Porsche Cayman: Gebrauchtwagen-Test
So sieht ein Schnapper aus!

Porsches Einstiegsmodell Cayman trägt das Krokodil nicht nur im Namen: Er bleibt auch im Alter erfreulich bissig.
Ein echter Porsche mit Sechszylinder-Boxermotor ist für viele Sportwagen-Fans noch immer das ultimative Traumauto. Tatsächlich locken ab 2005 gebaute Cayman-Modelle in Onlinebörsen als Gebrauchte im vernünftigen Zustand bereits ab günstigen 18.000 Euro. Genetisch ist der schnittige Zweisitzer eng mit seinem Roadster-Pendant, dem Boxster, verwandt und dem Neunelfer der Modellgeneration 997 wie aus dem Gesicht geschnitten. Gegenüber seinem großen Bruder bietet er sogar einige handfeste Vorteile. Sein Heckmittelmotor-Konzept beschert ihm eine perfekte Gewichtsbalance und zwei Kofferräume mit einem Gesamtvolumen von reisetauglichen 410 Litern. Dass im Vergleich zum Elfer der Raum für die Fondsitzanlage fehlt, ist eher ein akademisches Problem: Denn die ist so eng, dass sie bestenfalls zur gelegentlichen Mitnahme von Kindern taugt.
"Schni-Schna-Schnappi"? Spöttische Spitznamen sind Geschichte

Ewige Jugend: Auch als Neunjähriger wirkt der Cayman frischer und teurer, als er tatsächlich ist.
Bild: Sandra Beckefeldt / AUTO BILD
Überblick: Alles zum Porsche Cayman
Mit dem S-Modell wird's so richtig porschig

Vom Motor ist nicht viel zu sehen, zum Trost gibt es erstaunlich viel Stauraum fürs Gepäck.
Bild: Sandra Beckefeldt / AUTO BILD
Der 111-Punkte-Check sorgt vor dem Kauf für Sicherheit
Wer ein alltagsfreundliches Schnäppchen sucht, der bleibt eher bei einem der zahlreichen Import-Angebote hängen: Aus der halben Welt kommen gebrauchte Porsche in die Heimat zurück. Wichtig ist dabei, dass der Cayman den europäischen Zulassungsnormen entspricht und eine ebenso lückenlose wie schlüssige Historie vorliegt. Sämtliche Sport-Umbauten müssen offiziell abgenommen sein! Wer die Umrüstung auf eigene Faust wagt, zerkleinert vor der deutschen Vollabnahme womöglich hohe vierstellige Summen. Außerdem sollte ein Fachmann vor dem Kauf sicherstellen, dass es sich nicht um einen Unfallwagen handelt. In Porsche-Zentren gibt es einen umfangreichen 111-Punkte-Check, der bei ernster Kaufabsicht vorab für Klarheit sorgt. Typische Reparaturen – etwa aufgrund eines defekten Kurbelwellensimmerrings oder eines defekten Infotainmentsystems – sind sehr teuer beim Cayman. Allzu oft unerkannt bleiben korrosionsgeschwächte Federbeine, die unterhalb der Schaumstoffdämpfer im Verborgenen gammeln: Cayman fahren ist ein großer Spaß, aber niemals ein billiges Vergnügen. Auch wenn der niedrige Kaufpreis erst mal danach aussieht.
Was beim AUTO BILD-Testwagen aufgefallen ist, und auf welche Mängel Käufer beim Porsche Cayman außerdem achten sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie.
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