Porsche Cayman: Fahrbericht
So fährt der neue Porsche Cayman

Von wegen Elfer für Arme: Mit dem neuen Cayman setzt Porsche ganz auf seine Kerntugenden. Wir waren mit dem bissigen Sportler unterwegs.
Stärker und schneller, leichter und sparsamer, etwas geräumiger und trotzdem noch schnittiger gezeichnet – so schickt Porsche jetzt die dritte Generation des Cayman ins Rennen. Das Mittelmotor-Coupé, das mehr ein kleiner Elfer als ein Boxster mit Dach sein will, kommt am 2. März 2013 in den Handel und ist mit einem Grundpreis von 51.385 Euro die vielleicht billigste Art, echte Porsche-Gefühle in geschlossenen Sportwagen zu erleben. Denn die Zeiten, in denen der Cayman nur als Elfer für Arme galt und von Carrera-Fahrern milde belächelt wurde, sind mit der Neuauflage endgültig vorbei.
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Leichtfüßiger Querdynamiker: Wie von selbst tänzelt der Cayman mühelos auf der Ideallinie.
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Wuchtig: Die Mittelkonsole im Stil des Panamera hat nun auch im Cayman Einzug gehalten.
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Designchef Michael Mauer hat die Proportionen des Cayman gründlich zurechtgerückt: Die Überhänge hat er gekürzt, die Frontscheibe nach vorn gerückt, das Dach nach unten geholt, alle Linien sparsam und präzise gesetzt und jede Kanten wie mit dem Messer gezogen – so sieht der Cayman schon im Stand schärfer und schneller aus als je zuvor. Aber auch im Rückspiegel macht der Cayman jetzt eine bessere Figur, weil ihn die nach außen wachsenden Nüstern frecher und fordernder erscheinen lassen. Und wenn der Zweisitzer an einem vorbeigezogen ist, erfreut man sich an einem kurzen und knackigen Heck, das jetzt von einer umlaufenden Kante geprägt ist, die selbst vor den LED-Rückleuchten nicht Halt macht.
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Diätprogramm: Der Cayman hat beim Modellwechsel abgespeckt und ist bis zu 30 Kilo leichter als früher.
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Wie immer bringt Porsche zum Start für gute 10.000 Euro Aufpreis auch gleich ein S-Modell. Dort hat der Sechszylinder-Boxer hinter den Sitzen dann wie bisher 3,4 Liter Hubraum und legt nur fünf PS zu. Deshalb stehen jetzt 325 PS und 370 Nm im Datenblatt. Das reicht für Sprintwerte von 4,7 Sekunden und ein Spitzentempo von 283 km/h. Und auch hier liegt der Verbrauch mit bestenfalls 8,0 Litern auf einem Niveau, das bis vor kurzem schon einer Mittelklasse-Limousine zur Ehre gereicht hätte.
Konkurrenz musste Porsche für den Cayman schon bislang kaum fürchten. Denn außer dem mittlerweile arg angestaubten Audi TT vielleicht noch dem Nissan 370Z und demnächst dem Jaguar F-Type gibt es in dieser Klasse nicht viele Autos, die mit dem Coupé mitfahren können. Doch dafür machen sich die Schwaben mit der dritten Auflage jetzt selbst das Leben schwer. Denn so gut, wie der neue Cayman geraten ist, wirkt plötzlich selbst der 911 gefährlich überflüssig. Vor allem, wenn man die rund 25.000 Euro Aufpreis berücksichtigt.
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