Porsche Mission S (2026): Das ist Porsches neuer Supersportwagen
Alles, was wir über Porsches neuen Supersportwagen wissen

Porsche plant einen neuen Supersportwagen oberhalb des 911. Wie der aussehen könnte, zeigt die Studie Mission S. AUTO BILD hat den Mittelmotorsportler schon live gesehen!
Bild: Porsche AG
Der Porsche 911 bekommt einen großen Bruder! Mit einem neu entwickelten Supersportwagen will Porsche schon bald die Konkurrenz von Ferrari, Lamborghini, McLaren und Co angreifen – und natürlich seine Profitabilität steigern. Einen ersten Ausblick auf den künftigen Supersportwagen mit Mittelmotor zeigt die Designstudie Mission S!
AUTO BILD hatte im Vorfeld des Capital Markets Day bereits die Möglichkeit, den Mission S genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Designstudie wirkt auf den ersten Blick modern, geradezu futuristisch – doch bei genauerem Hinsehen sind einige typische Designmerkmale wie beispielsweise die Torpedo-Kotflügel zu erkennen.
Bemerkenswert ist, dass von der ersten Idee bis zum fertigen Prototyp nicht mal acht Monate vergangen sind. Das hat Tobias Sühlmann, Leiter Design bei Porsche, im Gespräch mit AUTO BILD verraten. Der 46-Jährige wechselte erst im Februar 2026 von McLaren zu Porsche und wurde direkt mit der Aufgabe betraut, einen neuen Supersportwagen zu entwerfen.
Design-Anleihen vom 911 GT1
Die größte Herausforderung bestand laut Sühlmann darin, das Auto nicht einfach wie einen großen 911 wirken zu lassen. Stattdessen zitiert der Mission S Porsche-Ikonen wie den 911 GT1 und den 959. Speziell die lang gezogene Front nimmt deutliche Anleihen beim legendären GT1. Gleiches gilt für das Heck-in-Heck-Design – eines der charakteristischsten Merkmale des 911 GT1. Es erzeugt den Eindruck, als wäre ein extragroßes Heck über das eigentliche Auto gestülpt worden.

Ein bisschen 911 GT1 hier, ein wenig 959 da, und eine Prise 918 Spyder ist auch noch dabei: Die Studie Mission S spricht eine moderne Designsprache, ist aber trotzdem als Porsche zu erkennen.
Bild: Porsche AG
Der integrierte aktive Heckflügel sowie die offenen Radhäuser wirken ebenso eigenständig wie die Scheinwerfer mit separaten Blinkern. Die Felgen erinnern nicht zuletzt wegen ihres Zweifarb-Finishs an die Taycan-Studie Mission E – sie sollen aber eigentlich eine Hommage an das klassische "Wählscheiben-Design" des Porsche 928 sein. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Räder beim Mission S mit 21 Zoll an der Vorderachse und 22 Zoll an der Hinterachse bedeutend größer ausfallen.
Lufteinlass auf dem Dach
Eines der auffälligsten Designmerkmale ist der weiß abgesetzte Lufteinlass auf dem Dach, der den Mission S exotischer wirken lässt als jeden 911. Mindestens genauso prägnant ist das Lüfterrad am Heck, das eine auffällige Reminiszenz an den legendären 917 darstellt. Die Frage nach dem Motor lässt Porsche zum aktuellen Zeitpunkt leider unbeantwortet – es handele sich eben noch um eine reine Designstudie, so Tobias Sühlmann.
Serienversion wird nicht elektrisch
Zumindest ein Detail verrät CEO Michael Leiters dann aber doch: Eine Serienversion des Mission S werde in jedem Fall ein Verbrenner oder ein Hybrid. Ein vollelektrischer Supersportwagen sei zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund der zu geringen Nachfrage ausgeschlossen. Eine Aussage, die durch die doch recht auffälligen Endrohre am Heck untermauert wird.
Ob hinter den Passagieren ein aufgeladener Sechszylinder oder womöglich doch ein in der jüngeren Vergangenheit häufig diskutierter Achtzylinder-Boxer arbeiten wird, muss sich zeigen. Auch zu möglichen Leistungsdaten macht Porsche zu diesem frühen Zeitpunkt noch keine Angaben. 850 PS plus scheinen aber nicht unrealistisch.

Das Cockpit ist sehr aufgeräumt und minimalistisch. Der analoge Drehzahlmesser soll im "Track"-Modus dem Fahrer "entgegenkommen".
Bild: Porsche AG
Eine Sitzprobe war im Vorfeld des Capital Markets Day leider nicht möglich – zu groß war die Gefahr, dass kurz vor der Premiere in New York etwas kaputtgeht. Immerhin war ein ausgiebiger Blick ins Cockpit erlaubt. Ergebnis: Gleichteile mit der Großserie sucht man im Mission S vergebens.
Zwar gibt es auch im Innenraum klassische Anleihen wie die fünf Rundinstrumente, allerdings sind diese neu interpretiert. Der bis 8000 U/min reichende Drehzahlmesser ist wieder analog und fährt im "Track"-Modus empor. Außerdem gibt es wieder einen klassischen Zündschlüssel – natürlich links vom Lenkrad.
Es scheint, als würde Porsche einen Schritt zurück machen – Digitalisierung ist eben doch nicht die Allzwecklösung.
Analoger Innenraum
Garniert wird das durch die beiden gläsernen Dacheinsätze hell wirkende Interieur von liebevollen Details wie Deutschlandfahnen mit "Made in Germany"-Schriftzügen in den Sitzen sowie einer Taste in der unteren Lenkradspeiche, auf der "On your own" steht. Ein mit Augenzwinkern gelieferter Hinweis darauf, dass all diejenigen, die die Fahrhilfen komplett ausschalten, auf sich allein gestellt sind.

Zwar soll der Mission S noch auf einer abgewandelten 911-Plattform basieren, doch da hören die Gemeinsamkeiten auch auf.
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Auch in puncto Getriebe hält sich Porsche noch bedeckt. Die Option einer Handschaltung dürfte in der heutigen Zeit zwar mehr als wahrscheinlich sein, doch das ist zu diesem Zeitpunkt reine Spekulation. Gleiches gilt für den Preis: Eine Spanne zwischen 400.000 und 600.000 Euro steht gerüchtehalber im Raum, wobei 400.000 Euro fast schon zu nah am 992.2 Turbo S (ab 271.000 Euro) sein dürfte.
Nicht limitiert?
Eine grundsätzliche Limitierung scheint derweil ausgeschlossen: "Gleichzeitig steht der Mission S für eine Mittelmotor-Supersportwagenplattform oberhalb des 911 – nicht als einmaliges Hypercar, sondern als dauerhaftes und in seinen Ausprägungen vielfältiges, zusätzliches Angebot für unsere Kunden", erklärt Leiters. Das dürfte im Umkehrschluss das Aus für den 2023 gezeigten Mission X bedeuten. Ob Porsche in Zukunft noch mal ein Hypercar zeigt, scheint ungewiss.

Unverkennbar Porsche, aber eben kein 911: Der neue Mittelmotorsportwagen soll kein limitiertes Modell sein, sondern das Portfolio dauerhaft nach oben erweitern.
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Wann eine mögliche Serienversion des Mission S auf den Markt kommen könnte, ist ebenso unklar. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass der neue Supersportwagen nicht vor Mitte/Ende 2028 erhältlich sein wird. Der 911 wird auf seinen großen Bruder also noch etwas warten müssen.
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