Porsche-Treffen auf Sylt: Petro-Surf Festival, 911, 912, 914, G-Modell, luftgekühlt, Oldtimer
Petro-Surf Festival: Luftgekühlte Porsche auf Sylt-Tour

Das Petro-Surf Festival auf Sylt vereint luftgekühlte Porsche mit den Surfer-Locken der 70er- und 80er-Jahre. AUTO BILD war vor Ort und hat sich umgesehen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
- Matthias Techau
Das Glück liegt in den kleinen Dingen. Diese Weisheit verbindet man nun nicht unbedingt mit der Marke Porsche und schon gar nicht mit Sylt, dem Eiland, dem oft ein gewisser Größenwahn nachgesagt wird. Doch beim Petro-Surf Festival ist alles etwas anders. Hoodie statt Anzug, Craft Beer statt Schampus und das ehrliche Knurren von Sechszylinder-Boxermotoren statt dem Kreischen hochgezüchteter V12. Jedes Jahr kommen ein paar Dutzend Besitzer luftgekühlter Porsche in den Norden, um die Insel in ihren ursprünglichen Elementen zu erleben. Sich das Haar, das hoffentlich noch da ist, vom Wind verstrubbeln zu lassen, das Salz in der Luft zu schmecken, Wellen zu reiten und kleine Dünenstraßen zu erkunden.
Patina gehört beim Petro-Surf Festival auf Sylt zum guten Ton

Schöne Aussicht: Elfer mit Surfbrett auf dem Dach sind beim Petro-Surf Festival keine Seltenheit.
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Nur mit Luftkühlung taugt der Porsche zum Festival-Fahrzeug

Vollversammlung: Beim Festival sind nur luftgekühlte Porsche erlaubt – es sind reichlich am Start.
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Der frühe Vogel hat den Zündschlüssel auf der linken Seite. So scheint es zumindest, denn pünktlich um sieben Uhr morgens versammelt sich die Elfer-Gilde auf dem Parkplatz vor dem Restaurant Sturmhaube in Kampen. Es ist kalt an diesem Spätsommertag. Die Sonne lugt nur verstohlen über die Dünenlandschaft, und wir mummeln uns in warme Jacken. Das Sylter Urgestein Barne Warnken reicht dampfenden Kaffee aus einem umgebauten Pferdetransporter. Hake hat einen kleinen Parcours errichtet, und die Teilnehmer müssen eine Zeitfahrprüfung absolvieren.
Auf Originalität wird bei den Autos nur wenig Wert gelegt

Dieser 912 von 1965 ist gründlich modifiziert. Für Besitzer Moritz ist er eine "reine Fahrmaschine".
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Mehr als 2500 Besucher bestaunen die Porsche-Modelle

Höhergelegter Wüstensportler: Dieses G-Modell wurde zu einem Safari-Elfer umgebaut.
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Der Wind bläst am nächsten Tag leider nur mäßig. Die geplante Surf-Session fällt aus. Mittags geht es zurück mit der Fähre von List nach Rømø, eine dänische Halbinsel. Auf dem Parkdeck drängeln sich die Elfer. Ein Wahnsinnsbild. Doch ein kleiner Junge hat nur Augen für Robben, die sich gähnend auf den Sandbänken wälzen. Das Glück liegt eben in den … Sie wissen schon.
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