Kreischende 9000 Touren, bissige 500 PS, atemberaubende 318 km/h schnell, happige 152.416 Euro teuer – der neue Porsche 911 GT3 ist ein Extrem-Typ. Extrem schnell, extrem rassig, extrem laut. Ach ja: und extrem unterfordert. Jedenfalls meistens.

Die Stadt ist nicht das natürliche Habitat eines GT3

Porsche 911 GT3
Unterfordert: Ganz normaler Stadtverkehr ist für den GT3 fast schon eine Quälerei. Er kann so viel mehr.
Bild: Toni Bader
Bei legaler Behandlung stutzen ihn Straßenverkehrsordnung, Moral und gesunder Menschenverstand ordentlich zusammen – auf ein 90 PS schwaches, schleichendes, untertourig dahertuckerndes Wägelchen. Jedenfalls dürfte es sich für ihn selbst so anfühlen. Ständig könnte der GT3 schneller, als er dürfte, meist hätte er viel mehr zu bieten als erlaubt, selten hätte er den Platz, so richtig wild zu toben. Wie sehr sich Reglementierungen des Alltags auf ihn auswirken, haben wir ausprobiert, auf abgesperrter Strecke nachgefahren und ausgerechnet. Bis zu 200 (!) Prozent seiner Möglichkeiten büßt er demnach ein. Ganz klar: Wir wollen auf keinen Fall dazu animieren, mehr zu wagen als erlaubt. Nur theoretisch betrachten, wo er mit gebremstem Schaum läuft. Sagen wir so: auf öffentlichen Straßen eigentlich immer.
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Natürlich haben wir den neuen GT3 auch auf seine Sportlichkeit außerhalb aller Straßenverkehrsregeln getestet. Wie er auf einer abgesperrten Rundstrecke (in unserem Fall der Trockenhandlingkurs des Contidroms bei Hannover) abschneidet, sehen Sie – wie alle anderen Details – in der Bildergalerie.

Fazit

Als Sportwagen ein Volltreffer. Wobei: Wir hätten weniger Nervosität erwartet und uns eine bessere Rundenzeit gewünscht. Der Nebenaspekt 'Racer im Straßenverkehr' ging natürlich nicht in die Wertung ein – hat uns aber Spaß gemacht!