Porsche 911 RSR/Harley-Davidson Fat Boy von Lego

Lego-Duell Porsche 911 RSR mit Harley

AUTO BILD hat sich an das ultimative Lego-Duell gewagt: Porsche gegen Harley, "Technic" gegen "Creator". Welches Modell lässt sich schneller zusammenbauen?
Lego hat faszinierende Fahrzeuge im Programm, sowohl Technic- als auch Creator-Modelle. Die einen beeindrucken mit ihrer Funktionalität, die anderen mit ihrer detailgetreuen Optik. AUTO BILD wollte herausfinden, wie sich beide Varianten in der Praxis anfühlen – und welche sich schneller zusammenbauen lässt. Deshalb ließ die Redaktion den Porsche 911 RSR (Lego Technic) gegen die brandneue Harley-Davidson Fat Boy (Creator) im großen Zusammenbau-Duell antreten. Sind die Modelle an einem Abend zu schaffen?

Der Porsche hat 550 Teile mehr

Adele Moser wurde schnell bewusst, dass eine Menge Arbeit vor Ihr liegt.

Adele Moser, Gebrauchtwagen-Expertin und Sportwagen-Liebhaberin, hat sich für den Porsche entschieden. Weil der 911 RSR über 550 Teile mehr hat, bekam sie einen Vorsprung. Voller Vorfreude ging sie ans Werk und ließ sich auch von den unzähligen separaten Teile-Tütchen nicht aus der Ruhe bringen. Beim ersten Durchblättern der knapp 300 Seiten dicken Anleitung wurde allerdings schnell klar, dass es ein Haufen Arbeit werden würde. Dieser Eindruck verstärkte sich, als Adele auf den Steinchenhaufen mit insgesamt 1580 Teilen blickte. Weil die Tütchen nicht nummeriert sind, war es sinniger, alles direkt zu öffnen und sich die benötigten Teile herauszupicken.

Unsauberes Arbeiten kostet Zeit

Die realistischen Details des Porsche brauchen Zeit, sauberes Arbeiten ist gefordert.

Das Zusammensetzen des Lego Porsche 911 RSR machte von Anfang an Spaß – die Anleitung ist leicht verständlich und liefert hilfreiche Tipps. Dennoch brauchten einige komplexe Teile wie das Differenzial viel Zeit. Wer bei realistischen Details wie dem Sechszylinder-Boxermotor mit seinen beweglichen Kolben nicht ganz genau arbeitet, der erhält sofort die Quittung in Form eines hakeligen und nicht funktionierenden Antriebs. Die 50 Aufkleber sorgen für Farbakzente und bescheren dem Sportler nette Details – etwa die Karte der Rennstrecke auf der Innenseite der Fahrertür. Insgesamt ließ sich der schöne Lego Technic Porsche 911 RSR (149,99 Euro) leicht bauen und bereitete schon in dieser Phase eine Menge Spaß – allerdings reichte die Zeit nicht aus, um ihn am selben Tag komplett fertigzubekommen. Die große Chance also für Harley-Davidson, den Sieg im Lego-Duell einzufahren!

Harley mit komplexem "Technic"-Anteil

Lars Hänsch-Petersen startete mit der Harley eine Stunde nach Adele Moser.

Lars Hänsch-Petersen, Motorradfahrer und Harley-Fan, nahm es mit der Fat Boy auf. Er startete mit dem Zusammenbau etwa eine Stunde nach Kollegin Moser – da hatte die Porsche-Bauerin schon die ersten 500 Teile zusammengesetzt. Doch die Harley war kein Selbstgänger. Creator-Modelle sind zwar weniger komplex aufgebaut als Technic-Fahrzeuge, doch auch die Fat Boy hat 1023 Teile und sogar selbst einen Anteil "Technic": Das hintere Rad bewegt über eine detailgetreu nachgebildete Kette aus 43 Teilen die Zylinder des V-Twin-Motors auf und ab. Der Aufbau der Harley gestaltete sich deutlich leichter und schneller als der des Porsche. Bereits nach etwas mehr als einer Stunde nahm der Motor Gestalt an. Als nächste Etappenziele entstanden Heckfender, Sitz und Auspuffrohr Nummer eins vor den Augen des Erbauers. Das half dabei, die Motivation konstant aufrecht zu halten und gleich nach den nächsten Teilen zu suchen.

Ungenauigkeiten in der Anleitung

Autsch: Konstrukteure mit zarten Fingern sollten sich mit den scharfkantigen "Technic"-Teilen lieber Zeit lassen.

Die Nummerierung der Steinchentüten nach Zusammenbau-Kapiteln und die umfangreiche Anleitung erleichterten das Unternehmen Harley. Allerdings offenbart die Anleitung an einigen Stellen Ungenauigkeiten. Die treten etwa dann zutage, wenn Komponenten wie der Scheinwerfer ans Motorrad angebaut werden sollen und man die exakte Verbindung am besten selbst ausbaldowert. Außerdem sind kleine Technic-Verbindungsstücke mit scharfen Kanten nichts für zarte Fingerkuppen. Ansonsten ist die Lego Harley-Davidson Fat Boy für 89,99 Euro ein Spaßbringer für verregnete Nachmittage. Nach 5:57 Stunden war sie fertig – und hat damit das AUTO BILD-Duell verdient gewonnen!

Fazit: Bei Lego ist der Weg das Ziel!

Lego-Modelle gegen die Uhr zusammenbauen? Das ist total kontraproduktiv! Okay, wir hatten eine tolle Zeit, und es gab einen klaren Sieger. Aber viel gelernt haben wir auch: Denn beim Lego-Bauen ist der Weg das Ziel, nicht das fertige Modell. Nur so lassen sich die Ideen der Designer entsprechend wertschätzen. Wer sich Zeit lässt, der hat am Ende nicht nur das Fahrzeug als Ergebnis.
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