit alter Jaguar gar nicht so unähnlich. Bad News? Ja. Die knappe Verfügbarkeit paart sich mit einem fiesen Preis, 155.000 Euro sind es mindestens. Schluss mit dem Traum vom Traum-Coupé.
Das Fazit von Stefan Voswinkel: "Wir sind verliebt in dieses Traumcoupé von Polestar! Bildschön gezeichnet, technische Avantgarde, politisch korrekter Power-Hybrid und extrem selten – das ist der Stoff, aus dem automobile Legenden von morgen gestrickt sind." AUTO BILD-Testnote: 2
Technische Daten Polestar 1 • Motoren: 2,0-l-Vierzylinder, Turbo-Kompressor (227 kW), + E-Motor (52 kW) + zwei E-Motoren mit je 85 kW an der Hinterachse • Systemleistung: 441 kW (600 PS) • Akkukapazität: 34 kWh • max. Drehmoment: 1000 Nm • Antrieb: Allradantrieb, Achtstufenautomatik • Länge/Breite/Höhe: 4586/1958-2023/1348 mm • Leergewicht: 2350 kg • 0–100 km/h: 4,2 s • Vmax: 250 km/h • Preis ab 155.000 Euro.

Polestar 1 im Test

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