Prozess gegen Ex-Porsche-Chef Wiedeking
Neue Anklage gegen Wiedeking

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Der Prozess gegen Ex-Porsche-Chef Wiedeking hat am Donnerstag begonnen. Er äußerte sich vor Gericht ausführlich zu den Vorwürfen.
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(dpa/reu/jb) Vor dem Landgericht in Stuttgart hat der Strafprozess gegen den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Ex-Porsche-Finanzchef Holger Härter begonnen. Die Staatsanwaltschaft hatte Wiedeking und Härter schon im Sommer 2015 vorgeworfen, mit Falschinformationen im Zuge der 2008 geplanten VW-Übernahme Anleger gezielt in die Irre geführt und den VW-Kurs manipuliert zu haben. Das Landgericht Stuttgart hatte die Eröffnung eines Hauptverfahrens abgewiesen, woraufhin die Staatsanwaltschaft in Berufung ging, der vor dem Oberlandesgericht Stuttgart stattgegeben wurde. Ursprünglich hätte der Prozess schon am 31. Juli 2015 beginnen sollen. Wiedeking wies die Vorwürfe gegen ihn am Donnerstagmorgen (22.10.2015) erneut zurück. "Ich bin unschuldig", sagte der frühere Porsche-Chef beim Betreten des Gerichtsgebäudes. Bei einer Verurteilung drohen Wiedeking und Härter bis zu fünf Jahre Haft. Dies gilt aber als unwahrscheinlich. Nach Einschätzung von Juristen wäre allenfalls eine Geldstrafe möglich.
Hintergrund: Wiedeking muss vor Gericht

Waren sich nicht grün und sollen doch gemeinsame Sache gemacht haben: Ferdinand Piëch und Wiedeking.
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"Vorwürfe konstruiert, sachlich falsch und haltlos"
Die Anwälte von Wiedeking und Härter ließen schon im Juli bei Eingang der Anzeige mitteilen, die Vorwürfe seien "ersichtlich konstruiert, sachlich falsch und haltlos". Sie vermuten Hedgefonds als treibende Kraft hinter der Anklage. Diese streiten bereits in verschiedenen Zivilprozessen mit der Porsche-Holding um Schadenersatz – bisher ohne Erfolg. Deshalb wird dem Prozess in Stuttgart eine Signalwirkung zugerechnet: Die Zivilverfahren, in denen verschiedene Anleger (bisher erfolglos) auf insgesamt mehr als fünf Milliarden Euro Schadenersatz klagen, laufen schon seit Anfang 2015.
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