Porsche 911 Turbo Targa (1976): bb, Regenbogen, G-Modell

Porsche 911 Turbo Targa (1976): bb, Regenbogen, G-Modell

Der 911, den Porsche sich nicht traute

Den 911 Targa gab es nie als Turbo – offiziell. Tuner bb verpflanzte 1976 den Motor vom 930 Turbo in einen Targa SC. Der sogenannte "Regenbogen-Porsche" war geboren!
Der "Regenbogen-Porsche" von Tuner bb vereint erstmals Turbomotor und Targa-Karosserie. Die Firma von Rainer Buchmann war in den 70ern und 80ern vor allem fĂŒr wilde Karosserieumbauten und ausgefallene Innenausstattungen bekannt. Mit dem "Regenbogen-Porsche" gelang bb 1976 der Durchbruch.

Die gesamte Karosserie des Targa wurde verstÀrkt

Zeitgenössisches Pressefoto vom bb-Regenbogen-Porsche. Im Hintergrund ein zweiter Turbo-Targa.

Die Basis fĂŒr den Porsche Turbo Targa von bb ist ein 911 Targa SC der Baureihe 930. Die meiste Arbeit steckt in der Karosserie, denn den Targa gab es offiziell nie als Turbo. Die Karosserie sei laut Porsche zu weich und wĂŒrde die Kraft des Turbo-Motors nicht aushalten. Das hielt Buchmann nicht davon ab, die gesamte Antriebstechnik eines 930 Turbo in den Targa zu verpflanzen, inklusive des 260 PS starken Dreiliter-Boxers. Damit der Targa die Leistung verkraftet, wurde die Karosserie von bb umfangreich verstĂ€rkt: Stahlstreben im Armaturenbrett und im Heckbereich sowie Versteifungen in TĂŒren, Schwellern, Scheibenrahmen und Bodengruppe wirken den AntriebskrĂ€ften entgegen. Auch die Optik wurde komplett auf Turbo verĂ€ndert: KotflĂŒgel, Heckdeckel und Felgen stammen vom schnellsten Elfer.

Horrender Kaufpreis und High-End-Audioanlage

Statt Passagieren finden in den hinteren Notsitzen eine Sektflasche und GlÀser Platz (rechts im Bild).

Im Innenraum steckt ein aufwendiges Hifi-System mit Teilen im Wert von damals ĂŒber 50.000 Mark. Alleine das Autotelefon kostete 18.000 Mark. Die Lautsprecher stammen aus Heim-Audio-Systemen, die Halterungen mussten extra angefertigt werden. Insgesamt kostete der Targa-Turbo ĂŒber 130.000 Mark! Zum Vergleich: Ein neuer Porsche 911 Turbo kostete damals ca. 66.000 Mark. Der Name "Regenbogen-Porsche" verdankt der Targa ĂŒbrigens seiner Lackierung mit den auffĂ€lligen Streifen. 1976 stand der bb-Turbo-Targa auf dem Messestand von Polaroid auf der Photokina in Köln. DafĂŒr wurde der Porsche mit zwei Streifen in den Hausfarben von Polaroid lackiert. Die Ausstellung verhalf dem Turbo Targa und bb zu weltweiter Bekanntheit, und die Hausfarben von Polaroid wurden auch zu den Hausfarben von bb. Neben dem Polaroid-Targa entstanden noch zwei weitere Exemplare – allerdings ohne die Regenbogen-Farben.

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