Für ein sicheres Fahrverhalten des Autos ist die Reifenprofiltiefe ein wichtiger Faktor. Ist sie zu gering, verliert der Reifen an Grip, die Bremswege verlängern sich und Aquaplaning tritt häufiger auf. Kurzum: Die Gefahr für Unfälle steigt. Deswegen ist es wichtig, die Profiltiefe der Reifen im Auge zu behalten und regelmäßig zu messen. Der Gesetzgeber schreibt eine Reifenprofiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern vor. (Zum Winterreifen-Test 225/55 R 18)

Winterreifen in 225/55 R18

Autobild LogoTestsieger
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1.
Hankook
Winter i*cept evo 4
1,3
sehr gut
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2.
Pirelli
Cinturato Winter 3 102V
1,4
sehr gut
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2.
Michelin
Pilot Alpin 5 102V AO
1,4
sehr gut
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4.
Goodyear
UltraGrip Performance 3 102 V
1,5
gut
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5.
Bridgestone
Blizzak 6 102V
1,7
gut
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6.
Falken
Falken Eurowinter HS02 Pro
2,6
befriedigend
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7.
Linglong
Sport Master Winter
2,7
befriedigend
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7.
Matador
MP93 Nordicca
2,7
befriedigend
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9.
Prinx
Prinx Winter Excelia
3,1
befriedigend
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10.
Zeetex
WH1000 SUV
4,5
mangelhaft
Komplette Liste: Winterreifen in 225/55 R18
Doch wenn die Reifen so runtergefahren sind, haben sich ihre Fahreigenschaften längst deutlich verschlechtert. Deswegen empfiehlt AUTO BILD bei Sommerreifen eine Profiltiefe von drei Millimetern nicht zu unterschreiten. Bei Winterreifen sollten es sogar mindestens vier Millimeter sein. Bei Ganzjahresreifen gilt: Im Sommer sind drei Millimeter ausreichend, im Winter sollten mindestens vier Millimeter Restprofil vorhanden sein.
Ab wann eine Profiltiefe kritisch wird, hängt zudem vom jeweiligen Reifenmodell ab. Bei manchen Pneus verschlechtern sich die Fahreigenschaften bereits deutlich, wenn etwa die Hälfte des Profils abgefahren ist (siehe dazu: Profiltiefen-Test). Autofahrer sollten deshalb nicht nur messen, sondern auch auf Veränderungen im Fahrverhalten achten: Werden die Bremswege länger, drehen die Reifen beim Anfahren häufiger durch, blinkt bei Nässe öfter die ESP-Leuchte oder tritt Aquaplaning früher auf, ist ein Reifenwechsel ratsam.

Anleitung: So misst man die Profiltiefe

Zum Messen der Reifenprofiltiefe eignen sich spezielle Profiltiefenmesser. Die Geräte gibt es mit mechanischer oder digitaler Anzeige schon für wenige Euro im Baumarkt oder online. Für die Messung wird der Messstab in eine Profilrille der Lauffläche gesetzt. Die maßgeblichen Rillen sind an den TWI-Markierungen zu erkennen (siehe unten). Anschließend lässt sich die verbleibende Profiltiefe direkt ablesen. Am besten misst man an mehreren Stellen, da Reifen oft ungleichmäßig verschleißen.
Winterreifen
Der Rand der Euro-Münze ist drei Millimeter breit – damit kann man grob einschätzen, ob die Pneus noch gut sind.
Bild: www.hardymutschler.de | Studio Super Plus / Autobild
Wer keinen Profiltiefenmesser zur Hand hat, kann auch Zollstock oder Lineal verwenden. Viele Autofahrer nutzen zudem eine Ein-Euro-Münze: Ihr Messingrand ist drei Millimeter breit. Wird dieser zwischen den Profilblöcken sichtbar, liegt die Profiltiefe unter drei Millimetern. Die Methode liefert jedoch nur einen groben Anhaltspunkt. Wer es genau wissen möchte, sollte einen Profiltiefenmesser verwenden.
Wichtig für die Messung: In den relevanten Profilrillen sitzen Verschleißindikatoren aus Gummi. Sind die Stege auf Höhe der Lauffläche, ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern erreicht. Dann ist es höchste Zeit für neue Reifen.
Die Stege zwischen den Profilblöcken des Reifens zeigen die Verschleißgrenze an.
Bild: Ronald Sassen
Die sogenannten TWI-Markierungen (Tread Wear Indicator) sind über kleine Pfeile oder die Kennzeichnung „TWI“ an der Reifenflanke zu finden. Sie zeigen die Profilrillen an, in denen die Verschleißindikatoren sitzen.

Fazit

Der Räderwechsel ist die perfekte Gelegenheit für einen gründlichen Reifencheck. Mit dem Rad in der Hand lässt sich auch die Innenseite leicht kontrollieren. Entdecken Sie tiefe Schnitte in der Flanke, herausgerissene Profilblöcke oder Risse im Gummi, ist klar – der Reifen muss runter. Hier gibt es keine Kompromisse: Beschädigte Reifen sind ein erhebliches Sicherheitsrisiko.