Sie galten vor rund acht Jahren als das goldene Triumvirat – die heiligen drei Könige: Ferrari LaFerrari, McLaren P1 und Porsche 918 Spyder. Letzteren hat Zuffenhausen extra für dieses Event noch mal aus dem Werksmuseum geholt.
Für mich ist es heute gleich in doppelter Hinsicht ein Novum: Das erste Mal fahre ich sowohl Carrera GT als auch 918 Spyder. Diesen Tag muss ich mir rot im Kalender anstreichen.
Porsche 918 Spyder
Ab Modus Speed fährt der Flügel in Position – wahlweise in zwei, acht oder 14 Grad Anstellwinkel.

Damals, als die beiden heutigen Museumsstücke als Testwagen in der Redaktion standen, war es mir nicht vergönnt, mich ans Steuer zu setzen. Heute habe ich mehr Glück. Und im Grunde ist das früh genug, denn die Faszination, die von Porsches Supersportler-Elite ausgeht, ist nach wie vor da. (Das Einhorn unter den Sportwagen: der Carrera GT)

918 Spyder schon vor 10 Jahren mit Elektropower

Der 918 entstand in einer Zeit, in der man noch Elektropower verbaute, weil man wollte – nicht weil man musste. Für den kleinen Extrapush beim Herausbeschleunigen oder einfach, um effizient einen Allradantrieb zu realisieren.
Der Porsche 918 Spyder macht all das auch heute noch mit einer fast schon ernüchternden Selbstverständlichkeit. Wirklich erstaunlich, wenn sich ein Auto, das fast zehn Jahre alt ist, noch so fährt wie ein aktueller Neuwagen.
Porsche 918 Spyder
Auf der Fahrerseite den Sprit auffüllen, auf der Beifahrerseite den Strom nachladen – bitte nicht verwechseln.

Vielleicht ist das einfach der Porsche-Effekt. Während aktuelle Autos von einigen anderen Herstellern ja eher so fahren, als wären sie bereits zehn Jahre alt ...

Technische Daten und Preis: Porsche 918 Spyder

Motor: V8, Hybrid, Mitte hinten längs
Hubraum: 4593 cm3
Leistung: 652 kW (887 PS) bei 8500/min 
max. Drehmoment: 917 Nm (im ersten Gang)
Antrieb: Allrad/ Siebengang-DKG 
L/B/H: 4643/1940/1167 mm
Leergewicht: 1674 kg (DIN)
0–100 km/h: 2,6 s
0–200 km/h: 7,3 s
Spitze: 345 km/h
Preis: 768.026 Euro (2014)

Fazit

Die Beschleunigungswerte in Längs- und Querwirkung sind außerirdisch. Man muss sich immer wieder gedanklich selbst zwicken und in Erinnerung rufen, in was man da eigentlich sitzt. Erst dann lässt sich das immense Potenzial erfahren.