Porsche hat bei Volkswagen die Kontrolle übernommen. Mit der Aufstockung der Anteile auf 35,14 Prozent ist VW am 16. September unter das Dach der Porsche-Holding geschlüpft und ein Teilkonzern geworden. Mit dem Stimmrechtsanteil verfügt Porsche nun über eine faktische Mehrheit in der VW-Hauptversammlung. Diese Hauptversammlungsmehrheit hatte die EU von Porsche als Bedingung für die Genehmigung der Übernahme der tatsächlichen Stimmrechtsmehrheit verlangt, die Porsche noch erreichen will. Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking bestätigte: "Das Ziel bleibt weiterhin, unseren Anteil an Volkswagen auf über 50 Prozent zu erhöhen. Der heutige Schritt ist ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg."

Porsche muss jetzt auch ein Angebot für Audi abgeben

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking will schon bald den Anteil an Volkswagen auf über 50 Prozent erhöhen.
Vor der Erhöhung des Anteils auf 50 Prozent müssten aber noch mehrere Kartellbehörden zustimmen, erklärte Porsche. Die Arbeitnehmervertreter von Volkswagen werden jetzt in den Betriebsrat der Porsche-Holding und in den Aufsichtsrat einziehen. In der Holding ist der VW-Anteil und der des Sportwagenbauers gebündelt. Wegen der neuen Beteiligungsverhältnisse müsse Porsche nun auch ein Übernahmeangebot für die VW-Tochter Audi abgeben. Wiedeking bekräftigte: "Wir sehen Audi als integralen Bestandteil des Volkswagen-Konzerns und haben kein Interesse daran, das Unternehmen aus dem Konzernverbund herauszulösen."